Am Samstagabend des 3. Adventswochenendes 19:30 Uhr empfängt der HC Burgenland den Dansk Håndboldklub Flensborg, einen traditionsreichen Handballverein aus der deutsch-dänischen Grenzregion, der in der letzten Saison als Meister der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein in die 3. Liga aufgestiegen ist. Gegründet 1979, zeichnet sich der DHK durch seine enge Verbindung zur dänischen Handballkultur aus, was sich in einem dynamischen und temporeichen Spielstil widerspiegelt. Trotz der Herausforderungen des Aufstiegs hat das Team bereits gezeigt, dass es in der Lage ist, mit etablierten Mannschaften mitzuhalten. Am 13. Spieltag beispielsweise fegten die Norddeutschen Zweitligaabsteiger TuS Vinnhorst 32:26 aus der heimischen Idraetshalle.
Einer der Köpfe hinter den sportlichen Erfolgen ist Sportdirektor Tjark Desler. Desler, als Spieler langjähriger Kapitän des DHK, wechselte im Sommer 2017 als Aufstiegsheld vom HC Elbflorenz Dresden in die Rumstadt, bevor er 2022 nach seiner aktiven Karriere in die DHK-Führungsriege berufen wurde, um die sportlichen Entscheidungen zu treffen. Die Entwicklung, die das Flensburger Team in den letzten Jahren genommen hat, ist sicherlich zu einem großen Teil seiner akribischen und umsichtigen Arbeit zu verdanken. So wurden die Kooperationen mit der SG Flensburg/Handewitt und der Flensburg Akademie weiter vorangetrieben und man sieht an den sportlichen Erfolgen der einzelnen Spieler, dass dies bereits Früchte trägt: Mit Thilo Knutzen wurde unlängst erstmals ein Spieler des DHK von Bundestrainer Martin Heuberger zu einem Lehrgang der U21-Nationalmannschaft berufen.
Viel Aufmerksamkeit in der Vorbereitung auf das Spiel wird vermutlich DHK-Linkshänder Jaris Tobeler bei HCB-Cheftrainer Fabian Kunze genießen. Mit durchschnittlich 6,7 Feldtoren pro Spiel ist er derzeit erfolgreichster Feldtorschütze der Liga.
Die Situation beim HC Burgenland hat sich in dieser Trainingswoche nicht verändert: Mit Vucetic und Kozubik fehlen weiterhin die beiden etatmäßigen rechten Rückraumspieler, zahlreiche andere Spieler laborieren noch oder schon wieder an Infekten oder anderen Blessuren. Dennoch ist die Mannschaft um Motivator und Linksaußen Claus Neumann hochmotiviert, das Jahr 2024 im letzten Spiel vor der Weihnachtspause mit einem Sieg zu beenden.
Zwar gingen die Burgenländer in den letzten 5 Spielen ohne Sieg vom Platz, doch der kämpferische und handballerische Trend zeigte in den letzten beiden Spielen gegen die Füchse und in Oranienburg wieder deutlich nach oben. Es ist also davon auszugehen, dass die Hausherren am kommenden Samstag alles investieren werden, um 2 Punkte einzufahren. Das Zünglein an der Waage könnten die Zuschauer im Euroville Naumburg sein, denn wenn es für die HCB-Männer in der Vergangenheit schwer wurde, konnten sie sich immer auf die Unterstützung von den Rängen verlassen.
Eines steht schon vor dem Anpfiff fest: Da beide Mannschaften für schnellen und ereignisreichen Handball bekannt sind und so gut wie nie unter 30 Tore – und auch Gegentore – fabrizieren, wird es ganz sicher ein echtes Handballspektakel!
Cheftrainer Fabian Kunze zur Einstimmung auf das Spiel:
“Mit Flensborg erwarten wir eine extrem gute Mannschaft. Deren Art zu verteidigen macht mir selber großen Spaß und es wird für uns, vor allem in der derzeitigen Lage, ein extremer Aufwand werden, Tore zu erzielen. Wir müssen uns aber gute Chancen erarbeiten und defensiv wie letzte Woche kämpfen. Das sah schon sehr gut aus und muss Grundvoraussetzung sein! Ein letztes Spiel im Jahr ist immer etwas besonderes, wenn das auch noch zuhause ist, sind wir voller Vorfreude.”
Text: Michael Lorenz
Spielort: Euroville Naumburg, Am Michaelisholz 115, 06618 Naumburg
Anwurf: 14.12.2024 19:30 Uhr
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