Die Handballer des HC Empor Rostock mussten sich am Samstagabend (28. März) bei der HSG Ostsee N/G mit einer Punkteteilung zufriedengeben. Am Ende einer umkämpften Partie stand es 33:33. Die Gäste, die zur Pause mit 18:17 führten, kassierten in letzter Sekunde den Ausgleich.
„Wenn man kurz vor dem Ende mit zwei Toren führt, will man das natürlich nach Hause bringen“, meinte Empor-Cheftrainer Michael Jacobsen, der ungeachtet des Punktverlustes stolz auf seine Truppe war. „Wir haben gekämpft und alles gegeben. Das zeigt, wie intakt die Gruppe ist – auch mit den Nachrichten der Wahrheit der Woche“, sagte der zum Saisonende scheidende Däne mit Blick auf die Neuausrichtung des HCE.
Der Verein hatte wenige Tage vor dem Spiel den Verzicht auf die Lizenz zur 2. Bundesliga bekanntgegeben und einen sportlichen Neuanfang mit erfahrenen Spielern und Talenten aus der Region angekündigt.
Beide Mannschaften schlugen zu Beginn ein hohes Tempo an. Mit zunehmender Spielzeit festigten sich beide Abwehrreihen, so dass sich ein offener Schlagabtausch entwickelte.
Der HCE geriet vor 324 Zuschauern in der Gogenkroghalle in Neustadt (Holstein), darunter 40 Rostocker Fans, zu Beginn der zweiten Hälfte mit 20:21 in Rückstand. Mit einem 4:0-Lauf zum 24:21 drehten die Mecklenburger die Partie. Auch beim 25:22 und 28:25 führte Empor mit drei Toren Unterschied. Nach dem 31:31 trafen Tim Uhl vom Siebenmeterpunkt und Alexander Schütze zum 33:31. Der Sieg schien greifbar nahe, doch dann holte HSG-Torjäger Jasper Bruhn zum Doppelschlag aus.
HSG Ostsee N/G: Minning, Zupp, Skroce – Nagorsen 2, Farschchi 1, Harms 5/5, Mendle 3, Moussa, M. Schramm, Kretschmer 4, Claasen, Deleske 6, Kilias 4, Gajate 2, M.R. Bruhn, J. Bruhn 6.
HC Empor Rostock: Wetzel, Malchow – Costa Dias 4/1, Scheminski, Richter 1, D. Mehler 5, Steinberg 1, Schütze 7, Uhl 4/1, Pratschner 7, Horlitz, Gansau 1, Pechstein 2, Lößner 1.
7 m: 5/5 – 2/2
2 Minuten: 3 – 3
Zuschauer: 324
Schiedsrichter: Julian Fedtke und Niels Wienrich



