Der SV Allensbach hat ein beeindruckendes Zeichen im Kampf um die Spitzenplätze der 3. Liga Süd gesetzt. Nach drei Niederlagen in Folge schlugen die Allensbacherinnen den bisherigen Tabellenzweiten TSG Friesenheim am vergangenen Samstagabend deutlich mit 36:23 (20:12). Während Allensbach mit Leidenschaft, Tempo und einer sehr guten Chancenverwertung glänzte, erwischte Friesenheim einen gebrauchten Tag und fand nie wirklich ins Spiel.
Von Beginn an zeigten die Gastgeberinnen, dass die Negativserie der vergangenen Wochen keine Rolle mehr spielen sollte. Bereits nach 59 Sekunden eröffnete Greta Rinkeviciute den Torreigen – und sie sollte an diesem Abend auch die erfolgreichste Torschützin werden. Friesenheim hielt zunächst noch dagegen (4:4, 5. Minute), doch danach überrollte Allensbach die Gäste regelrecht. Über 7:4, 12:6 und 15:8 setzte sich der SVA immer weiter ab. Besonders das Spiel über die Aussenpositionen funktionierte gut und die Rückraumspielerinnen, allen voran Katja Allgaier, fanden immer wieder die Lücken. Friesenheim blieb währenddessen im Positionsangriff zu oft an der kompakten Allensbacher Abwehr hängen, in der Spielführerin Kathrina Bok die Fäden zusammenhielt. Zudem schaffte es das Team von Trainer Martin Gerstenecker auch, das Tempospiel der Gäste zu unterbinden. Bis zur Pause stand so bereits eine deutliche 20:12-Führung auf der Anzeigetafel.
Wer auf ein Aufbäumen des Tabellenzweiten in Halbzeit zwei gehofft hatte, wurde enttäuscht. Die Allensbacherinnen hatten zwar nach zwei schnellen Toren in Überzahl ihre schwächste Phase. Diese dauerte allerdings nur knapp neun Minuten. Dann waren die Gastgeberinnen wieder spielbestimmend, variabel und torhungrig. Spätestens beim 30:18 in der 51. Spielminute war die Partie endgültig entschieden. Die Schlussphase nutzte Allensbach, um den Vorsprung weiter auszubauen und allen Akteurinnen Spielzeit zu geben. Mit diesem Sieg schliesst der SV Allensbach bis auf zwei Punkte in der Tabelle zu Friesenheim auf. Am kommenden Wochenende steht das Auswärtsspiel beim Zehntplatzierten TuS Schutterwald an. Anschliessend ist ein spielfreies Wochenende, ehe es dann am Samstag, den 14. März gegen Ismaning in eigener Halle weitergeht.
Es spielten:
Imhof, Petrovic, Huber (Tor); Müller (4/1), Teixeira da Silva (5), Böhler (1/1), Bok (3), Schmidt (1), Rinkeviciute (14/8), Strlek (1), Teusch (1), Wendel (2), Allgaier (4), Heinstadt


