In der Abwehr soll der Grundstein gelegt werden
Die Handballerinen des TSV Nord Harrislee haben einen schwachen Abschluss im Jahr 2025 verkraften müssen. Durch drei Niederlagen in Folge rutschte die Mannschaft von Hendryk Jänicke aus dem oberen Tabellendrittel bis auf Rang sieben zurück. Mit 10:10 Punkten stehen die Nordfrauen nun im Mittelfeld der 3. Liga Nord. „In den letzten Spielen haben wir nicht unsere Leistung abgerufen. Vor allem die beiden Heimniederlagen gegen Buxtehude und Blomberg/Lippe waren völlig unnötig“, sagt Jänicke mit dem Rückblick auf die beiden Partien in der Holmberghalle in der Adventszeit. Im neuen Jahr soll nun ein guter Start erfolgen.
In der Defensive wieder an die Form des Herbstes anknüpfen
„Wir wollen in Altenholz den Derbysieg“, sagt der Nord-Coach vor der Partie beim TSV Altenholz am Samstag (18 Uhr) in der dortigen Edgar-Meschkat-Halle. Doch Jänicke weiß, dass es eine ganz schwere Aufgabe bei den Kieler Randstädterinnen wird. „Altenholz spielt eine richtig starke Saison und hat auch eine sehr gute Ausbeute. Sie stehen mit 12:8 Punkten vor uns auf Platz drei“, sagt der Harrisleer Trainer. Mit 10:10 Zählern liegen die Nordfrauen in Lauerstellung und könnten bei einem Sieg am Gegner vorbeiziehen. „Wenn wir gewinnen, ist der Punktestand ausgeglichen und wir würden durch den direkten Vergleich Altenholz überholen. Und das wollen wir unbedingt“, sagt Jänicke. Für einen Auswärtssieg ist aber eine enorme Steigerung gegenüber den letzten drei verkorksten Auftritten des Jahres 2025 vonnöten. „Wir wollen eine gute Abwehr stellen. Denn das ist die Grundlage für einen Sieg. Wir haben in den letzten drei Spielen immer dreißig Tore oder mehr kassiert. So viele, wie wir sie in den sieben Saisonspielen zuvor nie bekommen haben. Wir müssen also wieder zu der starken Form in der Defensive kommen, wie zu Beginn der Serie“, sagt Hendryk Jänicke und legt den Finger tief in die Wunde der Misserfolge.
Nordfrauen rechnen mit hochmotivierten Gastgeberinnen
In der letzten Begegnung gegen den TSV Altenholz in der heimischen Holmberghalle, klappte es mit einer starken Defensivleistung. Diese mündete in einem klaren 32:18 Erfolg. Doch als Warnung, wie schwer das Derby in Altenholz wird, gilt das Hinspiel der vergangenen Saison. „Da haben wir mit Ach und Krach in der Schlusssekunde 33:32 gewonnen“, erinnert sich der Nord-Trainer. Im Überzahlspiel Sieben gegen sechs und mit Chance auf das Siegtor, verloren die Kielerinnen den Ball und leisteten sich im Harrisleer Gegenstoß ein Foul. Den Strafwurf verwandelte Madita Jeß im Herbst 2024 zum glücklichen Siegtreffer. „Es wird ein enges Spiel werden. Altenholz ist noch besser geworden und so einen unglücklichen Spielausgang wie in ihrem letzten Heimderby wird sie noch mehr motivieren. Wir erwarten eine heiße Altenholzer Truppe für dieses Derby“, sagt Hendryk Jänicke voller Respekt vor dem Gegner, bei dem er vor allem drei besondere Leistungsträgerinnen ausgemacht hat. „Das entscheidende Duo auf dem Feld sind Jenny Janczek und Maria Molge. Sie sind die Haupttorschützinnen. Sie müssen wir versuchen in den Griff zu bekommen“, sagt Hendryk Jänicke über die beiden besten Angriffsspielerinnen des TSV Altenholz die mit 44 (Janczek), beziehungsweise 43 (Molge) Treffern dem Spiel der Gastgeberinnen ihren Stempel aufdrücken. Dazu gesellt sich Lena Hewig, die 37 Tore erzielte und mit 16 verwandelten Siebenmetern auch eine nervenstarke Strafwurfschützin ist. „Mit Leona Weidmann verfügt der TSV Altenholz über eine ganz starke Torhüterin. Wenn sie heiß läuft, kann sie ganz viele Würfe wegnehmen“, sagt Hendryk Jänicke über die frühere Nord-Akteurin, die mit vielen Paraden Spiele zu Gunsten ihres TSVA entscheiden kann. So ist der TSV Nord Harrislee vor der Klasse des TSV Altenholz gewarnt. „Wir wollen die Hinrunde nicht mit einem negativen Punktekonto abschließen, sondern nach dem Spiel 12:10 dort stehen haben. Also, wollen wir das Derby gewinnen“, sagt Hendryk Jänicke und gibt die Zielsetzung Derbysieg aus.
Jörn Saemann


