Am Sonntag, den 24. Mai 2026, empfängt der 1. VfL Potsdam den TV Großwallstadt in der heimischen MBS-Arena. Um 17:00 Uhr wollen die Adler am 32. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga den nächsten Heimsieg einfahren, um ihren vierten Tabellenplatz (43:19 Punkte) weiter abzusichern. Die Partie wird wie gewohnt ab 16.40 Uhr live bei Dyn übertragen.
Die Ausgangslage verspricht ein Duell zwischen einem Top-Team und einem angeschlagenen Traditionsverein. Während Potsdam mit dem Rückenwind von drei Siegen in Folge in die Partie geht, rangiert der TV Großwallstadt mit 23:39 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz. Für den VfL geht es darum, die exzellente Saisonplatzierung im Endspurt zu verteidigen, während die Gäste nach der Länderspielpause endlich den rechnerisch noch fehlenden Punkt für den Klassenerhalt einfahren wollen.
Zuletzt bewiesen die Schützlinge von Emir Kurtagic beim 34:33-Krimi gegen die Eulen Ludwigshafen enorme Nervenstärke. In einer hitzigen Atmosphäre behielten die Adler in der Crunchtime kühlen Kopf und sicherten sich durch blitzschnelles Umschaltspiel in den Schlussminuten den Erfolg. Besonders Linksaußen Nils Fuhrmann und Jannek Klein drückten der Partie ihren Stempel auf. „Wir haben in den entscheidenden Momenten die nötige Reife gezeigt“, resümierte das Trainerteam nach dem emotionalen Auswärtssieg in der Pfalz.
Während ein Teil des Kaders die freie Zeit zur Regeneration nutzte, kehrten vier Adler mit wertvollen internationalen Erfahrungen zurück. Besonders emotional verlief die Woche für Abwehrchef Davide Bulzamini: Unter Trainer Bob Hanning gelang ihm mit Italien durch einen Sieg gegen die Schweiz die historische Qualifikation für eine Weltmeisterschaft (WM 2027). Weniger Glück hatte Markus Mahr, dem mit Österreich nach einem Remis gegen Polen am Ende nur ein einziges Tor zum WM-Ticket fehlte. Grund zur Freude hatten auch die Youngster Tim Schröder und William Reichardt, die mit der DHB-U20 zwei Siege gegen Norwegen feierten und sich dabei als torgefährliche Stützen präsentierten.
Der TV Großwallstadt reist mit einer bitteren 25:26-Niederlage gegen den VfL Lübeck-Schwartau an. In einem Event-Spiel in Frankfurt verspielte die Mannschaft von Trainer André Lohrbach eine späte Führung, da dem Team aufgrund einer angespannten Personalsituation im Rückraum am Ende die Puste ausging. Dennoch zeigte der TVG, vor allem durch den achtfachen Torschützen Connar Battermann und Max Horner, dass er über weite Strecken mit Spitzenteams mithalten kann. Lohrbach forderte nach der knappen Niederlage, die entscheidenden Zähler nun nach der Pause zu holen.
Die Erinnerung an das Hinspiel im Dezember verspricht ein echtes Offensiv-Spektakel: Beim torreichen 40:37-Auswärtssieg in der Untermainhalle zeigten die Adler eine dominante erste Hälfte, mussten am Ende aber einer furiosen Aufholjagd der Großwallstädter trotzen. Damals glänzten vor allem Tim Hildenbrand und Nils Fuhrmann mit jeweils sieben Treffern. Das Spiel zeigte jedoch auch, dass der TVG niemals aufgibt und einen Sechs-Tore-Rückstand innerhalb weniger Minuten fast egalisieren kann – eine Warnung für die Potsdamer Defensive, die Konzentration über volle 60 Minuten hochzuhalten.
Für Potsdam wird es am Sonntag darauf ankommen, das gewohnt hohe Tempo durchzuziehen und die Tiefe des Kaders zu nutzen. Da Großwallstadt zuletzt in der Schlussphase konditionelle Probleme offenbarte, könnte die Frische der Potsdamer erneut den Ausschlag geben. Wenn der VfL die Fehlerquote so gering hält wie in den entscheidenden Minuten von Ludwigshafen, stehen die Chancen gut, den Vorsprung auf die Verfolger weiter auszubauen.
Sonntag, 17:00 Uhr – 1. VfL Potsdam gegen TV Großwallstadt. Live bei Dyn: https://www.dyn.sport/event/1_VfL_Potsdam_TV_Gro%C3%9Fwallstadt_101902
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