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Nächster Nervenkrimi im Münsterland? Adler reisen zum Aufsteiger nach Emsdetten

Am Montag, den 14. September 2026, wartet bereits die nächste Bewährungsprobe auf die jungen Wilden des 1. VfL Potsdam. Am 3. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga schlagen die Adler ihre Zelte im Münsterland auf: Ab 19:30 Uhr gastiert das Team von Trainer Emir Kurtagic in der stimmungsvollen Ems-Halle beim Aufsteiger TV Emsdetten. Nach dem perfekten 4:0-Punkte-Saisonstart wollen die Potsdamer ihre weiße Weste wahren, während die Gastgeber vor heimischer Kulisse auf Wiedergutmachung brennen.

Die Tabellensituation nach den ersten beiden Wochen weist den VfL Potsdam als aktuellen Tabellensiebten aus. Mit zwei Siegen im Gepäck reisen die Adler mit breiter Brust an, dicht gefolgt vom TV Emsdetten auf Rang 9, der nach einem Auftakterfolg gegen Dessau zuletzt eine 26:31-Auswärtsniederlage beim TuS Ferndorf einstecken musste. Für die Zuschauer in der Ems-Halle ist die Marschroute klar: Potsdam will den perfekten Start veredeln, Emsdetten den Favoriten stolpern lassen.

Ein ganz besonderes Highlight wartet abseits des sportlichen Wettkampfs auf die Potsdamer: Es kommt zum Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Kreisläufer Sergej Gorpishin, der zwei Jahre lang das Trikot der Adler trug, steht seit der vergangenen Saison 2025/26 im Kader des TVE und wird am Montagabend im direkten Duell gegen seine ehemaligen Teamkollegen besonders motiviert sein.

Zudem weckt die Paarung Erinnerungen an eine erfolgreiche Pokal-Schlacht. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Vereine liegt mittlerweile gut drei Jahre zurück: Im August 2023 kreuzten Potsdam und Emsdetten in der 1. Runde des DHB-Pokals die Klingen. Damals behielten die Adler in einem umkämpften Match mit 29:34 die Oberhand und machten den Einzug in die nächste Runde perfekt – ein gutes Omen für das anstehende Auswärtsspiel.

Die Adler reisen mit dem puren Willen und der maximalen Crunchtime-Kompetenz an. Am vergangenen Mittwoch feierte der VfL einen hochemotionalen 33:32-Heimspielerfolg gegen den TV Hüttenberg, den Rückraum-Shooter Markus Mahr mit der Schlusssirene und letzter Kraft perfekt machte. Zuvor liefen die Potsdamer zwar einem frühen 4:9-Rückstand hinterher, bewiesen aber – angetrieben von Maximilian Grundmann (9 Paraden) und dem erneut überragenden Marvin Siemer (9 Tore) – enorme Moral. „Am Ende war es wieder ein Herzschlagfinale, was typisch für uns ist“, bilanzierte Trainer Emir Kurtagic nach dem Schlusspfiff. Tatsächlich wurden alle drei bisherigen Pflichtspiele der Adler mit exakt einem Tor Vorsprung entschieden.

Um in der hitzigen Ems-Halle ohne Herzinfarkt-Risiko die zwei Punkte einzutüten, muss der VfL von der ersten Minute an die nötige Emotionalität und Aggressivität auf die Platte bringen, die Kurtagic in der Anfangsphase gegen Hüttenberg noch vermisste. Emsdetten zeigte in Ferndorf trotz der am Ende deutlichen Niederlage eine stark herausgespielte erste Halbzeit (16:15-Führung) und agierte vor allem über schnelle Gegenstöße brandgefährlich, ehe sie in der Schlussphase durch technische Fehler und Stürmerfouls den Faden verloren. Die Adler-Defensive muss sich also auf einen hochmotivierten Aufsteiger einstellen, der über 60 Minuten bedingungsloses Tempo gehen wird.

Montag, 19:30 Uhr – TV Emsdetten gegen 1. VfL Potsdam. Live bei Dyn: https://www.dyn.sport/event/TV_Emsdetten_1_VfL_Potsdam_103923

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