Nach der Niederlage im Auswärtsspiel bei der HSG Nordhorn-Lingen (28:36) stehen für den TUSEM Essen die letzten 60 Minuten am Jahres auf dem Programm. Am 2. Weihnachtsfeiertag empfangen die Essener den TuS Ferndorf in der Sporthalle „Am Hallo“. Anwurf ist um 16 Uhr.
In den letzten Jahren waren die Spiele des TUSEM Essen gegen oder bei der HSG Nordhorn-Lingen durchweg nicht von Erfolg gekrönt. Und auch in diesem Jahr haben die Emsländer vier Punkte gegen die Essener gesammelt. Das 28:36 aus TUSEM-Sicht vom vergangenen Samstag ist und war gewiss kein Beinbruch, aufgrund des Zustandekommens aber doch als ärgerlich einzuordnen. In den ersten 30 Minuten war die Hövels-Sieben ebenbürtig, bot dem Favoriten Paroli und musste sich sogar ärgern, nicht mit einer Führung in die Pause gegangen zu sein. HSG-Torwart Kristian van der Merwe parierte einige freie Bälle, die Essener Torhüterleistung ließ derweil zu wünschen übrig – das 16:16 zur Halbzeit war letztendlich dennoch ein großer Fortschritt zu den Leistungen der letzten Auswärtsspielen. Der Start in Durchgang zwei geriet derweil zum Fiasko, Nordhorn zog schnell auf vier Tore weg, während sich die Essener durch Zeitstrafen aus dem Konzept brachten. Mit Tom Wolf und Finn Wolfram sahen gleich zwei TUSEM-Akteure die rote Karte, was die personellen Möglichkeiten im Innenblock doch stark einschränkte. Die HSG baute ihren Vorsprung früh konsequent aus und verwaltete selbigen im Anschluss konsequent, sodass die Essener keine Chance mehr auf ein Comeback bekamen. Kenji Hövels musste also in den letzten Tagen seine erste Niederlage als TUSEM-Chefcoach analysieren und legte gleich mal den Finger in die Wunde: „In der ersten Halbzeit haben wir viele Sachen gesehen, die gut liefen, in der zweiten war es andersherum. Wir haben uns im Nachhinein beides angeschaut. Es bringt nichts, sich vor den negativen Aktionen zu verstecken, wenn man sich verbessern will.“
Brisantes NRW-Duell gegen Ferndorf: TUSEM will das Jahr versöhnlich beenden
Die Essener stehen vor dem 17. Spieltag weiterhin auf Platz 16, vor den Aufsteigern aus Krefeld und Oppenweiler/Backnang. Brisant ist der Blick auf den kommenden Gegner: Der TuS Ferndorf ist durch eine Niederlagenserie auf den 15. Rang abgerutscht und hat aktuell drei Zähler mehr als der TUSEM. Gewinnen die Siegerländer also „Am Hallo“, wächst der Abstand für die Essener auf Platz 15 schon auf fünf Punkte an – ein Umstand, den der TUSEM auf jeden Fall verhindern will. Ferndorf kämpft – wie die Essener auch – mit einigen personellen Problemen und hat seinen letzten Sieg am 25. Oktober eingefahren (30:23 gegen Potsdam). Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der TuS für Krimi und Dramatik steht: Bei den letzten sieben Niederlagen verlor Ferndorf viermal lediglich mit einem Tor, so auch am letzten Sonntag, als man dem TV Hüttenberg mit 23:24 unterlag. Die Mannschaft von Trainer Ceven Klatt konnnte zu Saisonbeginn gleich die ersten beiden Auswärtsspiele gewinnen, seit Mitte September kamen in fremder Halle jedoch lediglich zwei Unentschieden hinzu. Die Halle wird am Freitag sehr gut gefüllt sein, was die Essener naturgemäß für sich verbuchen wollen. Dass das Spiel angesichts der sportlichen Situation beider Teams eine enorme Relevanz bietet, ist Kenji Hövels bewusst. Der Fokus soll und wird auch inmitten der weihnachtlichen Feierlichkeiten nicht untergehen: „Wir wissen um die Brisanz dieser Partie. Das Spiel ist für die Tabelle sehr wichtig. Wir sind zuversichtlich gestimmt und gehen mit einem positiven Mindset auf die Platte. In der kurzen gemeinsamen Zeit sind wir erste Schritte gegangen, wir werden jetzt auch nochmal ganz normal trainieren und wollen das Spiel unbedingt gewinnen“, so Hövels. Der TUSEM freut sich über jeden Fan, der sich am Freitag in die Halle begibt, um die Jungs ein letztes Mal in diesem Jahr zu unterstützen. Tickets gibt es unter tusemessen.de/tickets. DYN überträgt ab ca. 15:40 live.



