In den beiden vergangenen Heimspielen verfehlten die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang einen überraschenden Erfolg nur knapp. Am Samstag (18 Uhr) will sich die Mannschaft in der MURRTAL-ARENA auch gegen die HSG Nordhorn-Lingen von ihrer besten Seite präsentieren, obwohl sie als klarer Außenseiter in die Partie geht.
Sowohl gegen Dessau als auch gegen Großwallstadt war der Zweitligist bis zum Schluss der Partie dran. Trainer Rui Silva betont: „In den letzten Wochen habe ich viel Wert daraufgelegt, dass wir in jedem Spiel unseren Charakter zeigen. Ich will eine Mannschaft, die immer kämpft – unabhängig vom Spielstand.“ Diese Einstellung sei entscheidend für die Entwicklung der Mannschaft und bringe sie in die richtige Richtung. Außerdem sei die Verantwortung gegenüber den Fans groß. „Sie stehen immer hinter uns, auch in einer schwierigen Saison, und das ist für uns ein wichtiger Antrieb.“
Dass es beim Aufstiegskandidaten HC Elbflorenz 2006 zuletzt in fremder Halle nichts zu erben gab, hatte mehrere Gründe. Erstens fanden die Murrtaler zu keiner Zeit in die Zweikämpfe. Zweitens brannten die Sachsen ein wahres Feuerwerk ab. Drittens fehlten mehrere Akteure, gerade im Innenblick. Zumindest personell bahnt sich leichte Besserung an. Rückraumspieler Dominik Weiß und Kreisläufer Työrvi Týr Gislason sind wieder fit und stehen im Kader. Allerdings vergeht derzeit auch keine Woche ohne schlechte Nachricht: Nick Fröhlich muss in dieser und voraussichtlich auch in der darauffolgenden Woche in Potsdam pausieren.
Rui Silva stuft den Gegner, der zwischendurch ein Aufstiegskandidat war und auch jetzt noch auf dem starken sechsten Platz steht, stark ein: „Nordhorn ist eine sehr gut organisierte Mannschaft im Angriff mit klaren Strukturen. Ihr Spielmacher Elmar Erlingsson hat großen Einfluss auf das Offensivspiel und sorgt für viele Lösungen.“ Für sein Team lautet die Aufgabe: „Wir müssen besonders auf ihre schnelle Umschaltbewegung achten, da sie viele Tore über die erste und zweite Welle erzielen.“ Zudem wollen die Gastgeber eigene Akzente setzen, auch wenn dem Coach klar ist: „Es wird wieder eine große Herausforderung für uns.“
Von Alexander Hornauer
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