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HC Elbflorenz lässt erneut Federn

von HC Elbflorenz 2006
9. Mai 2026
in 2. Bundesliga Männer
HC Elbflorenz lässt erneut Federn

HC Elbflorenz Dresden 25/26. Foto: HC Elbflorenz Dresden/HBL

Knappe Niederlage in Hüttenberg

TV 05/07 Hüttenberg vs. HC Elbflorenz Dresden 29:28 (13:13)

Aus Dresdner Sicht erfreulich: Ivar Stavast stand wieder auf der Platte und konnte sein Team erstmals seit Wochen unterstützen. Im Blick auf die Partie stellte sich die Frage, ob die Niederlage gegen Krefeld beim HC Elbflorenz Spuren hinterlassen hatte. Am Ende musste man feststellen, dass es wohl nicht nur dieses eine Spiel ist und es wie so oft nicht nur einen Grund dafür gibt.

Schwach starteten die Dresdner in die Partie beim TV Hüttenberg. Während die Gastgeber mit David Kuntscher im rechten Rückraum und Yahav Shamir im Tor zwei starke Akteure hatten, die maßgeblich für die 5:1-Führung verantwortlich waren, ließ der Angriff der Dresdner selbst klarste Chancen ungenutzt. Cheftrainer André Haber reagierte früh mit einer Auszeit und stellte unter anderem auf Sieben-gegen-Sechs um.

Die Maßnahme zeigte Wirkung: Bis zur 13. Minute glichen die Dresdner zum 6:6 aus und fanden nun besser ins Spiel. Die Sachsen nutzten ihre Überzahl konsequenter und erzwangen zudem Ballgewinne in der Defensive.

Beim 9:9 hatten die Gäste bereits zum zweiten Mal die Chance, erstmals seit dem 0:1 wieder in Führung zu gehen. Doch erneut vergab der HC Elbflorenz einen Strafwurf inklusive Nachwurf und geriet kurz darauf sogar in doppelte Unterzahl. Vor allem der bewegliche TVH-Rückraum fand immer wieder Lücken in der Dresdner Abwehr. Die Hausherren nutzten das konsequent aus und zogen über 10:9 und 11:9 auf 12:9 davon. Deutlich wurde dabei, dass der HC Elbflorenz Probleme mit der offensiven TVH-Deckung hatte, sobald er nicht im Sieben-gegen-Sechs agierte. Zudem besaßen die Mittelhessen klare Vorteile auf der Torhüterposition.

Trotz weiterer Paraden von Yahav Shamir kämpfte sich der HC Elbflorenz bis zur Pause zurück. Beim 12:11 gelang erneut der Anschluss, 50 Sekunden vor der Halbzeit fiel schließlich der Ausgleich zum 13:13. Kurz vor dem Pausenpfiff parierte der eingewechselte Marino Mallwitz zudem noch einen Strafwurf des TVH.

Die zweite Halbzeit begann ausgeglichen und mit sehenswerten Treffern. Nach einem Kempa-Tor der Gastgeber mit Doppel-Kempa antworteten die Dresdner direkt mit einem eigenen Kempa zum 15:15. Beide Teams blieben zunächst ihrer taktischen Linie treu: Der HC Elbflorenz spielte weiter in Überzahl, Hüttenberg verteidigte offensiv.

In der 40. Minute nahm der TVH beim Stand von 17:19 eine Auszeit, obwohl die Dresdner zuvor bereits ihren dritten Strafwurf vergeben hatten. Dass die Sachsen dennoch führten, lag auch an mehreren starken Paraden von Marino Mallwitz.

Nach der Auszeit glich Hüttenberg zum 19:19 aus, ehe Anton Preußner mit etwas Glück das 19:20 erzielte. In der Schlussviertelstunde erspielten sich die Gäste durch Doruk Pehlivans Treffer zum 20:23 erneut Vorteile. Nun stellte auch Hüttenberg auf Sieben-gegen-Sechs um.

Mit einem 23:24 ging es in die letzten zehn Minuten. Der HC Elbflorenz verlor im Sieben-gegen-Sechs davor mehrfach leichtfertig den Ball und wurde dafür sofort bestraft. Auch vor dem 24:24 scheiterten die Dresdner zunächst an Yahav Shamir. André Haber nahm daraufhin bei eigenem Ballbesitz seine dritte Auszeit. Doch direkt danach unterlief dem HC Elbflorenz erneut ein technischer Fehler. Marino Mallwitz hielt sein Team anschließend mit zwei starken Paraden im Spiel.

In der 54. Minute verwandelte Lukas Wucherpfennig schließlich den ersten von bis dahin vier Dresdner Strafwurf zum 25:26. Die Mittelhessen blieben jedoch dran und fanden im Sieben-gegen-Sechs immer wieder Lösungen über den Kreis. In der 57. Minute holte sich Hüttenberg beim 27:26 die Führung zurück. Der HC Elbflorenz scheiterte in dieser Phase erneut mehrfach an Yahav Shamir, auch vor dem 28:26 gut zwei Minuten vor Schluss. Das war entscheidend für den Ausgang des Spieles. Letztlich reichte den Hausherren die Führung zum 29:28-Erfolg.

Fazit: Der HC Elbflorenz verliert erstmals seit Rückrundenbeginn zwei Spiele in Folge und muss nun auch um Platz drei kämpfen. Die letzten 13 Minuten gingen mit 8:4 verloren, obwohl die Dresdner zuvor bereits mit drei Treffern geführt hatten. Wie schon gegen Krefeld ließ die Chancenverwertung Steigerungspotenzial zu – und erneut war mit Yahav Shamir der gegnerische Torhüter ein entscheidende Faktor für die Niederlage der Sachsen. Der Dresdner Angriff mag zwar auch noch nach diesem Spieltag im Blick auf die geworfenen Tore die Nase in der Tabelle vorn haben, wer die Rückrunde bisher aber genau verfolgt, sieht das es bei den Sachsen derzeit des Öfteren im Angriff weniger leicht von der Hand läuft. Der Einsatz und der Wille stimmte auch in Hüttenberg, aber derzeit fehlt dem HC Elbflorenz einfach im Angriff der „Killerinstinkt“ beim Abschluss. Cheftrainer André Haber führte zudem an: „Wir verlieren die Crunchtime und das ist aktuell unser Problem. Wir erarbeiten und nach 1:5 in der 1. Halbzeit eine 3-Tore-Führung und Ballbesitz in Halbzeit zwei und bringen es nicht ins Ziel.“

Der HC Elbflorenz steht so vor den Samstags- und Sonntagsspielen mit 44:18 Punkte auf Platz 3 der Tabelle. Bisher sind das 16:12 Punkte aus 14 Spielen in der Rückrunde. Damit hat man jetzt schon doppelte so viele Minuspunkte wie am Ende der überragenden Rückrunde. Die Dresdner haben jetzt eine lange Spielpause und somit auch Zeit für die letzten drei Partien noch einmal neu auszurichten. André Haber dazu: „Es geht jetzt zunächst um Regeneration und darum sich körperlich für die letzten drei Partien wieder herzurichten. Dafür werden wir mit der ganzen Mannschaft aber auch individuell arbeiten.“

In diesem Sinne eine willkommene Pause für die Sachsen. Es folgen noch zwei Heimspiele sowie eine Auswärtspartie.

Bietigheim und Balingen kann man nun de facto zum Aufstieg gratulieren.

Malwitz/Cantegrel (beide Tor) Pehlivan 3, Greß 1, Dierberg, Thümmler 5, Seidler 1, Wucherpfennig 2/2, Bensch 3, Preußner 5, Aktas 1, Dutschke 1, Stoyke, Löser 6, Schmelzer, Stavast

Text: Wolfram Wegehaupt

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