Nach der Niederlage beim TV Großwallstadt (33:34) und der anschließenden Länderspielpause steht für den TUSEM Essen das nächste Heimspiel auf dem Programm. Am frühen Sonntagabend (29. März) ist der aktuelle Spitzenreiter aus Bietigheim in der Arena „Am Hallo“ zu Gast. Anwurf ist um 17 Uhr.
Zwei Wochen Pause liegen hinter dem TUSEM Essen: Genug Zeit, um durchzuschnaufen, Verletzungen auszukurieren und sich auf die verbleibenden zehn Spiele einzustimmen. Die Tabellensituation bleibt für die Essener weiter prekär, nicht zuletzt durch die 33:34-Niederlage in Großwallstadt, mit welcher sich der TUSEM in eben jene Länderspielpause verabschiedet hatte. Nach dem guten Start in das Jahr 2026 (drei Siege aus vier Spielen) stotterte der Essener Motor zuletzt. Die drei Niederlagen in Dormagen, gegen Hagen und in Großwallstadt waren allesamt ein Stück weit vermeidbar und dadurch dreifach ärgerlich. Beim Kellerduell in Unterfranken verpassten es die Essener mehrfach, ihre Führung auszubauen und gaben den Sieg in einer dramatischen Crunchtime doch noch aus der Hand. TuSEM-Cheftrainer Kenji Hövels ging also mit dieser Hypothek in die Pause, welche ihn noch eine ganze Weile beschäftigt hat: „Die Niederlage war total ärgerlich und hat auch nachgewirkt. Ich finde, dass wir in der zweiten Hälfte ein gutes Spiel machen, aber wir schaffen es eben nicht, uns abzusetzen. Die Schiedsrichterentscheidungen in der letzten Minute haben auch mit zwei Wochen Abstand noch einen faden Beigeschmack. Aber klar: Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, weil wir sicherlich mindestens einen Punkt verdient gehabt hätten.“
Bietigheim peilt den direkten Wiederaufstieg an – Max Hejny trifft auf die alten Kollegen
Sportlich betrachtet stehen dem TUSEM nun fünf äußerst herausfordernde Spiele bevor: Die ersten drei Teams des Tableaus (Bietigheim, Balingen, Dresden) kommen in den kommenden Wochen nach Essen, dazu warten anspruchsvolle Auswärtsspiele in Dessau und Potsdam. Den Anfang macht das Heimspiel gegen Bietigheim, der Erstliga-Absteiger reist als Spitzenreiter nach Essen, wenngleich Balingen im Falle eines Sieges in Ferndorf für eine Nacht Tabellenführer werden kann. Bietigheim hat in dieser Saison erst acht Minuspunkte angesammelt und ist seit vier Spielen unbesiegt. Die Mannschaft von Cheftrainer Iker Romero verfügt über einen breiten und enorm stark besetzten Kader, in welchem sich auch drei aktuelle A-Nationalspieler (Tomovski/Nordmazedonien, Hrdlicka/Tschechien und Hadzimuhamedovic/Bosnien-Herzegowina) tummeln. Für Essens Linkshänder Max Hejny wird das Spiel am Sonntag ein besonderes Duell sein, der Rückraumspieler wechselte erst im Sommer aus Bietigheim nach Essen. Sollte die HSG Krefeld Niederrhein am Samstagabend das Derby gegen Dormagen mit mindestens drei Toren gewinnen, würden die Essener vor dem Bietigheim-Spiel auf den vorletzten Platz abrutschen. Der Druck ist also enorm, die Chance auf Punkte laut Kenji Hövels aber dennoch gegeben: „Bietigheim stellt eine enorm bewegliche, unangenehme Abwehr. Wir dürfen nicht zu viele Fehler im eigenen Angriff machen. Defensiv wollen wir das Positionsspiel gut verteidigen, um ins Tempospiel zu kommen.“ Der TUSEM freut sich über jeden Fan, der sich am frühen Sonntagabend in die Halle begibt, um die Jungs lautstark zu unterstützen. Tickets gibt es unter tusemessen.de/tickets und an den Abendkassen. DYN überträgt ab 16:40 live und on demand.



