Nach dem Punktgewinn beim Auswärtsspiel in Minden (34:34) steht für den TuSEM Essen das nächste Heimspiel auf dem Programm. Am kommenden Freitagabend (11. September) treffen die Essener in der heimischen Sporthalle „Am Hallo“ auf den HC Elbflorenz Dresden. Anwurf ist um 19 Uhr.
Am vergangenen Spieltag der 2. Handball-Bundesliga hat der TuSEM Essen für eine echte Überraschung gesorgt. Die Mannschaft von Cheftrainer Kenji Hövels knöpfte dem Aufstiegsaspiranten GWD Minden ein 34:34-Unentschieden ab. Bereits in der ersten Halbzeit zeigte der TuSEM, dass mit ihm an diesem Abend zu rechnen ist. Die Essener zeigten sich defensiv äußerst stabil und im Angriff brutal effizient. So führte der TuSEM phasenweise mit fünf Toren (15:10, 21. Minute). Zwar schlichen sich in der Folge einige Leichtsinnsfehler ein, doch auch der 17:17-Halbzeitstand unterstrich, dass die Essener mit dem Erstliga-Absteiger absolut auf Augenhöhe agierten.
In der zweiten Halbzeit zeigte der TuSEM dann eine beeindruckende Resillienz. Minden erwischte nämlich den besseren Start in den zweiten Durchgang und führte ständig mit zwei, drei Toren. Doch die Essener ließen sich davon nicht von ihrem Matchplan abbringen. Das 7-gegen-6 mit einem herausragenden Entscheidungsspieler Felix Mart fruchtete, dazu hatte Hövels den ein oder anderen taktischen Kniff parat: Der 33-Jährige setzte phasenweise auf drei Rechtshänder im Rückraum, brachte den quirligen Oskar Kostuj, der einen guten Tag erwischte und ein belebendes Element darstellte. Neuzugang Nicholas Schley (fünf Tore, 100-Prozent-Quote) traf schließlich Sekunden vor der Schlussirene zum umjubelten 34:34-Ausgleich, Torhüter Lukas Diedrich konnte den letzten Mindener Wurf parieren – die Überraschung war perfekt! „Wir sind sehr, sehr glücklich über den Punkt, den wir gewonnen haben, gerade weil wir in der zweiten Hälfte eigentlich ständig hintenliegen. Trotzdem ist der Punktgewinn absolut verdient und bestätigt unsere Leistungen aus den ersten beiden Spielen. Wir waren sehr effektiv im eigenen Angriffsspiel“, resümiert ein zufriedener Cheftrainer Kenji Hövels.
Elbflorenz startet perfekt in die neue Saison – Hövels warnt vor Dresdens Tempospiel
Erst Leipzig, dann Minden – und nun steht bereits das nächste Schwergewicht der Liga auf dem Programm. Der HC Elbflorenz 2006 ist mit zwei Siegen perfekt in die neue Saison gestartet. Nach dem 38:31-Auswärtssieg in Dormagen zum Auftakt gewann die Mannschaft von Cheftrainer André Haber am letzten Samstag mit 37:31 gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke. Die Mannschaft um Kapitän Sebastian Greß wurde punktuell verstärken können, ist allerdings im Kern zusammengeblieben. Bereits vor der Saison machten die Verantwortlichen deutlich, dass der Aufstieg in die Handball-Bundesliga das erklärte Ziel sei. Der Direktvergleich zwischen beiden Mannschaften ist recht ausgeglichen, die Bilanz listet 16 Partien zwischen beiden Teams auf, wovon Essen acht und Dresden sechs gewinnen konnte. Kenji Hövels weiß um die Schwere der Aufgabe und warnt insbesondere vor einem Faktor im Dresdener Spiel: „Inhaltlich wird eine völlig neue Aufgabe im Vergleich zu Leipzig und Minden, da kann man kaum Quervergleiche ziehen. Sie haben individuell unglaubliche Qualität, auch in der Breite. Gerade ihr Tempospiel ist außergewöhnlich gut, Sebastian Greß ist womöglich der beste Tempospieler der Liga. Das müssen wir in den Griff bekommen, wenn wir das Spiel gewinnen wollen.“ Der TuSEM freut sich über jeden Fan, der sich am Freitagabend in die Halle begibt, um die Jungs vor Ort anzufeuern. Tickets gibt es an der Abendkasse und unter auf unserer Website. DYN überträgt die Partie ab 18:40 Uhr live und on demand.




