Nur drei Tage nach dem Auswärtsspiel in Lübeck steht für den 1. VfL Potsdam bereits die nächste Aufgabe an: Am Samstag, den 28. Februar 2026, trifft die Mannschaft von Emir Kurtagic um 18:00 Uhr in der MBS Arena auf den TuS N-Lübbecke. Der 22. Spieltag markiert zugleich den Abschluss einer intensiven Englischen Woche in der 2. Handball-Bundesliga. Die Partie wird wie gewohnt live bei Dyn übertragen.
Die Belastung ist auf beiden Seiten hoch: Sowohl Potsdam als auch N-Lübbecke waren bereits am vergangenen Wochenende im Einsatz und mussten zudem am Mittwochabend erneut ran. Während der VfL auswärts beim VfL Lübeck-Schwartau gefordert war, empfing der TuS den HBW Balingen-Weilstetten. Entsprechend wird es am Samstag nicht nur auf spielerische Qualität, sondern auch auf Regeneration, Kaderbreite und mentale Frische ankommen.
Für die Adler verlief der Mittwochabend spektakulär: Beim 37:36-Auswärtssieg in Lübeck bewies das Team große Moral. Nach einem verschlafenen Start und einem frühen 1:6-Rückstand kämpfte sich Potsdam zurück in die Partie. Vor allem über mehr Tempo im Umschaltspiel und eine verbesserte Chancenverwertung nach der Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der Schlussphase behielten die Adler die Nerven, verteidigten konsequent und sicherten sich in einer torreichen Begegnung mit 73 Treffern zwei enorm wichtige Punkte.
Auch Lübbecke hatte am Mittwochabend ein intensives Heimspiel zu bestreiten, allerdings mit weniger erfreulichem Ausgang. Gegen Balingen-Weilstetten unterlag der TuS in eigener Halle mit 25:27 (10:14) und offenbarte dabei erneut seine Heimschwäche. Zwar starteten die Ostwestfalen mit einem 3:0-Lauf stark in die Partie, verloren jedoch im weiteren Verlauf zunehmend den Zugriff. Nach einem Vier-Tore-Rückstand zur Pause setzte Trainer Davor Dominikovic ab Mitte der zweiten Halbzeit verstärkt auf die junge Garde um die Jahrgänge 2004 und 2005. Mit viel Tempo, Mut und einer zwischenzeitlichen 3:3-Deckung sorgten die Nachwuchsspieler für frischen Wind und entschieden die zweite Halbzeit sogar knapp für sich. Eine Wende gelang jedoch nicht mehr.
Mit dem TuS reist dennoch eine Mannschaft an, die ihr Potenzial immer wieder aufblitzen lässt, nicht zuletzt beim 31:30-Erfolg in Bietigheim am vergangenen Wochenende. Die Mischung aus erfahrenen Kräften und hungrigen Talenten macht den TuS schwer ausrechenbar. Gerade nach der jüngsten Heimniederlage ist davon auszugehen, dass die Gäste mit entsprechendem Trotz und hoher Intensität in Potsdam auftreten werden.
Die Adler gehen mit 30:12 Punkten weiterhin von Tabellenplatz vier in den Spieltag und behaupten damit ihren Platz in der Spitzengruppe der ersten fünf Teams. Der TuS N-Lübbecke reist hingegen mit 17:25 Punkten als Tabellenelfter an. Die Ostwestfalen bewegen sich aktuell im unteren Mittelfeld und benötigen jeden Punkt, um den Abstand zu den hinteren Rängen zu wahren.
Für VfL-Cheftrainer Emir Kurtagic wird die Partie zudem zu einem besonderen Wiedersehen. Von 2019 bis 2022 stand er beim TuS N-Lübbecke an der Seitenlinie und prägte dort eine erfolgreiche Phase. In der Saison 2020/21 führte er den Traditionsverein sogar zurück in die Bundesliga. Entsprechend dürfte das Duell gegen seinen ehemaligen Klub für Kurtagic emotional eine besondere Note haben, auch wenn am Samstag der volle Fokus auf zwei wichtige Punkte für Potsdam gerichtet sein wird.
Für die Potsdamer Defensive wird insbesondere das variable Rückraumspiel der Gäste eine Herausforderung. Gleichzeitig gilt es, selbst das Tempo hochzuhalten und die Emotionen, anders als zuletzt gegen Dresden, kontrolliert in positive Energie umzuwandeln. Mit der Unterstützung der eigenen Fans soll die Englische Woche erfolgreich abgeschlossen und die Punkte in der MBS Arena behalten werden.
Samstag, 28. Februar 2026, 18:00 Uhr – 1. VfL Potsdam gegen TuS N-Lübbecke. Der Trainer mit einem besonderen Wiedersehen. Live bei Dyn: Dyn – 1. VfL Potsdam – TuS N-Lübbecke | 2. Handball-Bundesliga | 2025/26



