Der Start in die Partie verlief zunächst etwas zäh. Buchholz ging mit 2:0 in Führung, doch die Gräfratherinnen fanden ab der 5. Minute besser in den Rhythmus. Angetrieben von einer glänzend aufgelegten Liv-Stine Eckardt, die unter anderem einen Siebenmeter parierte, übernahm der HSV spätestens in der 16. Minute das Kommando, als Eckardt aus dem eigenen Tor zum 10:7 traf.
Besonders über Emma Schwitzer, Nele Spengler und Patricia Nikolić kam der HSV immer wieder zum Erfolg. Kurz vor der Pause zündete der HSV ein echtes Feuerwerk: Frida Heimann markierte den Treffer zum 18:13-Halbzeitstand. Mit einer komfortablen Fünf-Tore-Führung schien der Heimsieg zum Greifen nah.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild jedoch drastisch. Die „Luchse“ kamen mit einer extremen Aggressivität aus der Kabine und starteten eine furiose Aufholjagd. Während der HSV sich im Angriff zunehmend an der starken Gästetorhüterin Elina Döring die Zähne ausbiss, verkürzte Buchholz Tor um Tor. In den ersten 12 Minuten der 2. Halbzeit erzielte der HSV ein mageres Törchen.
In der 40. Minute war der Vorsprung beim 19:19 aufgebraucht. Das Spiel entwickelte sich nun zu einem harten Abnutzungskampf. In dieser Phase hielten Vanessa Brandt vom Punkt und Deborah Spatz die Mannschaft von Trainer Jonas Schlender im Spiel. Katja Grewe kehrte zwischen die Pfosten zurück und parierte einige wichtige Bälle.
Die Schlussphase war an Dramatik kaum zu überbieten. In der 51. Minute brachte Maira Völker den HSV mit 26:25 in Führung, doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Nach dem erneuten Ausgleich war es wieder Maira Völker, die in der 57. Minute zum 28:27 einnetzte, die Halle stand Kopf, der Heimsieg war greifbar.
Doch Buchholz hatte noch eine Antwort: Antonia Pieszkalla glich 42 Sekunden vor dem Ende zum 28:28 aus. Der HSV hatte den letzten Angriff, suchte die Lücke, doch der finale Wurf wurde von Elina Döring pariert. Mit der Schlusssirene blieb es beim Unentschieden.
Spielfilm: 1:3, 6:6, 11:8, 18:13 (HZ); 19:17, 22:22, 26:26, 28:27, 28:28 (Endstand).
HSV: Tor: Eckhardt, Grewe; Feld: Brandt (5, 1), Spatz (4, 1), Spengler (4, 1), Schwitzer (3), Völker (3), Bomnüter (3), Heimann (2), Nikolic (2), Gutzeit (1), Souza, Pickrodt, Külker, Müller



