Die HL Buchholz 08-Rosengarten Luchse mussten sich beim Bergischen HC 06 nach großem Kampf denkbar knapp mit 23:22 (11:7) geschlagen geben. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit blieb der verdiente Lohn am Ende aus.
Die Luchse starteten sehr nervös in die Partie und liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. In den ersten 15 Minuten leistete sich das Team zu viele unnötige Fehler im Angriff, wodurch die körperlich überlegenen Gastgeber immer wieder zu einfachen Toren kamen. Trotz einer starken Torhüterleistung von Anja Rossignoli, die mit wichtigen Paraden Schlimmeres verhinderte, konnte der Bergische HC seine Führung kontinuierlich ausbauen. Über Zwischenstände von 5:3, 8:6 und 10:6 ging es schließlich mit einem 11:7-Rückstand aus Luchse-Sicht in die Kabine.
Trainer Dubravko Prelcec analysierte die erste Halbzeit kritisch: „In der ersten Halbzeit machen wir einfach zu viele Fehler und brauchen zu lange, um ins Spiel zu kommen. Aber wir haben uns nie aufgegeben und konzentriert gearbeitet.“
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig am Spielbild. Die Luchse fanden erneut schwer in die Partie und mussten den BHC in der 35. Spielminute auf 15:10 davonziehen lassen. Doch mit zunehmender Spielzeit stabilisierte sich das Spiel der Gäste. Die Abwehr arbeitete aggressiver, der Angriff agierte geduldiger – und der Bergische HC wurde zunehmend zu Fehlern gezwungen.
Angeführt von Tine Hinz (5 Tore), Lotta Christiansen (4 Tore) und Lene Marie Forsbach (3 Tore) kämpften sich die Luchse Tor um Tor heran. In der 46. Spielminute fiel der verdiente Ausgleich: Marla Sophie Mathwig verwandelte einen Siebenmeter nervenstark zum 17:17. Spätestens jetzt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams um jeden Ballbesitz rangen.
In der Crunchtime setzte sich schließlich die größere Erfahrung der Gastgeber durch. Svenja Mannübernahm Verantwortung und war in der Schlussphase der entscheidende Faktor. 24 Sekunden vor Spielende erzielte sie den Treffer zum 23:22 für den Bergischen HC. Trainer Dubravko Prelcec nahm daraufhin noch einmal eine letzte Auszeit, um den finalen Angriff vorzubereiten. Die Luchse erspielten sich zwar noch eine Abschlusssituation, konnten diese jedoch nicht mehr erfolgreich nutzen.
Nach dem Spiel zeigte sich Prelcec enttäuscht, aber kämpferisch: „Ich ärgere mich, dass wir uns heute nicht belohnt haben, mache meiner Mannschaft aber keinen Vorwurf. Wir haben ein starkes Spiel gezeigt und bis zur letzten Sekunde an uns geglaubt. Am Ende sind es zwei individuelle Fehler in der Abwehr, die uns etwas Zählbares kosten.“
Mit der Niederlage bleiben die Luchse weiterhin Schlusslicht der Tabelle, allerdings bleibt der Abstiegskampf eng. Der Rückstand auf den TuS Lintfort beträgt drei Punkte – genau dort sind die Luchse am kommenden Sonntag gefordert. Der Bergische HC kann mit dem Heimsieg den Anschluss an das obere Mittelfeld halten.



