Die Gastgeber aus Hamm haben bereits eine Runde im Pokal absolviert. In der ersten Runde setzte sich HSV/Hamm mit 30:24 gegen den Landesligisten Eimsbütteler TV 2 durch. Auch in der laufenden Saison präsentiert sich der Oberliga-Aufsteiger sehr überzeugend und steht mit 11:11 Punkten auf einem starken fünften Tabellenplatz.
Luchse-Geschäftsführer Sven Dubau findet klare Worte zur Bedeutung von Pokalwettbewerben: „Der DHB-Pokal ist in meinen Augen mittlerweile vor allem darauf ausgerichtet, wirtschaftlich das Maximum herauszuholen. Für Vereine wie uns gibt es dort kaum noch Platz. Ich bin aber der Meinung, dass bei Pokalspielen andere Dinge im Vordergrund stehen sollten: Begegnungen zwischen unterschiedlichen Ligen, das sportliche Messen und Treffen mit anderen Teams und vor allem Werbung für den Frauenhandball. Genau dafür sind solche Spiele da. Deshalb freuen wir uns sehr auf dieses Duell und den sportlichen Austausch.“
Trainer Dubravko Prelcec ordnet die Ausgangslage realistisch ein: „Natürlich ist das in gewisser Weise eine David-gegen-Goliath-Situation – alles andere wäre unehrlich. HSV/Hamm spielt eine sehr gute Saison und tritt als Aufsteiger selbstbewusst auf. Für uns ist das eine neue Aufgabe, auf die wir uns dennoch sehr konzentriert vorbereitet haben.“
Auch das Regionalligateam der Luchse ist weiterhin im Hamburger Pokal vertreten. In der ersten Runde setzte sich das Team von Trainerin Jasmin Steinscherer auswärts beim Oberligisten Niendorfer TSV mit 28:24 durch. Im Achtelfinale wartet nun die nächste anspruchsvolle Aufgabe: Am 22.01. treffen die Luchse auf den Oberligisten TuS Esingen. Anwurf ist ebenfalls um 20:30 Uhr.
Mit dem erstmaligen Start im Hamburger Pokal setzen die Luchse bewusst einen neuen Akzent. Der Wettbewerb soll genau das widerspiegeln, wofür ein Pokal stehen sollte: Begegnungen über Ligagrenzen hinweg, ehrliche sportliche Vergleiche und persönliche Begegnungen abseits des Spielfelds. All das trägt zur Sichtbarkeit des Frauenhandballs bei – nicht Hochglanz, sondern Handball.



