Die HL Buchholz 08-Rosengarten müssen sich zum ersten Heimspiel 2026 am 17. Spieltag der 2. Alsco Bundesliga Frauen dem 1. FSV Mainz 05 mit 29:33 (16:16) geschlagen geben. Das Ergebnis spiegelt am Ende die effektivere Phase der Gäste wider, obwohl die Partie lange offen war. 344 Zuschauer verfolgten das Spiel in der Nordheidehalle.
Die Luchse erwischten einen klar besseren Start. Christiansen eröffnete die Partie zum 1:0, Petersen legte das 2:0 nach. Auch vom ersten Mainzer Treffer ließen sich die Gastgeberinnen nicht beeindrucken – Christiansen vom Siebenmeterpunkt und erneut aus dem Feld sowie Fischer sorgten in der Anfangsphase für eine 4:2- und 5:3-Führung. Die Luchse waren sofort präsent, bewegten den Ball gut und bestimmten das Tempo.
Bis in die Schlussminuten der ersten Halbzeit verteidigte Buchholz eine knappe Führung, unter anderem nach Treffern von Jopp zum 15:12. Genau hier lag jedoch der erste Knackpunkt: Ein verpasster Abschluss auf Luchse-Seite und im direkten Gegenzug sicher verwandelte Siebenmeter von Probst brachten Mainz zurück. Burgard glich aus, Mathwig traf zwar noch einmal zur Führung, doch erneut Probst vom Punkt stellte kurz vor der Pause auf 16:16. Aus einer möglichen klareren Führung wurde ein ausgeglichener Halbzeitstand.
„Wir hatten richtig Bock auf das Spiel und haben in der ersten Halbzeit mit viel Herz gespielt. Leider fehlte uns im Angriff die Cleverness, um mit einer Führung in die Halbzeit zu gehen“, sagte Co-Trainerin Svea Geist.
In der zweiten Halbzeit kippte das Spiel in einer kompakten Phase zugunsten der Gäste. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich über Petersen zum 20:20 erhöhte Mainz den Druck deutlich. Innerhalb weniger Minuten trafen Bartaseviciute, Ramacher und erneut Bartaseviciute, sodass aus einem offenen Spiel ein 20:24-Rückstand wurde. In dieser Phase bekamen die Luchse weder den Zugriff in der Abwehr noch die nötige Konsequenz im Abschluss – Mainz spielte ruhig, geduldig und nutzte die Fehler. Dieser Lauf zum Vier-Tore-Abstand war der entscheidende Bruch im Spiel.
Buchholz kämpfte weiter, kam aber nicht mehr entscheidend heran. Mainz verwaltete den Vorsprung abgeklärt und brachte das Spiel mit 33:29 über die Zeit. Trainer Dubravko Prelcec fasste es nüchtern zusammen: „Wir machen ein gutes Spiel und belohnen uns am Ende nicht. Zu viele freie Würfe im Angriff. In der Abwehr schaffen wir es nicht, über 60 Minuten konzentriert zu spielen.“
Unterm Strich bleibt ein engagierter Auftritt mit starkem Beginn und viel Moral – aber auch die klare Erkenntnis, dass wenige Minuten Unkonzentriertheit auf diesem Niveau reichen, um ein Spiel aus der Hand zu geben.


