Nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim HC Leipzig haben die HL Buchholz 08-Rosengarten in der 2. Handball Bundesliga Frauen die geforderte Reaktion gezeigt. Gegen den Aufstiegsanwärter TG Nürtingen hielten die Luchse über weite Strecken kämpferisch dagegen, mussten sich am Ende jedoch mit 21:27 (9:12) geschlagen geben.
Der Start in die Partie verlief allerdings alles andere als optimal. Bereits nach gut vier Minuten und einem 0:3-Rückstand sah sich Luchse-Trainer Dubravko Prelcec zur ersten Auszeit gezwungen. Viel deutete zunächst auf einen ähnlichen Spielverlauf wie eine Woche zuvor in Leipzig hin. Doch die Gastgeberinnen stabilisierten sich vor allem in der Defensive deutlich und arbeiteten sich zurück in die Begegnung. Im Angriff fehlte zwar weiterhin die nötige Konsequenz und Sicherheit, dennoch ließen sich die Luchse nicht abschütteln.
Großen Anteil daran hatten auch die beiden Torhüterinnen. Sowohl Nürtingens Kerstin Sander als auch Luchse-Keeperin Anja Rossignoli zeigten zahlreiche starke Paraden und hielten ihre Teams immer wieder im Spiel. Über 1:5, 4:7 und 7:9 kämpften sich die Luchse mehrfach heran. Lotta Christiansen traf zum 8:9, ehe Nürtingen mit zwei Treffern in Folge wieder auf 8:11 stellte. Zur Pause lagen die Gäste mit 12:9 vorne.
„Wir haben uns rangekämpft und versucht, Nürtingen das Leben schwer zu machen“, sagte Dubravko Prelcec zur ersten Halbzeit.
Auch im zweiten Durchgang blieb das Bild ähnlich. Nürtingen erwischte insgesamt keinen guten Tag und konnte seine gewohnte Dominanz nur phasenweise auf die Platte bringen. Die Luchse verteidigten engagiert, kämpften um jeden Ball und hielten den Abstand lange konstant. Nach dem 10:17 arbeiteten sich die Gastgeberinnen zwischenzeitlich noch einmal auf 14:17 heran. Besonders Lotta Christiansen mit sechs Treffern sowie Emma Niemann übernahmen in dieser Phase Verantwortung im Angriff und sorgten gemeinsam immer wieder für wichtige Akzente.
Ein entscheidender Faktor war allerdings die Siebenmeterquote. Insgesamt gab es im Spiel 21 Strafwürfe. Während Nürtingen sechs seiner neun Versuche verwandelte, ließen die Luchse gleich fünf Siebenmeter liegen und konnten ihre sonstige Stärke von der Linie nicht nutzen. Gerade in den entscheidenden Phasen verhinderten die vergebenen Chancen eine mögliche Aufholjagd.
Am Ende setzte sich die individuelle Qualität der Gäste durch. Nürtingen gewann verdient mit 27:21 und bleibt damit mitten im Aufstiegsrennen. Die Luchse hingegen konnten trotz der Niederlage vor allem kämpferisch ein anderes Gesicht zeigen als noch zuletzt in Leipzig.
„Wir haben uns nicht abschütteln lassen und vor allem in der Abwehr sehr gut mitgehalten. Im Angriff sind wir einfach noch zu unsicher, um die Topteams der Liga wirklich zu ärgern“, resümierte Dubravko Prelcec nach Spielende.
Schon in der kommenden Woche wartet die nächste Aufgabe auf die Luchse. Am Pfingstsonntag empfangen die HL Buchholz 08-Rosengarten um 16:00 Uhr die SG 09 Kirchhof in der NordHeideHalle.
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