Eindrucksvolle Reaktion auf die erste Saisonniederlage: Die Zweitliga-Handballerinnen des HSV Solingen-Gräfrath haben am 4. Spieltag ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Vor heimischer Kulisse bezwang die Mannschaft von Cheftrainer Lars Faßbender die SG 09 Kirchhof auch in dieser Höhe völlig verdient mit 35:18 (17:8). Neben den etablierten Stützen wussten dabei vor allem die Youngster aus dem Perspektivkader sowie Neuzugang Dana Uhtes auf der Außenbahn zu glänzen.
Blitzstart und Abwehrbollwerk um Liv-Stine Eckardt
Von der ersten Sekunde an dominierte der HSV das Geschehen in der Klingenhalle nach Belieben. Angeführt von einer glänzend aufgelegten Liv-Stine Eckardt im Gehäuse, die den Gästen reihenweise Großchancen abkaufte, legte Solingen einen Traumstart hin. Über Patricia Nikolić, Sophie Pickrodt, Deborah Spatz und Nele Spengler zogen die Gastgeberinnen bis zur 6. Minute auf 5:0 davon, ehe Kirchhof der erste Treffer gelang. Auch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs ließen die Gräfratherinnen defensiv kaum etwas zu. Offensiv glänzte Patricia Nikolić aus dem rechten Rückraum mit insgesamt sechs Toren, während am Kreis Emma Schwitzer zuverlässig vollendete. Auf der Rechtsaußenposition zeigte Neuzugang Dana Uhtes, dass auf sie Verlass ist: Mit drei Toren vor dem Wechsel und insgesamt fünf Treffern füllte sie die Lücke der im Ausland weilenden Merit Müller nahtlos aus. Mit einem hochverdienten 17:8 ging es in die Kabinen.
Perspektivkader dreht auf: Steffen pariert, Vallo feiert Tor-Premiere
Nach dem Seitenwechsel hielt der HSV das Tempo unvermindert hoch. Kirchhof fand gegen das aggressive Solinger Abwehrzentrum keine Lösungen mehr. Sowohl die lange verletzte Hannah Gutzeit, als auch die erst 15-jährige Noemi Kamen sorgten zwischenzeitlich auf der Mitte für viel Betrieb und vorne setzten Spatz und Spengler die nächsten Treffer, ehe Lars Faßbender munter durchwechselte und der eigene Nachwuchs die Bühne betrat. In der 45. Minute übernahm die 16-jährige Louisa Steffen den Posten zwischen den Pfosten und knüpfte mit mehreren spektakulären Paraden nahtlos an die starke Leistung von Eckardt an. Für großen Jubel auf den Rängen sorgte anschließend Eliana Vallo: Die Nachwuchsspielerin aus dem Perspektivkader feierte ihre ersten beiden Bundesligatreffer und stellte per Doppelschlag auf 26:13 (49.) bzw. 29:14 (53.). Zusammen mit Luna Külker, die in der 58. Minute aus dem Rückraum traf, sowie weiteren Treffern von Frida Heimann und Noemi Kamen spielten die Gräfratherinnen die Partie souverän zu Ende. Emma Schwitzer setzte kurz vor dem Ende noch das 35:17, ehe Kirchhof mit der Schlusssirene zum 35:18-Endstand verkürzte. Mit nun 6:2 Punkten untermauert der HSV Solingen-Gräfrath seine Heimstärke und geht mit jeder Menge Selbstvertrauen in die nächsten Aufgaben.
Spieldaten
Spielpaarung: HSV Solingen-Gräfrath – SG 09 Kirchhof 35:18 (17:8)
Schiedsrichter: Strüder / Kijowsky
Spielfilm: 5:0 (6.), 9:3 (15.), 13:7 (22.), 17:8 (Halbzeit) | 20:10 (36.), 24:13 (46.), 29:14 (53.), 33:15 (58.), 35:18 (Endstand).




