In der Rostocker Fiete-Reder-Sporthalle erlebten die Zuschauer ein packendes Duell, in dem der HSV Solingen-Gräfrath am Ende große Moral bewies und einen hart erkämpften 26:28-Auswärtssieg feierte. Der Start in die Partie verlief für die Gäste allerdings alles andere als nach Plan. Zwar konnte Sophie Pickrodt den HSV früh in Führung bringen und das Team hielt bis zum 2:4 in der achten Minute noch die Oberhand, doch dann schlich sich zunehmend der Fehlerteufel ein. Ungenauigkeiten im Abschluss und Pech bei Pfostentreffern spielten Rostock in die Karten, während die gegnerische Torhüterin Lena Clasen zur Höchstform auflief. Die Gastgeberinnen nutzten diese Schwächephase konsequent aus und zogen über ein 10:8 bis auf 15:10 davon, was die Gräfratherinnen sichtlich unter Druck setzte.
Zwar ging es zunächst mit einem 15:13-Rückstand in die Kabine, aber der Anschluss war wiederhergestellt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb die Begegnung dennoch zäh, da Rostock den Vorsprung vorerst behauptete und bis zum 20:17 in der 39. Minute vorne lag. Doch der HSV kämpfte sich mit zunehmender Spieldauer immer leidenschaftlicher zurück in die Partie. Durch wichtige Treffer von Vanessa Brandt und Hannah Gutzeit gelang beim 20:20 schließlich der Ausgleich, der eine spannende Schlussphase einläutete.
Während Rostock zusehends die Puste ausging, behielten die Gäste kühlen Kopf. Deborah Spatz traf vom Punkt und brachte ihr Team in Führung. Sophie Pickrodt sorgte schließlich mit ihren Treffern in den Schlussminuten für die Vorentscheidung zum 25:28. Trotz einer späten Zeitstrafe gegen Luna Külker brannte nichts mehr an. Am Ende feierte Solingen einen Sieg, der aufgrund der deutlichen Leistungssteigerung in der Defensive und des unbändigen Kampfgeistes nach der schwierigen ersten Halbzeit unter dem Strich absolut verdient war.
HSV: Tor: Grewe, Eckardt: Feld: Spatz 9, Pickrodt 6, Brandt 3, Gutzeit 3, Müller 2, Spengler 2, Nikolić 2, Schwitzer 1, Külker, Bomnüter, Kujovic, Heimann.



