Das Spiel begann extrem temporeich. Den ersten Treffer der Partie erzielte Lilly Glimm für die Gäste, doch Nele Spengler glich postwendend aus. In der Anfangsphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich Torhüterin Katja Grewe früh mit starken Paraden auszeichnete.
Dennoch merkte man, warum Leipzig ganz oben steht: Die Sächsinnen nutzten eine kurze Schwächephase eiskalt aus. Über ein 10:12 (26. Minute) erspielte sich der HCL bis zur Pause eine Drei-Tore-Führung. Mit einem 12:15-Rückstand ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel erwischte Leipzig zunächst den besseren Start und erhöhte auf 12:16. Anschließend drehte der HSV auf. Angetrieben von den Fans starteten die Gräfratherinnen die Aufholjagd. Deborah Spatz, die heute einen Sahnetag erwischte, verkürzte in der 36. Minute auf 15:17.
In der 42. Minute war es dann soweit: Nele Spengler markierte vom Kreis das 18:18. Die Klingenhalle stand Kopf! Von nun an war es ein Spiel auf Messers Schneide. Jedes Tor wurde hart erkämpft, die Führung wechselte ständig.
Zehn Minuten vor Ende brachte die eingewechselte Liv-Stine Eckardt mit einer überragenden Parade gegen Wiebke Meyer zusätzliche Energie ins Spiel. Deborah Spatz brachte uns mit einem Doppelschlag zum 27:25 (55. Minute) sogar mit zwei Toren in Front. Der Sieg gegen den Spitzenreiter war greifbar!
Doch Leipzig bewies Nervenstärke. Marlene Tucholke glich in der 58. Minute zum 27:27 aus. Die letzte Minute war nichts für schwache Nerven: Zuerst scheiterte Maira Völker an der Leipziger Nationaltorhüterin Nele Kurzke, dann verpasste Deborah Spatz die erneute Führung. In den letzten Sekunden sicherte ein wichtiger Steal zumindest das hochverdiente Unentschieden.
Fazit: Ein Punkt, der sich wie ein Sieg anfühlt! Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer überragenden Moral hat der HSV dem Favoriten alles abverlangt.



