Mit einer engagierten Leistung haben sich die Handball-Luchse am letzten Spieltag der 2.Alsco Handball Bundesliga Frauen von ihren Fans verabschiedet. Das Team von Trainer Dubravko Prelcec besiegte den Bergischen HC vor 356 Zuschauern in der Nordheidehalle verdient mit 31:22 (15:9) und schob sich durch die Ergebnisse der Konkurrenz zum Saisonabschluss noch auf Tabellenplatz zwölf.
Die Gastgeberinnen legten von Beginn an den Grundstein für den Erfolg. Bereits nach 34 Sekunden erzielte Tine Hinz die 1:0-Führung. Finja Harms erhöhte wenig später auf 2:0 und entwickelte sich mit insgesamt neun Treffern zur erfolgreichsten Werferin der Partie. Die Luchse bestimmten das Geschehen von Beginn an, agierten konzentriert in der Defensive und stellten den Bergischen HC immer wieder vor große Probleme.
Hinter der starken Abwehr zeigte Anja Rossignoli in ihrem letzten Spiel für die Handball-Luchse noch einmal ihre ganze Klasse. Mit insgesamt 15 Paraden unterstrich sie eindrucksvoll, warum sie über Jahre zu den stärksten Torhüterinnen der Liga gehörte.
Über 6:1, 10:4 und 14:7 bauten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Besonders die aggressive und bewegliche Abwehrarbeit sorgte dafür, dass die Gäste kaum zu einfachen Toren kamen. Folgerichtig gingen die Luchse mit einer verdienten 15:9-Führung in die Halbzeitpause.
„Wir haben in der ersten Halbzeit eine sehr gute Abwehr gestellt und den Bergischen HC vor eine schwierige Aufgabe gestellt. Die Mannschaft hat die Vorgaben hervorragend umgesetzt und sich für ihren Einsatz belohnt“, lobte Trainer Dubravko Prelcec.
Nach dem Seitenwechsel schien die Begegnung zunächst weiter in Richtung der Gastgeberinnen zu laufen. Doch Mitte der zweiten Halbzeit schlichen sich einige Fehler ins Angriffsspiel ein. Zudem fehlte in der Defensive zeitweise die notwendige Laufbereitschaft, sodass die Gäste den Rückstand verkürzen konnten. Als Djazzmin Trabelsi in der 39. Minute auf 20:15 stellte, reagierte Prelcec mit einer Auszeit.
Die taktischen Anpassungen zeigten sofort Wirkung. Die eingewechselte Malu Sperling traf unmittelbar nach Wiederanpfiff zum wichtigen 21:15. Auch Stine Petersen war erfolgreich, sodass die Luchse wieder mehr Kontrolle über die Partie gewannen. Angeführt von Finja Harms setzte sich das Team erneut ab und ließ den Gästen keine Hoffnung mehr auf eine Wende.
Besonders in der Schlussphase übernahm Harms Verantwortung und bedankte sich mit einem Hattrick zum 27:20, 28:20 und 29:20 bei den Luchse-Fans. Der deutliche Zwischenspurt zwang BHC-Trainerin Assina Müller sogar noch einmal zu einer Auszeit.
Die letzten Minuten gehörten den Spielerinnen, die künftig neue Wege gehen werden. Prelcec brachte mit Rossignoli, Petersen, Niemann, Pieszkalla, Hinz, Hinrichs und Harms noch einmal alle Abgänge gemeinsam auf die Platte. Die Fans erhoben sich von ihren Plätzen und verabschiedeten die Spielerinnen mit langanhaltendem Applaus. Ein bewegender Moment zum Abschluss einer intensiven Saison und zugleich der Schlusspunkt einer erfolgreichen Zeit im Trikot der Handball-Luchse.
„Wir haben heute gezeigt, dass wir uns vernünftig von unseren Fans verabschieden wollten. Das ist uns gelungen. Die Mannschaft hat noch einmal alles investiert und sich diesen Sieg verdient. Gleichzeitig gratuliere ich allen Beteiligten zu einer starken Rückrunde“, sagte Prelcec nach dem Spiel.
Durch den Erfolg und die Ergebnisse der direkten Konkurrenz verbesserten sich die Handball-Luchse am letzten Spieltag noch auf Rang zwölf und schließen damit das Kapitel der Saison 2025/26 versöhnlich ab.
Geschäftsführer Sven Dubau zog nach dem Saisonende ebenfalls ein positives Fazit: „Wir sind mit einem sehr jungen und unerfahrenen Team in die Saison gestartet. Nach einer schwierigen Hinrunde mit lediglich drei Punkten haben wir eine starke Rückrunde gespielt. Mit sieben Siegen und zwei Unentschieden haben wir 16 unserer insgesamt 19 Punkte in der zweiten Saisonhälfte geholt. Das zeigt die Entwicklung der Mannschaft und macht uns optimistisch für die Zukunft.“
So endet eine schwierige, aber lehrreiche Saison für die Handball-Luchse letztlich mit einem Erfolgserlebnis, einem gelungenen Abschied vor den eigenen Fans und dem verdienten Klassenerhalt.
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