Bei den Luchsen aus Buchholz arbeiten aktuell drei Spielerinnen intensiv an ihrem Comeback: Marleen Kadenbach, Jasmina Rühl und Jule Meisner. Während das Team Woche für Woche im Spielbetrieb gefordert ist, kämpfen sie abseits der Platte in der Reha um jeden Fortschritt.
Der Weg zurück ist hart – körperlich und mental. „Es ist frustrierend, keine Frage“, sagt Jasmina Rühl. „Aber ich weiß, wofür ich das mache – und ich bleibe dran.“ Tägliche Reha, kleine Fortschritte, immer wieder Rückschläge – ein Rhythmus, der Geduld verlangt.
Genau darauf setzt auch Jule Meisner. Für sie geht es vor allem um Kontrolle und Aufbau: „Ich muss geduldig sein und meinen Fuß Schritt für Schritt wieder an die Belastung gewöhnen. Alles andere bringt nichts.“ Ein zu früher Schritt würde das Risiko nur erhöhen.
Dass dieser Prozess nicht immer planbar ist, erlebt auch Marleen Kadenbach: „Im Moment steckt einfach der Wurm drin. Es gibt Tage, da bin ich auch ratlos – aber aufgeben kommt nicht infrage.“ Ein Satz, der viel über die aktuelle Situation aussagt. Geschäftsführer Sven Dubau stellt klar, dass der Verein hinter allen drei steht: „Sie bekommen die volle Unterstützung. Wir geben ihnen bewusst die Zeit, die sie brauchen.“
Gleichzeitig verweist er auf ein strukturelles Problem: „Gerade im Frauensport sehen wir häufiger kompliziertere Verläufe. Viele medizinische Grundlagen stammen noch aus dem Männersport – der weibliche Körper wird erst seit einigen Jahren stärker berücksichtigt.“
Das deckt sich mit aktuellen Erkenntnissen: Verletzungen verlaufen bei Frauen oft anders, Reha-Prozesse müssen individueller gesteuert werden. Fortschritte brauchen Zeit – und verlaufen selten geradlinig. Für Kadenbach, Rühl und Meisner ist genau das aktuell die Realität. Einen festen Zeitpunkt für ihr Comeback gibt es nicht. Was bleibt, ist der tägliche Einsatz – und der klare Wille, zurückzukommen. Wann das sein wird, ist offen. Bei den Luchsen aber zweifelt niemand daran, dass dieser Moment kommen wird.



