Am Dienstagabend empfing der TVB Stuttgart im ersten Heimspiel des neuen Jahres den ThSV Eisenach in der Porsche-Arena. Am diesjährigen Faschingsspieltag entwickelte sich von Beginn an eine umkämpfte Partie, an deren Ende sich die WILD BOYS einen hart erkämpften 33:31-Heimsieg sicherten.
Der TVB eröffnete die Partie durch einen Treffer von Torben Matzken. In der Anfangsphase präsentierten sich die WILD BOYS konzentriert und setzten früh Akzente. Kai Häfner zeigte sich treffsicher und erzielte bereits nach sieben gespielten Minuten drei Tore, wodurch der TVB mit 5:2 in Führung lag. Die Begegnung blieb jedoch ausgeglichen. In der 19. Minute übernahm Eisenach beim Stand von 7:8 erstmals die Führung. Kai Häfner glich vom Siebenmeterstrich mit seinem fünften Treffer zum 8:8 aus. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Beim Stand von 11:9 sah sich der Trainer der Gäste in der 24. Minute zu seiner ersten Auszeit gezwungen. Kurz darauf baute der TVB den Vorsprung weiter aus: Jakob Nigg stellte in der 27. Minute auf 14:11. Kurz vor der Halbzeit legte Serradilla mit einem Dreher zum 16:13 sehenswert nach (30. Minute). Mit einer 17:14-Führung ging es in die Kabinen.
Die Gäste kamen besser aus der Halbzeitpause und setzten den TVB früh unter Druck. In der 37. Minute glich Eisenach zum 19:19 aus. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit ständig wechselnden Führungen. Max Häfner brachte den TVB in der 39. Minute mit dem Treffer zum 21:20 erneut in Führung, Simone Mengon stellte in der 44. Minute auf 23:23. Patrick Zieker verwandelte in der 49. Minute vom Siebenmeterstrich. In der Schlussphase übernahm Jakob Nigg Verantwortung: In der 55. Minute glich er zum 30:30 aus und erzielte zwei Minuten später die Führung zum 31:30. Mit großem Einsatz verteidigten die WILD BOYS den Vorsprung und feierten am Ende einen hart erkämpften 33:31-Heimsieg.
Weiter geht es für den TVB am Sontag, den 15.02.2026, auswärts in Berlin. Das nächste Heimspiel findet am 22.02.2026 gegen den TSV Hannover-Burgdorf statt. Anwurf in der Porsche-Arena ist um 16:30 Uhr. Sichere dir jetzt bereits dein Ticket unter tickets.tvbstuttgart.de!
Kai Häfner (8), Jakob Nigg (5), Simone Mengon (5), Max Häfner (4), Antonio Serradilla (4), Patrick Zieker (2), Torben Matzken (3), Ivan Šnajder (2), Lenny Rubin, Kasper Thorsen Lien, Max Heydecke, Linus Schmid, Samuel Röthlisberger, Miljan Vujović, Mateusz Kornecki.
Misha Kaufmann (TVB Stuttgart):
„Kurz nach dem Spiel fühlt es sich so an, als hätten wir uns fast dämlicher angestellt als der Gegner – wobei wir uns selbst auch nicht clever präsentiert haben. Eisenach scheitert mehrfach an technischen Fehlern und wir scheitern an Spikic. Wenn man die letzten sechs Angriffe nimmt, verwerfen wir fünf freie Bälle, dazu kommen drei Siebenmeter. Wir reden von 13, 14 klaren Chancen in der zweiten Halbzeit. Dann reden wir über eine Torhüterdifferenz von zehn Paraden, das hat dann auch Gewicht. Am Anfang hält Spikic nicht viele Bälle, aber in der zweiten Halbzeit kommt er dann aber brutal gut rein und bringt Eisenach so ins Spiel. Offensiv haben wir uns viele klare Chancen erarbeitet, kaum Notwürfe genommen und insgesamt eine gute Abschlusseffizienz gehabt. Das Spiel war bis zum Ende auf Messers Schneide und hätte in beide Richtungen kippen können. Heute waren wir am Ende der Glücklichere. Beide Mannschaften haben gekämpft und alles investiert. Die zwei Punkte tun uns gut.“
Sebastian Hinze (ThSV Eisenach):
„Glückwunsch an Stuttgart zum Sieg. In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme im Positionsangriff, vor allem in den Eins-gegen-eins-Situationen. Das Tempospiel hat uns geholfen, einige Defizite zu kompensieren. In der Abwehr hat Stuttgart uns mit einer neuen Variante und viel Druck im Übergang vor Herausforderungen gestellt, darauf haben wir erst nach und nach Lösungen gefunden. In der zweiten Halbzeit kommen wir offensiv gut ins Spiel, drehen die Partie und haben lange Phasen die Kontrolle. In den letzten Minuten machen wir dann zu viele Fehler für eine Crunchtime auswärts: technische Fehler, vergebene Würfe, falsche Entscheidungen bei Passiv. Stuttgart ist in dieser Phase konsequenter und dreht das Spiel. Das ist bitter, weil wir über weite Strecken stabil waren und immer das Gefühl hatten, im Spiel zu sein. Entscheidend waren nicht die letzten Sekunden, sondern dass wir in den letzten fünf, sechs Minuten offensiv nicht mehr unser Spiel auf die Platte gebracht haben.“
Simone Mengon:
„Das war natürlich sehr wichtig für uns und es ist ein Signal für die zweite Hälfte der Saison. Wir wollten diesen Sieg unbedingt. Am Ende machen wir uns das Leben selbst schwer, aber wir haben den Heimsieg. Also, alles gut!“



