Nachdem die Füchse Berlin sich auch in der Königsklasse mit einem 27:21-Erfolg gegen Dinamo Bucuresti aus der Winterpause zurückmeldeten und dadurch zugleich das vorzeitige Ticket für das Viertelfinale lösten, geht es nonstop weiter nach Düsseldorf. Am Sonntag um 18 Uhr ist der Gegner in der HBL dort der Bergische HC.
Das letzte Mal als die Füchse Berlin in Düsseldorf zu Gast waren, gab es einen ordentlichen Grund zu feiern. Zum Start der Saison 2024/2025 gewannen sie dort den Handball Super Cup gegen den SC Magdeburg. Im Vergleich zu damals ist der Spielort diesmal nicht der PSD Bank Dome, sondern die Mitsubishi Electric Halle. Trotzdem könnte der Spielort Düsseldorf ein gutes Omen sein, wenn der Deutsche Meister am Sonntag, 22. Februar, am 22. Spieltag zu Gast beim Bergischen HC ist, Anwurf ist um 18 Uhr. Doch das Team von Trainerduo Markus Pütz und Arnor Thor Gunnarsson ist nicht zu unterschätzen. In der laufenden Spielzeit stehen sie zwar auf Platz 16 der DAIKIN Handball-Bundesliga, aber konnten schon Teams wie dem VfL Gummersbach oder den Rhein-Neckar Löwen Zählbares abringen. Und nicht ohne Grund stehen sie im Lidl Final4 des DHB-Pokals.
Allerdings kommen auch die Füchse mit breiter Brust nach Nordrhein-Westfalen. In der Liga ist das Team von Coach Nicolej Krickau mit sechs Siegen in Folge die Mannschaft, welche die längste Siegesserie nachweisen kann. Ein Fuchs wird in diesem Aufeinandertreffen besonders motiviert sein, diese Erfolgssträhne am Laufen zu halten: Max Darj. Der Berliner Kapitän wechselte im Sommer 2022 nach fünf Jahren bei den bergischen Löwen in die Hauptstadt. Mittlerweile ist die Füchse-DNA fest in ihm verankert.
Einige Gene dieser Mentalität bekam auch BHC-Spieler Joshua Thiele vermittelt. Der Kreisläufer spielte von 2022 bis 2024 beim 1. VfL Potsdam und war somit einer der Schützlinge von Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning, der damals noch als Trainer beim Kooperationspartner agierte. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga zog es Thiele zu seinem jetzigen Arbeitgeber. Seit nun einigen Monaten kam er jedoch aufgrund einer langwierigen Verletzung nicht mehr zum Einsatz. Achten sollten die Füchse dafür auf Noah Beyer, der aktuell bei 118 Saisontoren steht und somit der beste Schütze seines Teams ist. Der Linksaußen geht im Sommer den nächsten Karriereschritt und wechselt zum HSV Hamburg. Auch zu beachten: In der Winterpause stießen Kim Voss-Fels und Fynn Hangstein zum Löwen-Kader, die den Rückraum verstärken sollen.
Auf Berliner Seite erreichte Mathias Gidsel am vergangenen Spieltag den nächsten Meilenstein. Im Spiel gegen den TVB Stuttgart gelang dem Dänen sein 200. Saisontreffer in der Bundesliga. Und auch sein Nationalmannschaftskollege Lasse Andersson zeigte sich am Donnerstag in der Machineseeker EHF Champions League mit sechs Toren gut aufgelegt. Fünf Niederlagen in Serie auf Seiten der Löwen – sechs HBL-Siege in Folge bei den Füchsen. Die Unterschiede könnten größer kaum sein. Im Hinspiel, dem ersten Spieltag der Runde, blieben die Punkte mit einem 39:27-Erfolg im Fuchsbau. Die Partie am Sonntag wird live beim Streaminganbieter DYN übertragen.
Trainer Nicolej Krickau: „Der Bergische HC hat einen Kader mit viel Potenzial. Der Zusammenhalt bei ihnen ist beeindruckend. Auch wenn es mal Ausnahmen gibt, sieht man wie sie Woche für Woche besser in ihren Spielrhythmus finden. Sie schöpfen das bestmögliche aus ihren Ressourcen. Solche Fehler wie gegen Stuttgart dürfen wir uns beim BHC nicht erlauben. Dementsprechend müssen wir trotz der Favoritenrolle mit hoher Konzentration an das Spiel herangehen.“



