Die Siegesserie des VfL Gummersbach geht weiter. Gegen die TSV Hannover-Burgdorf verbuchten die Oberbergischen in der mit 4.132 Zuschauern ausverkauften SCHWALBE arena am Samstagabend einen 33:27 (17:11)-Heimerfolg. Damit bestätigte die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson auch im ersten Bundesligaspiel nach der Länderpause ihre steile Formkurve. Den insgesamt 17. Saisonsieg ebneten die Blau-Weißen insbesondere durch eine bestechende Anfangsphase, in der sie den Gästen aus Niedersachsen keine Verschnaufpause gönnten. Mit 37:13 Punkten klettert der VfL in der Tabelle der DAIKIN HBL trotz eines Spiels weniger als die Konkurrenz am THW Kiel vorbei auf Platz vier.
Angeführt von einem von Beginn an überragenden Keeper Dominik Kuzmanović starteten die Gummersbacher stark in die Partie. Trotz eines technischen Fehlers und eines Fehlwurfs in der Anfangsphase gingen die Oberbergischen durch Tore von Teitur Einarsson, Kay Smits und Ellidi Vidarsson mit 3:0 in Führung. Neben Kuzmanović agierte auch die Abwehr aufmerksam und fing mehrere Bälle ab. Der VfL erhöhte in der siebten Minute auf 5:1, was die Gäste zur ersten Auszeit zwang. Es folgten eine Siebenmeterparade von Bertram Obling sowie ein weiterer gehaltener Ball von Kuzmanović, ehe in der elften Minute Miro Schluroff zum 6:1 traf. Während die Gummersbacher ihr eigenes Tor weiterhin vernagelten, bauten sie ihren Vorsprung bis zur 15. Minute auf sieben Treffer aus (9:2).
Die Blau-Weißen hatten ihren Kontrahenten komplett im Griff. Eine souveräne Leistung in allen Mannschaftsteilen bescherte den Hausherren in der 19. Minute eine 11:3-Führung, die bereits die zweite Auszeit der Gäste zur Folge hatte. Doch auch danach ließen die Oberbergischen nicht nach und hielten den deutlichen Abstand gegen nun etwas stärker aufkommende Hannoveraner. In der 23. Minute traf Kristjan Horžen zum 13:6, ehe Vidarsson in der 26. Minute auf 15:8 erhöhte. Die Schlussphase des ersten Durchgangs verlief ähnlich, wenngleich es der TSV gelang, den Rückstand bis zur Pause auf sechs Tore zu verkürzen (17:11).
Nach der Pause fanden die Gummersbacher zunächst nur schwer in die zweite Halbzeit, sodass der Vorsprung bis zur 34. Minute auf vier Tore schmolz (18:14) und eine Minute später sogar nur noch drei Treffer betrug (19:16). Drei Tore in Folge durch Vidarsson und Schluroff (2) brachten die Gastgeber jedoch wieder klar in Front (22:16, 38. Minute), ehe die Gäste mit zwei Treffern in Serie antworteten (22:18, 42. Minute). Nach einer weitgehend ausgeglichenen Phase ging es beim Stand von 23:19 in die Schlussviertelstunde.
In dieser bestachen die Hausherren vor allem durch effiziente Fern- und Gewaltwürfe wie beim 27:22 durch Schluroff in der 51. Minute. Auch wenn die Gummersbacher in der Abwehr die ganz souveräne Leistung aus der ersten Spielhälfte vermissen ließen, agierten sie weiterhin solide und ließen keine Spannung mehr im Spiel aufkommen. Über das 29:24 durch Mathis Häseler, den darauffolgenden Block von Tom Kiesler (54. Minute) und das Tor zum 30:24 durch Ludvig Hallbäck in der 55. Minute sorgten die Blau-Weißen für die Vorentscheidung. Für den Abschluss sorgte Smits mit dem Treffer zum 33:27-Endstand.
Seine nächste Partie bestreitet der VfL Gummersbach am Donnerstag, den 2. April, um 19 Uhr. Am 27. Spieltag der DAIKIN HBL gastieren die Oberbergischen zum Lokalderby beim Bergischen HC.
Trainerstimmen:
Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach): Ich bin zufrieden mit dem Sieg und sehr glücklich, wie wir das Spiel angefangen haben, auch wenn nicht alles top war. Wir hatten eine hohe Effektivität im Angriff, aber das lag auch daran, dass Kuzma gleich drei hundertprozentige Chancen weggenommen hat. Wir haben dann mit acht Toren geführt und es ist auch normal, dass dann ein kleiner Bruch ins Spiel kommen kann. Aber womit ich nicht zufrieden bin, ist, dass wir in der zweiten Halbzeit zu viele technische Fehler gemacht haben. Als Hannover mehr über ihre normale 6:0-Deckung gekommen ist, haben wir trotzdem versucht vor allem die Kreisläufer anzuspielen, was aber selten zum Erfolg geführt hat. Wir wissen um die Qualität von Hannover und dass sie zurückkommen, auch wenn man hoch führt. Aber ich bin nicht glücklich darüber, wie wir das heute gelöst haben. In der zweiten Halbzeit haben es dann Bertram und Miro mit seinen Würfen gut gemacht. Das war eine solide Leistung, aber in den kommenden Spielen müssen wir es noch besser machen.
Juan Carlos Pastor (TSV Hannover-Burgdorf): Glückwunsch an Gummersbach. Wir hatten einen schlechten Start in die Partie, haben viele Bälle verworfen und viele Tore kassiert. Wir lagen dann 2:10 zurück und sind erst dann aufgewacht und haben uns dem Spiel gestellt. Das kann man sich gegen Gummersbach nicht leisten. In der zweiten Halbzeit haben wir uns verbessert und sind auf drei Tore herangekommen. Wir mussten aber erst unseren Fokus wiederfinden, weil man so wie wir es getan haben, einfach nicht in ein Spiel startet. Die Gummersbacher waren viel besser als wir. Wir müssen diese Dinge wieder ansprechen und ich möchte in den kommenden Spielen wieder eine andere Mannschaft sehen. Verletzte können dabei keine Ausrede sein.



