Am Sonntagnachmittag empfing der TVB Stuttgart den amtierenden Champions League Sieger SC Magdeburg in der Porsche-Arena. Nach einem intensiven und hart umkämpften Spiel reichte es am Ende nicht zum Sieg – 26:30-Entstand.
Den ersten Treffer der Partie erzielte Kai Häfner und brachte die WILD BOYS früh in Führung. In den Anfangsminuten entwickelte sich direkt ein intensiver Schlagabtausch, bei dem beide Teams auf Augenhöhe agierten. In der 10. Spielminute erhöhte Lenny Rubin auf 5:3, ehe Torben Matzken zwei Minuten später zum 6:5 traf (12.). Kurz darauf verwandelte Kai Häfner einen Siebenmeter zur 7:6-Führung in der 13. Minute. Die Begegnung blieb weiterhin hart umkämpft. In der 18. Spielminute traf Jakob Nigg von außen zum 10:8, bevor Miljan Vujović in der 21. Minute mit einer starken Parade einen Siebenmeter hielt und so die 11:9-Führung festigte. Doch kurz vor der Halbzeit kam Magdeburg noch einmal zurück: In der 28. Minute mussten die WILD BOYS ihre Führung abgeben und gerieten mit 12:13 in Rückstand. Die Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten – Kai Häfner glich umgehend zum 13:13 aus. Mit der Halbzeitsirene setzte Kasper Lien schließlich den Schlusspunkt der ersten Hälfte und traf zum 14:14, womit es mit einem ausgeglichenen Spielstand in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste aus Magdeburg den besseren Start und gingen mit 14:15 in Führung. Doch die WILD BOYS antworteten prompt: Patrick Zieker glich zum 15:15 aus und hielt seine Mannschaft im Spiel. Die Partie blieb weiterhin intensiv, und in der 38. Spielminute verwandelte Kai Häfner einen Siebenmeter sicher zum 17:18. In der Folge gelang es dem SC Magdeburg jedoch, sich etwas abzusetzen und zwischenzeitlich eine Führung von fünf Toren herauszuspielen. Die Stuttgarter stemmten sich dagegen, und in der 49. Minute verkürzte Jakob Nigg auf 20:24. Kurz darauf sorgte Mateusz Kornecki mit einer starken Parade bei einem Siebenmeter für wichtige Impulse. Torben Matzken nutzte dies und traf in der 51. Spielminute zum 22:24. Doch Magdeburg blieb effektiv und hielt die Stuttgarter auf Distanz. Patrick Zieker verkürzte von außen auf 24:27, während die WILD BOYS in der Schlussphase alles versuchten, um noch einmal heranzukommen. In der 60. Spielminute traf Lenny Rubin zum 26:29 und setzte den letzten Akzent für den TVB. Trotz großem Kampf und Einsatz fehlte am Ende das letzte Quäntchen, sodass sich die Stuttgarter schließlich mit 26:30 geschlagen geben mussten.
Weiter geht es für den TVB auswärts am Sonntag, den 03.05.2026, nach Hamburg. Das nächste Heimspiel steigt am 07.05.2026 – dann empfängt der TVB die Rhein-Neckar Löwen in der Porsche-Arena. Anwurf ist um 19:00 Uhr. Sichere dir jetzt dein Ticket unter tickets.tvbstuttgart.de!
Lenny Rubin (8), Kai Häfner (6), Jakob Nigg (4), Patrick Zieker (3), Max Häfner (2), Torben Matzken (2), Antonio Serradilla, Ivan Šnajder, Kasper Thorsen Lien (1), Linus Schmid, Samuel Röthlisberger, Miljan Vujović, Mateusz Kornecki.
Misha Kaufmann: „Es war ein enges Spiel für mich. Wenn ich die Zahlen anschaue, Statistiken, Faktoren und Werte, die wir haben, sollte das Spiel aber eigentlich nicht eng sein, sondern Magdeburg sollte es deutlich gewinnen eigentlich. Ich finde, sie haben viele wirklich gute Chancen, lassen viele davon liegen. Darum verstehe ich die Torhüter-Statistik nicht ganz. Sie haben 12, wir nur 7 Paraden. Das ist ein bisschen paradox. Ich finde, Magdeburg war heute besser, als es das Resultat zeigt. Wir hatten eine schlechte Energie, fand ich. Trotzdem hätten wir mit zwei oder drei Toren Vorsprung vielleicht in die Halbzeit gehen könnten, dann wäre was möglich gewesen. Wir kommen dann nicht gut aus der Pause raus. Aber dieses Chancenplus an guten Chancen, was sie haben, war heute einfach viel zu hoch. Und das zeigt mir eigentlich, dass Magdeburg dann am Ende höher gewinnen muss. Was uns im Spiel hält, ist, dass wir das Spiel gut verschleppen. Das hat nicht damit zu tun, dass ich nicht gerne schnell spielen würden, aber wenn du keinen Kreisläufer zur Verfügung hast, der ist mit Max Heydecke ausgeschieden, und beide Mengon-Brüder ausfallen, dann fehlen dir irgendwann auch die Alternativen. Wir mussten heute mit vier Spielern im Rückraum durchspielen, das macht es uns verdammt schwierig. Und deswegen ist es eher für mich, dass ich vielleicht taktisch da einen Fehler gemacht habe, weil meine Mannschaft in der zweiten Halbzeit einfach irgendwann platt war und das sehe ich mehr als mein Fehler als ihr Fehler. Glückwunsch an Magdeburg, das war verdient.“
Bennet Wiegert: „Ich muss kein Geheimnis draus machen, dass wir super erleichtert sind. Es war sicherlich für uns alle, den gesamten Verein, keine einfache Woche. Die Jungs haben das aber gut angenommen, vielleicht sogar leichter als der ein oder andere Außenstehende oder der Staff. Ich fand, die Lockerheit ist nicht flöten gegangen und die ist in solchen Situationen wirklich wichtig. Wir wussten, wie anspruchsvoll das hier heute wird. Wir haben schon wahrgenommen, welche Ergebnisse Stuttgart in letzter Zeit geliefert hat. Und selbst bei den Unentschieden hatte ich immer das Gefühl in der Analyse, dass sie eigentlich mehr verdient hätten. Dann geht’s manchmal im Sport leider nicht um verdient oder unverdient. Dementsprechend ist das richtige Wort, was wir heute fühlen, vielleicht Erleichterung. Verbunden mit Freude, hier bestanden zu haben, die Geduld gehabt zu haben. Es ist sehr anspruchsvoll, was Stuttgart da auffährt, um zu verteidigen. Ich weiß, was der Plan war, das Tempo so ein bisschen verschleppen. Wir wollten das Tempo aber hochhalten. Sieht man dann auch in der Anzahl der Tempospieltore. Ich glaube, das ist 14:1. Ich kann das absolut nachvollziehen. Ich weiß das auch sehr gut einzuschätzen, was natürlich der Ausfall von Simone für Stuttgart bedeutet. Das war ganz sicher kein Nachteil für uns. Ob das jetzt ein Vorteil war, weiß ich auch nicht. Im Ganzen freue ich mich unheimlich, freue mich aber auch für die Mannschaft. Ich hoffe, die freut sich genauso über wichtige Punkte für unser Ziel in der Handball-Bundesliga.“
Samuel Röthlisberger: „Am Ende ist Magdeburg einfach ruhig geblieben, hat seinen Stiefel runtergespielt und durchgezogen. Wir machen in der zweiten Halbzeit dagegen ein paar Fehler – vorne wie hinten. Das sind dann wahrscheinlich auch die kleinen Unterschiede, die das Spiel heute in diese Richtung gedreht haben.“


