Am Donnerstagabend empfing der TVB Stuttgart die Rhein-Neckar Löwen zum Baden-Württemberg-Derby in der Porsche-Arena. Nach einem intensiven Spiel mussten sich die WILD BOYS am Ende mit 26:32 geschlagen geben.
Kai Häfner eröffnete das Derby mit dem frühen 1:0 für die WILD BOYS. In der Anfangsphase scheiterten die WILD BOYS jedoch mehrfach am stark aufgelegten David Späth, der weitere Treffer verhinderte. Dennoch entwickelte sich früh eine intensive und ausgeglichene Partie. In der zehnten Spielminute verkürzte Linus Schmid auf 3:5, ehe Patrick Zieker in der 17. Minute zum 6:8 traf. Auch danach blieb die Begegnung hart umkämpft. Nach einer Parade von Jorick Pol schalteten die WILD BOYS schnell um und Ivan Šnajder traf per Gegenstoß in der 21. Minute zum 9:10-Anschluss. Wenig später erzielte Lenny Rubin mit dem Treffer zum 10:11 in der 24. Minute seinen 1000. Treffer in der DAIKIN HBL. Kurz vor der Halbzeit brachte schließlich Max Häfner die WILD BOYS mit einem sehenswerten Unterarmwurf zum 14:13 in Führung (30. Spielminute). Mit der knappen Führung ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start und fanden immer mehr ins Spiel. Dennoch brachte Max Häfner die WILD BOYS wieder mit 15:14 in Führung. In der 34. Spielminute ging das Spiel dann wieder in Richtung der Gäste, die sich zunehmend absetzen konnten. Torben Matzken traf in der 44. Minute zum 18:20, ehe Max Heydecke wenig später vom Kreis auf 19:22 stellte (46. Spielminute). Die Löwen spielten ihre Angriffe konsequent aus, während die WILD BOYS zu viele Chancen ungenutzt ließen. Patrick Zieker brachte sein Team in der 49. Minute noch einmal auf 20:24 heran, doch der Rückstand blieb bestehen. Auch Lenny Rubin sorgte mit seinem Treffer zum 23:27 in der 55. Spielminute nochmals für ein Lebenszeichen. Am Ende waren die Rhein-Neckar Löwen jedoch nicht mehr zu stoppen. Patrick Zieker erzielte kurz vor Schluss noch das 26:32, ehe Mateusz Kornecki mit einer Parade den letzten Akzent setzte. Somit endete die Partie mit 26:32.
Weiter geht es zuhause am Sonntag, den 24.05.2026, dann empfängt der TVB die SG Flensburg-Handewitt in der Porsche-Arena. Anwurf ist um 16:30 Uhr. Sichere dir jetzt dein Ticket unter tickets.tvbstuttgart.de!
Lenny Rubin (6), Max Häfner (5), Kai Häfner (4), Patrick Zieker (4), Torben Matzken (2), Max Heydecke (2), Ivan Šnajder (1), Jakob Nigg (1), Linus Schmid (1), Samuel Röthlisberger, Kasper Thorsen Lien, Antonio Serradilla, Samuel Kynast, Jorick Pol, Mateusz Kornecki.
Stimmen zum Spiel
Mischa Kaufmann:
„Ich bin dieses Mal tiefenentspannt. Wir schauen auf die Faktorenwerte – also die Chancen, die wir kreieren, und die Chancen, die der Gegner bekommt. Und dort sehe ich eine klare Chancenmehrheit auf unserer Seite: klare Winkel, gute Gegenstöße, Penalties, freie Durchbrüche. Dieses Spiel kann man zehnmal spielen – neunmal gewinnen wir es. Der einzige entscheidende Faktor heute waren 14 Paraden von David Späth in der zweiten Halbzeit. Er nimmt uns fünf Penalties weg, unsere rechten Flügel kommen auf eine Quote von 1:8 – das ist extrem ungewöhnlich für uns. Dieses Resultat können wir nicht kontrollieren, wohl aber das, was wir uns erarbeiten. Und das, was die Jungs heute mit den zur Verfügung stehenden Mitteln geleistet haben, war ein Riesenkampf. Für mich geht das Endergebnis deutlich zu hoch aus. Erfolg bedeutet nicht, das Resultat zu lesen. Erfolg bedeutet, die richtigen Erkenntnisse mitzunehmen, die helfen, Spiele so zu gestalten. Und darin hatten wir heute einen enormen Mehrwert. Wenn wir so auftreten, werden noch einige Punkte auf unser Konto kommen.“
Maik Machulla:
„Wie man sich vorstellen kann, sind wir mit einem Auswärtssieg in Stuttgart extrem zufrieden. Es ist niemals einfach, hier zu spielen – aufgrund der Spielweise und der hohen Emotionalität. Wir haben dagegen eine sehr hohe Bereitschaft gezeigt. Wir sind gut ins Spiel gestartet, haben früh auf drei Tore weggezogen, doch dann haben wir im Angriff zu unstrukturiert gespielt und wollten zu viel mit der ersten Aktion lösen. Stuttgart hat das gut verteidigt, und so sind wir mit einem Rückstand in die Halbzeit gegangen – das war völlig unnötig. In der zweiten Halbzeit war es ein Kampf auf Augenhöhe. Dann haben wir uns auf vier, fünf, sechs Tore abgesetzt – maßgeblich dank David Späth. Wenn du einen Torhüter hast, der am Ende mit 19 Paraden vom Feld geht, kannst du dir in der zweiten Halbzeit auch einen Acht-Tore-Vorsprung erarbeiten. Man sieht, wie gut die Jungs Handball spielen können, wenn die Lockerheit da ist – aber es war ein harter Weg. David hat diesem Spiel am Ende seinen Stempel aufgedrückt.“
Max Heydecke: „In der ersten Halbzeit haben wir am Anfang drei, vier Würfe, sind aber für mich die bessere Mannschaft und spielen es eigentlich klar und gut zu Ende. Wir kämpfen uns dann gut zurück und gehen in die Halbzeit mit plus eins. In der zweiten Hälfte schaffen wir es einfach nicht, an David Späth vorbeizukommen, der hat das Tor vernagelt. Uns hat dann manchmal auch die Ruhe ein bisschen gefehlt.“
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