Am Donnerstagabend empfing der TVB Stuttgart den Rekordmeister THW Kiel in der Porsche-Arena. Mit einer starken Teamleistung und großem Kampfgeist setzten sich die WILD BOYS am Ende mit 32:27 durch und zähmten die Zebras vor heimischer Kulisse.
Den ersten Treffer des Abends erzielte Kai Häfner in der ausverkauften Porsche-Arena und brachte den TVB mit 1:0 in Führung. In der 6. Minute traf Kai Häfner erneut – diesmal per Siebenmeter zum 3:3-Ausgleich. Kurz darauf musste Marco Mengon in der 7. Minute für zwei Minuten auf die Bank. Kiel nutzte die Überzahl eiskalt und zog mit fünf Treffern in Folge bis zur 11. Minute auf 3:8 davon. Stuttgart kämpfte sich jedoch zurück: Die WILD BOYS verkürzten mit einem Drei-Tore-Lauf bis zur 19. Minute auf 7:8. Beim Stand von 8:11 nahm der Kieler Trainer in der 21. Minute die erste Auszeit der Partie. In der 24. Minute traf Jakob Nigg nach einem Anspiel an den Kreis zum 10:11-Anschluss. Kurz vor der Pause setzte Simone Mengon noch ein Highlight, ließ seinen Gegenspieler stehen und verkürzte in der 28. Minute auf 13:15. Mit einem Spielstand von 14:16 ging es schließlich in die Kabinen der Porsche-Arena.
Nach dem Seitenwechsel fanden die Gäste zunächst besser ins Spiel, doch die WILD BOYS blieben dran. In der 35. Minute trafen sowohl Kai Häfner als auch Jakob Nigg und stellten beim Stand von 16:17 den Anschluss her. Nur wenige Minuten später sorgte Marco Mengon in der 39. Minute für den Ausgleich zum 18:18. Die Partie kippte nun zugunsten der Stuttgarter: In der 42. Minute erzielte Ivan Šnajder mit dem 20:19 die erste Führung für den TVB seit der 3. Spielminute. Die Mengon-Brüder legten direkt nach und bauten den Vorsprung bis zur 44. Minute auf 22:20 aus. Die WILD BOYS kamen nun immer besser in Fahrt und setzten sich weiter ab. In der 52. Minute erhöhte Kai Häfner auf 28:21 und sorgte damit für eine Sieben-Tore-Führung. Stuttgart spielte sich in einen echten Lauf und blieb auch in der Schlussphase treffsicher. Patrick Zieker traf in der 54. Minute von außen zum 31:23. Am Ende stand ein souveräner 32:27-Heimsieg für den TVB – und damit bereits der dritte Heimsieg in Folge.
Weiter geht es für den TVB am Sonntag, den 15.03.2026, auswärts in Leipzig. Das nächste Heimspiel findet am 29.03.2026 gegen die TBV Lemgo Lippe statt. Anwurf in der Porsche-Arena ist um 16:30 Uhr. Sichere dir jetzt dein Ticket unter tickets.tvbstuttgart.de!
Kai Häfner (10), Jakob Nigg (7), Simone Mengon (7), Marco Mengon (3), Patrick Zieker (2), Ivan Šnajder (2), Max Häfner (1), Torben Matzken, Antonio Serradilla, Kasper Thorsen Lien, Max Heydecke, Linus Schmid, Lenny Rubin, Miljan Vujović, Mateusz Kornecki.
„Geschichtsträchtiger Tag für den TVB“
Misha Kaufmann: „Geschichtsträchtig für den TVB Stuttgart. Für uns war es unabhängig davon, wer auf der anderen Seite stand – es war Kiel, und es ist der erste Sieg nach 23 Spielen. Auch wir hatten in dieser Saison mit vielen Verletzten und kranken Spielern zu kämpfen. Wir sind mit Marco Mengon aus der zweiten Liga und Linus Schmid, der diese Liga noch nie gespielt hat, gestartet. Mit zwei jungen Spielern im Innenblock zu beginnen, erfordert Mut. Zu Beginn hat man gemerkt, dass wir noch etwas mit den Nachwirkungen aus dem Spiel in Minden zu kämpfen hatten. Doch je länger das Spiel dauerte, desto mehr haben wir uns hineingekämpft. Genau dieses Gesicht möchte ich von der Mannschaft sehen – unabhängig vom Ergebnis. Fokus auf die Arbeit und auf unsere Entwicklung. Wir wissen, welche Mentalität wir wollen und mit welcher Intensität wir arbeiten möchten. Da möchten wir gerne weiter machen. Natürlich tut so ein Sieg der Mannschaft, dem Umfeld und dem gesamten Verein gut.“
Filip Jicha: „Glückwunsch an Stuttgart zu zwei verdienten Punkten. Sie haben sich den Sieg in der zweiten Halbzeit klar erkämpft. Wir hatten mit Verletzten und kranken Spielern zu kämpfen und haben vor 48 Stunden noch gespielt – das soll keine Ausrede sein. Entscheidend ist, wie wir die zweite Halbzeit aus der Hand gegeben haben und wie wenig Gegenwehr wir gezeigt haben. Das ist frustrierend und ist definitiv nicht in Ordnung. Wir wussten, wie Stuttgart in der Abwehr agiert und wie wir sie attackieren wollten, sind aber immer wieder in ihre Aktionen gelaufen. Unser bester Rückraumspieler war heute der 19-jährige Rasmus Ankermann, der viele gute und kluge Aktionen hatte. Trotzdem schmerzt diese zweite Halbzeit sehr. Wir starten nach der Pause eigentlich gut, gewinnen zwei Bälle, treffen aber den Siebenmeter nicht und kommen anschließend in eine Phase, in der uns das Spiel komplett entgleitet. Das ist sehr frustrierend. Stuttgart hat sich diesen Sieg in der zweiten Halbzeit verdient.“
Kai Häfner: „Ich glaube, wenn man gesehen hat, wie wir Spieler und auch die ganze Halle nach dem Schlusspfiff vor Freude in den Armen lagen, dann war das schon etwas absolut Besonderes. Der TVB hat es noch nie geschafft, gegen Kiel zu gewinnen. Wir sind nicht ganz so gut ins Spiel gekommen, und trotzdem war das, glaube ich, eine sehr beeindruckende zweite Halbzeit von uns. Es fühlt sich gut an, zu gewinnen.“



