Beim HSG Premium Cup im Euregium in Nordhorn haben die Füchse Berlin zwar das Finale gegen den FC Barcelona mit 35:39 (17:24) verloren, nachdem am Vortag aber bereits PSG gegenüberstand, konnte Trainer Nicolej Krickau einige Erkenntnisse auf Champions-League-Niveau erhalten.
Es war nicht nur die Wiederauflage des Vorjahresfinales des HSG Premium Cups, sondern auch des Endspiels beim TruckScout24 EHF FINAL4, bei dem Barça den Füchsen die Krone Europas in der Machineseeker EHF Champions League im Juni knapp wegschnappte. Im Euregium in Nordhorn verloren die Berliner an diesem Sonntag gegen den FC Barcelona das Endspiel mit 35:39 (17:24). Wie 2025 war es also Platz zwei beim Vorbereitungsturnier hinter den Katalanen. Bester Werfer war mit 14 Toren Mathias Gidsel gefolgt von Tobias Grøndahl (sieben). Am Vortag testete der Deutsche Pokalsieger gegen Paris Saint-Germain, also ebenfalls einen Club, der in der EHF Champions League auflaufen wird.
Mathias Gidsel eröffnete das Endspiel gegen den FC Barcelona mit seinem Treffer zum 1:0 für die Füchse Berlin. Während es eine ausgeglichene Ausgangsphase war, konnte Lasse Ludwig im Tor der Deutschen nach sechs Minuten beim Gegenstoß durch Daniel Fernandez zur Stelle sein und verhinderte ein frühes Minus drei. Stattdessen verkürzte Tobias Grøndahl für die Füchse. Insgesamt war die Neuauflage des Vorjahresfinals direkt von viel Tempo geprägt. Doch die Katalanen um den Bald-Berliner Dika Mem setzten sich immer mehr durch und zogen doch auf sieben Tore davon. Bis zur Halbzeit konnte sich unter anderem auch Leo Prantner in die Torschützenliste eintragen und Lauro Pichiri bekam einige Spielpraxis in der Defensive, dennoch ging es mit einem deutlichen 17:24-Rückstand in die Pause.
Wieder war es indes Gidsel, der in einem Durchgang der erste Torschütze war, doch Barcelona hatte nach wie vor die Oberhand auf der Anzeigetafel. Nach einer schönen Kombination verkürzte Matthes Langhoff auf 21:27 (37.). Auch Füchse-Torhüter Andreas Palicka konnte erneut seine Akzente setzen, später brillierte sein Kollege Ludwig bei einer Siebenmeter-Parade. Zum Ende der Partie durfte dann auch Jungfuchs Julian Kusche im Rückraum Einsatzzeit sammeln, drehte einen Ball sehenswert aus spitzem Winkel ins Netz. Eine Viertelstunde vor dem Schluss verkürzte Gidsel noch einmal auf Minus drei, es sollte Spannung aufkommen, auch nach dem Einnetzen Frederik Simaks. Das Momentum sollte aber nicht auf die Seite des Hauptstadt-Clubs schlagen, sodass nach 60 Minuten ein 35:39 zu Buche stand. Nichtsdestotrotz war es ein guter zweiter Spielabschnitt.
Bevor am kommenden Samstag, 22. August, mit dem Rexel Super Cup die Saison offiziell beginnt, steht noch ein letztes Testspiel für die Füchse Berlin auf dem Programm. Am Mittwoch, 19. August, geht es zum Champions-League-Teilnehmer GOG. Anwurf in Dänemark ist um 19 Uhr.
Trainer Nicolej Krickau: „Wir hatten zwei qualitativ hochwertige Spiele mit sehr guten Gegnern. Barça hat gezeigt, welche Fähigkeiten sie haben. Wir hatten vor dem Spiel ein paar Pläne, was wir probieren möchten. Das haben wir gemacht und damit bin ich auch zufrieden. Trotzdem waren wir nicht gut im Rücklauf und in der Abwehr in der ersten Halbzeit. Dennoch war der Test von großem Wert und wir haben die Antworten bekommen, die wir haben wollten. Nun freuen wir uns auf die letzte Vorbereitungswoche mit dem Testspiel bei GOG und dann dem Saisonstart beim Rexel Super Cup.“




