Am Sonntagnachmittag empfing der TVB Stuttgart den TBV Lemgo Lippe in der Porsche-Arena. Nach einem intensiven und hart umkämpften Spiel reichte es am Ende nicht zum Sieg – 32:32-Unentschieden.
Den ersten Treffer des Nachmittags erzielte Max Häfner vor ausverkaufter Porsche-Arena und brachte die Stuttgarter mit 1:0 in Führung. Kurz darauf legte Max gleich noch einen Treffer nach – 2:0. In der 9. Minute verwandelte Kai Häfner einen Siebenmeter zur 4:3-Führung für die Schwaben. Die Partie blieb umkämpft: Jakob Nigg traf wenig später von außen zum 5:4. In Spielminute 17 konnte Torben Matzken auf 6:6 stellen. Es entwickelte sich ein spannendes Hin und Her, bei dem die Führung mehrfach wechselte. In der 24. Minute sorgte Lenny Rubin für den 11:11-Ausgleich und brachte die WILD BOYS nur eine Minute später mit einem langen Pass ins leere Tor auf 13:11 in Front. Kurz vor der Pause setzte Rubin noch einen Freiwurf in letzter Sekunde erfolgreich um. Somit ging es mit einem Spielstand von 16:14 in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel setzte Jakob Nigg direkt den ersten Akzent und erhöhte auf 17:14. Kurz darauf legte Serradilla per Konter in der 33. Spielminute das 19:15 für die WILD BOYS nach. Die Stuttgarter kamen nun immer besser in Fahrt und bauten ihre Führung bis zur 35. Minute auf fünf Tore aus – 21:16. In der 43. Minute tankte sich Simone Mengon stark durch und stellte auf 25:21. Die WILD BOYS behaupteten ihre Führung zunächst weitestgehend, so war es Torben Matzken, der die Führung in der 46. Minute per Unterarmwurf weiter ausbauen konnte. In der Folge übernahm Kai Häfner Verantwortung und erzielte die nächsten drei Treffer für die Stuttgarter, die in der 51. Minute mit 29:25 vorne lagen. Doch der TBV Lemgo Lippe gab sich nicht geschlagen und kämpfte sich erneut heran. In der 57. Minute war die Partie beim Stand von 31:29 wieder offen. Am Ende müssen sich die Stuttgarter nach hartem Kampf mit einem 32:32 begnügen.
Weiter geht es für den TVB mit zwei Auswärtsspielen: Am Donnerstag, den 02.04.2026, geht es nach Wetzlar, bevor am Sonntag, den 12.04.2026, das Duell mit dem Bergischen HC ansteht. Das nächste Heimspiel steigt am 26.04.2026 – dann empfängt der TVB den SC Magdeburg in der Porsche-Arena. Anwurf ist um 16:30 Uhr. Sichere dir jetzt dein Ticket unter tickets.tvbstuttgart.de!
Lenny Rubin (9), Kai Häfner (8), Max Häfner (4), Torben Matzken (4), Jakob Nigg (3), Simone Mengon (2), Patrick Zieker (1), Antonio Serradilla (1), Ivan Šnajder, Kasper Thorsen Lien, Max Heydecke, Linus Schmid, Samuel Röthlisberger, Miljan Vujović, Mateusz Kornecki.
Stimmen zum Spiel
Misha Kaufmann: „Für mich waren wir heute die bessere Mannschaft. Wir schaffen es aber nicht, dieses Spiel in trockene Tücher zu bringen. Am Ende stellen wir uns in den letzten fünf Minuten ein bisschen selbst ein Bein mit technischen Fehlern, bei denen wir zu überhastet agieren, Bälle verlieren oder sie dem Gegner direkt in die Hände spielen. Da machen wir es uns unnötig schwer. Irgendwie ziehen sich die vielen Unentschieden durch unsere Saison. Wir tun uns schwer, solche Spiele über die vollen 60 Minuten souverän nach Hause zu bringen. Trotzdem finde ich, dass wir über weite Strecken einen sehr, sehr guten und abgeklärten Handball gespielt haben – das zeigt auch der Spielverlauf. Jetzt müssen wir daran arbeiten, die Crunchtime noch etwas cooler zu spielen. Dann wäre das heute, denke ich, auch ein Sieg gewesen.“
Florian Kehrmann: „Es war ein heißer Fight. Zwei Mannschaften, die sehr intensiv um jede kleine Ecke in der Porsche Arena gekämpft haben. Wir haben in der ersten Halbzeit eine gute Abwehr gestellt, hatten dann aber eine Phase, in der wir ein, zwei Fehler gemacht haben. Dadurch geben wir ein bisschen das Heft des Handelns aus der Hand. Dann hatten wir wieder Momente, in denen wir ihnen zu viel Kontrolle überlassen und immer ein Stück hinterherlaufen. Anfang der zweiten Halbzeit gibt es eine Phase, in der das Spiel beim Stand von 21:16 relativ schnell hätte weggehen können. Dann schaffen wir es aber wieder, auf drei Tore heranzukommen. In der Schlussphase, glaube ich, helfen uns viele Automatismen – gerade auch im 7-gegen-6. Wir haben es dann geschafft, Stuttgart zu Fehlern zu zwingen, sodass wir nicht nur hinterherlaufen, sondern selbst Druck erzeugen. Am Ende passt dann vieles zusammen, sodass wir den Punkt noch mitnehmen. Wir wussten, dass es hier eine sehr schwere Aufgabe wird. Ich glaube, Stuttgart hat sich mit vielen Spielern, die stark im Eins-gegen-eins sind, sehr gut entwickelt. Deshalb bin ich stolz, dass wir einen Punkt mitnehmen konnten.“
Lenny Rubin: „Ich würde es auch eher als Punktverlust betiteln. Ich glaube, wir sind das ganze Spiel vorne, sind in meinen Augen 59 Minuten und 50 Sekunden die bessere Mannschaft und belohnen uns dann nicht, weil wir in der Crunchtime vorne zu viele Fehler machen, die uns nicht passieren dürfen. Sonst würden wir das Spiel relativ souverän nach Hause bringen. Lemgo hat aber auch gezeigt, dass sie eine Top-Mannschaft sind, die nie aufsteckt und immer weitermacht. Am Ende machen sie dann den Ausgleich. Wir sind schon enttäuscht, dass wir die zwei Punkte nicht hier behalten haben.“



