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Nächster Top-Klub wartet: HSG Wetzlar reist zum THW Kiel

Nach der starken Leistung und dem Punktgewinn gegen Flensburg sind die Mittelhessen nun auswärts bei einem weiteren Schwergewicht der Liga gefordert.

Gleich zu Beginn der neuen Saison geht es in der Handball-Bundesliga Schlag auf Schlag. Nach dem Auftaktspieltag steht für die Teams direkt eine Englische Woche auf dem Programm. Die HSG Wetzlar tritt an diesem Mittwoch (19 Uhr) beim THW Kiel an – nach der SG Flensburg-Handewitt am vergangenen Samstag wartet auf die Mittelhessen also das nächste Top-Team aus dem hohen Norden.

Die aktuelle Lage

Ohne Zweifel hat das 33:33 zum Auftakt gegen einen der Meisterschaftskandidaten allen grün-weißen Fans viel Freude bereitet. Auch Trainer Momir Ilic war „sehr zufrieden“ mit dem Auftritt seines Teams und dem Punktgewinn, der zweifelsohne der neu formierten Mannschaft Selbstvertrauen gegeben hat. Aber der 43-Jährige hat auch noch einiges an Steigerungspotenzial gesehen. Deswegen hielt sich der Coach auch nicht lange mit diesem tollen Ergebnis zum Start auf, sondern schaute schnell „wie wir uns weiter verbessern können“. Ilic wird nicht müde zu betonen: „Vor uns liegt ein Marathon.“

Die Aufgabe in Kiel ist für die Grün-Weißen noch einmal anspruchsvoller als die gegen Flensburg. Denn die Qualität des Gegners ist ebenso groß und die Partie findet auswärts statt. 88 Tage nach ihrem letzten Pflichtspiel vor eigenem Publikum werden die „Zebras“ bei ihrem ersten Auftritt in dieser Saison in der Wunderino Arena hochmotiviert sein. Nachdem sie im Supercup eine bärenstarke Leistung gezeigt hatten und nur im Siebenmeterwerfen den Füchsen Berlin unterlagen, sicherten sie sich am vergangenen Donnerstag beim 31:29 in Erlangen die ersten Punkte in dieser Runde. Frei von Personalsorgen sind die Kieler nicht. Hinter dem Einsatz von Neuzugang Veron Nacinovic (Schulterprobleme) und Rechtsaußen Lukas Zerbe (Sprunggelenk) stehen Fragezeichen, die beiden Langzeitverletzten Hendrik Pekeler und Gonzalo Perez de Vargas fehlen auf jeden Fall. Die Qualität im Kader des deutschen Rekordmeisters bleibt aber dennoch groß. Stark in Form war zuletzt vor allem Mittelmann Elias Ellefsen á Skipagøtu, der sich mehr und mehr zum Unterschiedsspieler aufschwingt.

Die personelle Situation bei der HSG Wetzlar

Auch wenn es bei Dominik Mappes nach dessen vorzeitigem Aus gegen Flensburg Entwarnung gab und eine schwerwiegende Fußverletzung durch ein MRT ausgeschlossen werden konnte, so ist es nach derzeitigem Stand fraglich, ob der Spielmacher am Mittwochabend auf dem Feld stehen kann. Der 30-Jährige tut zwar gemeinsam mit der medizinischen Abteilung alles, um mitwirken zu können. Doch womöglich reicht die Zeit nicht aus. Weil zudem noch kein Ersatzmann für den am Kreuzband verletzten Torhüter Bart Ravensbergen verpflichtet wurde, reist Hendrik Pantel mit nach Kiel, wo er sich bestens auskennt. Der Niederländer hütete in der vergangenen Saison das Tor der U19 des THW. 

Das sagt Wetzlars Trainer Momir Ilic

„Für uns ist es bekanntermaßen ein schwieriger Auftakt. Wir haben qualitativ hochwertige Gegner, müssen weit reisen und haben wenig Zeit zwischen den Spielen. Aber darauf konnten wir uns ja vorbereiten. Der THW Kiel ist auf einem Level mit Magdeburg, Berlin und Flensburg und hat Chancen auf die Meisterschaft. Sie haben sich meines Erachtens im Tempospiel noch einmal gesteigert, haben bekanntermaßen viele Spieler, die aus zehn Metern Tore werfen können und zwischen den Pfosten einen Andreas Wolff, über den ich nicht viele Worte verlieren muss. Wie ich das aber auch schon vor unserer Auftaktpartie gegen Flensburg gesagt habe, tun wir gut daran, wenn wir vordringlich auf uns schauen und gucken, wie wir uns weiter verbessern und noch bessere Leistungen bringen können.“

So kann man das Spiel sehen

Der Streamingdienst Dyn überträgt am Mittwoch ab 18.45 Uhr live aus der Wunderino Arena. Kommentiert wird die Begegnung von Gari Paubandt. Hier geht es zur Übertragung: Dyn – THW Kiel – HSG Wetzlar | Daikin Handball-Bundesliga | 2025/26 

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