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Nach der heftigen Heimpleite gegen Balingen gastiert der ThSV Eisenach am Montag bei der HSG Wetzlar

„Wir haben eine 24-Stunden-Regel. In diesem Zeitraum können wir frustriert sein, danach muss sich der Blick nach vorn richten“, erläutert Justin Kurch, Kreisspieler des ThSV Eisenach. Nach der 27:36-Heimpleite gegen Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten war ob der eigenen Leistung die Frustration extrem groß. „Wir haben das Spiel am Freitag aufgearbeitet, dann den Fokus auf die Partie am Montag gerichtet“, erklärt ThSV-Cheftrainer Sebastian Hinze. Die Wartburgstädter gastieren am Montag,07.09.2026 um 19.00 Uhr zum hessisch-thüringischen Nachbarschaftsvergleich bei der HSG Wetzlar (Buderus Arena, Wolfgang-Kühle-Straße 1). Tickets (Sitz- und Stehplätze) sind an der Tageskasse erhältlich. 

Sebastian Hinze wird den gleichen Kader wie an den ersten beiden Spieltagen aufbieten. „Wir brauchen eine stabile Deckung und eine konzentrierte Leistung über 60 Minuten“, lautet die klare Ansage von Sebastian Hinze. Er charakterisiert den montäglichen Gastgeber als „physisch starke Mannschaft, mit starken Transfers, als Team mit breitem Kader“. Als Gastgeber stehe die HSG Wetzlar mächtig unter Erfolgsdruck, verweist Justin Kurch auf die Ausgangslage. „Bei uns herrschen Angespanntheit und Vorfreude auf ein cooles Spiel“, blickt Justin Kurch auf den Montagabend. 

Personeller Umbruch bei der HSG Wetzlar

 Nach dem Fast-Abstieg in der Vorsaison drehte sich bei der HSG Wetzlar das Personalkarussell. Gleich 11 Spieler sagten Tschüss, schlossen sich anderen Vereinen an, darunter die Leistungsträger Philipp Ahouanso (TVB Stuttgart), Andreas Palicka (Füchse Berlin) und Stefan Cavor (RD Slovan Ljubljana). Auch der Ex-Eisenacher Filip Vistorop steht nicht mehr im Kader. Acht Spieler heuerten neu bei den Mittelhessen an. Ein erneuter personeller Umbruch ist zu stemmen. Der Däne Nikolaj Laeslo und der türkische Nationalspieler Doruk Pehlivan sollen im linken Rückraum die großen Fußstapfen von Top-Torjäger Philipp Ahounso ausfüllen. Im Tor ist der von der MT Melsungen gekommene Ungar Lazlo Bartucz gefordert. 

ThSV-Kapitän Peter Walz: Jedes Bundesligaspiel ist für uns extrem wichtig!

„Ein Aufeinandertreffen von zwei Teams, die beide ihr erstes Heimspiel gegen einen Aufsteiger verloren haben. Beide hatten sich sicherlich mehr ausgerechnet, sind enttäuscht“, blickt Runar Sigtryggsson, der Coach der HSG Wetzlar, auf den Montagabend. Sein Team unterlag am ersten Spieltag der SG Bietigheim 33:35. „Wir waren der Favorit, hatten viel Druck auf dem Kessel“, fügt der Isländer, in der Saison 2004/2005 als Spieler und als Spielertrainer beim ThSV Eisenach, hinzu. Das Auswärtsspiel beim TBV Lemgo Lippe beendeten die Mittelhessenmit mit einer 27:31-Niederlage. Die HSG Wetzlar und der ThSV Eisenach haben 0:4 Punkte auf dem Konto. „Der ThSV Eisenach bot in Flensburg eine Top-Performance, dem folgte ein überraschender Einbruch im Heimspiel“, so Runar Sigtryggsson. „Wir fahren nach Wetzlar, um beide Punkte mitzunehmen“, betonen Justin Kurch und sein Kapitän Peter Walz. „Ganz viel Emotionen von Beginn, wie beim Auswärtsspiel in Flensburg“, fordert Justin Kurch von allen seiner Mitspieler. „Vorn deutlich weniger Fehler als gegen Balingen, hinten den Laden besser zusammenhalten“, hofft der 27-Jährige. Peter Walz rechnet mit einem Spiel auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten entscheiden. Von einem Schlüsselspiel will der „Commisario“ nichts hören. „Egal wie die Ausgangslage ist, jedes Bundesliga-Spiel ist extrem wichtig für uns, die wir von Beginn um den Klassenerhalt kämpfen“, betont Peter Walz. In einem Testspiel bezwang der ThSV Eisenach während der Saisonvorbereitung in der Hörselberghalle Wutha-Farnroda 38:33 (20:19). „Wir haben uns ein paar Sequenzen angeschaut“, berichtet Peter Walz. 

Personelle Fragezeichen bei den Mittelhessen

Der Eisenacher Kapitän hat noch ungute Erinnerungen an den letzten Auftritt in Wetzlar. Kurz vor Weihnachten 2025 bestimmte der ThSV Eisenach die erste Halbzeit, spielte geduldig, schloss konsequent ab und ging mit einer 15:12-Führung in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel zerfielen die Wartburgstädter regelrecht in ihre Einzelteile, ließen sich von Wetzlars Regiespieler Dominik Mappes in Serie debütieren, der seine persönliche Ausbeute auf 13 Treffer aufstockte. Dominik Mappes legte im Sommer auf eigenem Wunsch seine Spielführerbinde ab. „Für unser Angriffsspiel ist er ungemein wichtig“, betont Runar Sigtryggsson. Aufgrund von Rückenbeschwerden ist sein Einsatz am Montag unwahrscheinlich. Seine Rolle dürfte, wie beim Auswärtsspiel in Lemgo, der vom TV Hüttenberg gekommene Paul Kompenhans übernehmen.  Aufgrund eines Bauchmuskelrisses wird Kreisspieler Josip Simic fehlen. Der Rückraumlinke Jona Schoch wird nach einem Cut am Auge aber wieder dabei sein, trainierte am Samstag mit. „Wir wissen, was auf uns zukommt“, lässt Runar Sigtryggsson wissen. 

Gian Attenhofer: Mehr Körpersprache, mehr Focus!

„Wir brauchen 10 Prozent mehr Körpersprache, 10 Prozent mehr Focus“, so ThSV-Außen Gian Attenhofer. „Wir müssen die uns sonst auszeichnenden Tugenden Energie, Zusammenhalt und Aggressivität auf die Platte bringen, um erfolgreich zu sein“, ergänzt Spielgestalter Felix Aellen. „Wenn wir vorn weniger Fehler machen, kommt die Abwehr vielleicht in einen Flow, stoppt die Gastgeber“, hofft Justin Kurch.

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