32. Spieltag in der DAIKIN Handball-Bundesliga: Die MT Melsungen ist zu Gast beim SC DHfK Leipzig. Anwurf ist am Donnerstag um 19 Uhr.
Die Begegnung des nordhessischen Handball-Bundesligisten beim Tabellenschlusslicht wird live übertragen beim Streamingdienst Dyn. Die Ausgangslage ist schnell beschrieben: Die Leipziger benötigen jeden Punkt im Abstiegskampf, für die MT geht es im Saisonendspurt um den sechsten Tabellenplatz, der womöglich zur Teilnahme an der European League in der kommenden Saison berechtigt.
Für Aaron Mensing steht deshalb fest: „Leipzig muss. Die werden Vollgas geben. Aber das werden wir auch.“ Der MT-Rückraumspieler dürfte nach seiner Zehn-Tore-Gala zuletzt gegen Eisenach ohnehin mit breiter Brust die kommenden Aufgaben angehen. Nach langer Zwangspause wegen einer gerissenen Achillessehne und einer Operation am Sprunggelenk stieg der 28-Jährige erst Anfang März in die Saison ein. Er sei sehr zufrieden, „wie ich seitdem wieder reingefunden habe“.
Sportosteopathie bei Rehamed
Kurzum: Aaron fühlt sich gut. Großen Anteil an der Genesung hat MT-Partner REHAmed System Seifert in Kassel. Dort absolvierte der Rückraumlinke einen wichtigen Teil seiner Reha, zudem begleitet ihn Rehamed seit der Fuß-Operation Ende 2025 intensiv. Dabei spiele nicht nur klassische Physiotherapie eine Rolle, erklärt Sascha Seifert, Osteopath, Heilpraktiker, Physiotherapeut und therapeutischer Leiter von Rehamed. Seifert spricht von Sportosteopathie.
Nicht nur Aaron lässt sich regelmäßig behandeln. Mehrere MT-Profis nutzen das osteopathische Angebot. Seifert nennt es die Montagstermine, weil immer an diesem Tag die Handballer in seine Praxis kämen, um ihre Körper inspizieren zu lassen. In den vergangenen zehn Jahren habe die Osteopathie speziell im Profisport an Bedeutung gewonnen, sagt Seifert. Der gesamte Körper werde als funktionelle Einheit betrachtet, es handele sich um eine ganzheitliche Betreuung. Ernährung, mentale Aspekte – all das fließe mit ein.
Dabei denkt Seifert nicht nur an die Regeneration von Spielern, die es übler erwischt hat. Der Experte empfiehlt allen Profisportlern osteopathische Ansätze: „Wer sich regelmäßig behandeln lässt, beugt Schäden vor und unterstützt die eigene Belastbarkeit.“
In Aarons Fall mit Achillessehnenriss plus beschädigtes Sprunggelenk sehe die Sache spezieller aus. Nach solchen Verletzungen nehme der Sportler häufig Schonhaltungen ein, es entstünden muskuläre Ausweichmuster. Dadurch könne der gesamte Bewegungsapparat beeinflusst werden – „Verletzungen wie bei Aaron in der unteren Statik dürfen nie isoliert betrachtet werden“, sagt Seifert. Ziel der Behandlung sei es, Beweglichkeit, Stabilität und Zusammenspiel im gesamten Körper zu optimieren.
Und gerade für Profihandballer „ist dieses Zusammenspiel entscheidend, um wieder auf Topniveau spielen zu können“. Aaron Mensing jedenfalls tut die Zusammenarbeit mit Rehamed sehr gut: „Ich habe endlich wieder das Gefühl, dass ich mit vollem Einsatz spielen kann.“ Der Handballer ist bereit für den Endspurt. Und im besten Fall zeigt er nun in Leipzig das gleiche Niveau wie zuletzt gegen Eisenach.
Hintergrund
Sportosteopathie ist ein spezialisierter Bereich der Osteopathie, der gezielt auf die Anforderungen von Leistungs- und Profisportlern abgestimmt ist. Dabei geht es nicht nur um die Behandlung akuter Beschwerden oder Verletzungen. Im Fokus steht der gesamte Körper mit seinen Muskelketten und Spannungsverhältnissen. Ziel der Sportosteopathie ist es, Beweglichkeit, Stabilität, Regeneration und die Effizienz von Bewegungsabläufen zu verbessern. Gerade im Handball mit hohen Belastungen durch Sprünge, Richtungswechsel, Würfe und intensive Zweikämpfe nimmt das Zusammenspiel des gesamten Körpers eine entscheidende Rolle ein. Viele Profisportler nutzen osteopathische Behandlungen deshalb auch präventiv und leistungsorientiert als festen Bestandteil ihres körperlichen Managements.
Bilanz MT – SC DHfK Leipzig
20 HBL-Spiele, davon 13 Siege MT, 6 Siege SC DHfK, 1 Remis
4 DHB-Spiele, davon 3 Siege MT, 1 Sieg SC DHfK
Letzter Vergleich:
10.10.25, HBL, MT – Leipzig 34:25
Schiedsrichter in Leipzig: Leon Bärmann (Landau in der Pfalz) / Nico Bärmann (Lampertheim). Spielaufsicht: Stefan Schneider.
Infos zum Gegner: www.scdhfk-handball.de
Spielort: QUARTERBACK Immobilien Arena in Leipzig
Live: Die Übertragung bei Dyn beginnt um 18.45 Uhr.
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