Nächstes Erfolgserlebnis in Hamburg
European-League-Sieger MT Melsungen hat eine weitere Testspielaufgabe erfolgreich abgeschlossen. Im Duell zweier Teams aus der Opel HBL gewannen die Nordhessen beim HSV Hamburg mit 35:30 (15:19).
Das Duell bei den Hansestädtern führte Melsungen in das Trainingszentrum am Volkspark, nur einen Ballwurf von der Barclays Arena entfernt, in der den Nordhessen mit dem European-League-Sieg vor etwas mehr als zwei Monaten der bislang größte sportliche Erfolg gelang. Die Erinnerungen schienen gegen den Bundesliga-Konkurrenten eine besondere Motivation zu liefern.
Für die Mannschaft von Trainer Robert Garcia Parrondo war es das zweite Freundschaftsspiel binnen 72 Stunden. Erst am Samstag hatte die MT eine Vorbereitungspartie beim VfL Eintracht Hagen erfolgreich bestritten. Zwei Duelle unter Wettkampfbedingungen in kurzer Zeit – Parrondo wollte dabei vor allem zwei Dinge sehen: mentale Bereitschaft und maximalen Fokus.
Die vollständige Konzentration ließ die MT-Sieben in den Anfangsminuten allerdings noch etwas vermissen. Gegen den Vorjahreszehnten der Handball-Bundesliga erwischte Melsungen keinen guten Start und geriet schnell mit 1:4 in Rückstand. Der HSVH drückte merklich auf das Tempo und präsentierte sich gerade im Umschaltspiel als starker Gegner.
Erst die Hereinnahme von Olle Forsell Schefvert belebte den Angriff der Gäste und die erfolgreichen Durchbrüche des Schweden brachten der MT das 5:7 (7.) und 7:11 (15.). Auch Jugendspieler Luca Witzel trug sich nach einem Tempogegenstoß mit seinem ersten Treffer für die Profis in die Torschützenliste ein.
Besonders in den Fokus spielte sich am Montag aber der junge Rückraumakteur Reynir Thor Stefansson. Der Isländer stellte mit einem Dreierpack auf 11:13. Zwei Paraden von Kristof Palascis und die MT war beim 15:15-Ausgleich von Kreisläufer Ruben Marchant im Spiel angekommen. Umso ärgerlicher, dass nach einer MT-Unterzahl die Hausherren ihre Führung wieder auf 19:15 zur Pause ausbauten.
Für den zweiten Durchgang hatte sich Melsungen in der Abwehr viel vorgenommen, das war direkt zu spüren. Vor dem eingewechselten Nebojsa Simic im Kasten, der das Team unermüdlich antrieb, schlossen Forsell Schefvert und Adrian Sipos jetzt das Deckungszentrum. Vorne wirbelte weiter Stefansson und nach einer Parade von Simic markierte Johannes Golla den 26:26-Ausgleich.
Auf die nun verdiente Führung musste die MT allerdings noch einen Augenblick warten. Erst in der 42. Minute warf Simic, aus dem eigenen Siebenmeterraum, seine Rot-Weißen mit 30:29 in Front. Kurze Zeit später zeigte sich Luca Sigrist wacher als sein Gegenspieler: Der erfolgreiche Steal brachte das 31:29 (43.). Mit seinem neunten Treffer des Tages zum 35:30 setzte der starke Stefansson den Schlusspunkt und sorgte dafür, dass die MT erneut mit einem guten Gefühl aus Hamburg zurückreiste.
MT-Torschützen: Simic 1; Marchan 3, Altena 1, Kristopans 2, Ignatow 3/1, Witzel 1, Stefansson 9/2, Forsell Schefvert 3, Sigrist 5, Mensing 1, Duketis 1, Golla 5.



