„Wir starten auf einem anderen Niveau als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.“
Nachgefragt bei Stephan Seitz, Rückraum-Rechter des ThSV Eisenach
Die ersten zwei Trainingswochen, die ersten zwei Testspiele liegen hinter dem ThSV Eisenach. Wie blicken Sie auf diese zwei Wochen?
Wir merken, wir starten auf einem anderen Niveau als im Sommer des Vorjahres. Alles funktioniert schneller, weil ein Großteil der Mannschaft zusammengeblieben ist. Wir haben nur eine Woche gebraucht, um uns zu finden. Und das auf einem guten Niveau. Die zwei Testspielsiege, das 38:33 über Ligakonkurrent HSG Wetzlar und das 39:23 über Zweitligist HSC Coburg, dürfen wir natürlich nicht überbewerten. In allen Mannschaften passiert bis zum Punktspielstart noch viel.
Wo lagen die Trainingsschwerpunkte?
Wir haben an der Abwehr und im Angriff gearbeitet, beispielsweise an breiten Kreisläufersituationen. Wir sind dabei, das Abwehrsystem aus der Vorsaison zu verfeinern, noch besser zu praktizieren.
Woran muss besonders gearbeitet werden?
Im ersten Testspiel waren Abstimmungsprobleme in der Abwehr zu sehen, fehlte die Aggressivität. Gegen Coburg war das schon besser. Insbesondere in der zweiten Halbzeit. Wir haben clever verteidigt, erzielten Ballgewinne, zwangen die Coburger zu technischen Fehlern. Die zweiten 30 Minuten gingen mit 23:9 an uns. Wir werden weiter intensiv arbeiten, um uns weiter zu verbessern.
Sie haben eine Super-Saison hingelegt, landeten auch im erweiterten Kader der deutschen Nationalmannschaft. Hat der Bundestrainer mal wieder angerufen?
Nein. Über dieses Thema mache ich mir auch keine Gedanken. Mein Fokus richtet sich auf den ThSV Eisenach. Wir wollen gut in die Saison starten. Der Spielplan hält gleich wichtige Duelle bereit, die wir unbedingt gewinnen wollen.
Mit Maarten Elwert ist ein junger Linkshänder aus der 2. Mannschaft aufgerückt. Dem stehen Sie sicherlich zur Seite?
Ich versuche ihm ab und zu einen Tipp zu geben, wen mir mal etwas auffällt. Er hängt sich voll rein. Großer Respekt meinerseits für ihn. Er ist gerade einmal zwei Wochen bei den Profis dabei und macht das schon richtig gut.
Th. Levknecht




