Die Mittelhessen gewinnen das erste Testspiel der Wintervorbereitung gegen den TV Großwallstadt mit 39:35.
Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hat das erste Testspiel der Wintervorbereitung gewonnen. Am Mittwochabend schlugen die Mittelhessen in der Sporthalle Dutenhofen den Zweitligisten TV Großwallstadt mit 39:35 (22:17). Die Partie fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
„Das war ein guter Test“, sagte Trainer Runar Sigtryggsson nach den torreichen 60 Minuten. Gut war er vor allem deswegen, weil der seit Mitte Dezember im Amt befindliche Coach viele Erkenntnisse sammelte.
Die Wetzlarer mussten auf ihre vier Nationalspieler Anadin Suljakovic, Josip Simic, Ahmed Nafea und Stefan Cavor verzichten, die bei Kontinentalmeisterschaften im Einsatz sind. Außerdem fehlten verletzt Niklas Theiß (Schambeinentzündung) und Tizian Weimer (Muskelfaserriss). Aufgrund der Not an Linkshändern wirkte schon in den vergangenen Tagen im Training der Ex-Hüttenberger Tristan Kirschner mit. Der 23-Jährige, der im vergangenen Sommer seine Karriere wegen seines Medizinstudiums unterbrochen hatte, kam auch gegen Großwallstadt zum Einsatz und avancierte mit zwölf Treffern gleich zum besten Torschützen der Partie. Auch Linksaußen Finn Metzler aus der eigenen U23 stand im Kader der Grün-Weißen, die zu Beginn auf die neu einstudierte 5:1-Abwehrformation setzten und damit gleich einige Ballverluste des Zweitligisten provozierten, die sie in Tempogegenstoßtore ummünzten. „Diese 5:1-Abwehr war Licht und Schatten. Aber ich habe gesehen, an welchen Stellen wir noch schrauben müssen. Einige Spieler haben das in der Deckung schon gut umgesetzt, andere benötigen noch ein paar Korrekturen“, so Sigtryggsson, der von seinen Schützlingen ganz grundsätzlich mehr Geschwindigkeit fordert. Und die Gastgeber versuchten den Wunsch ihres Trainers auch umzusetzen. 9:5 führte die HSG nach elf Minuten, beim 15:10 (22.) betrug der Vorsprung erstmals fünf Treffer, was auch zur Pause bei 22:17 Bestand hatte.
Die erste Viertelstunde des zweiten Durchgangs war geprägt von hohem Tempo auf beiden Seiten. Die Abwehrreihen kamen hüben wie drüben nur selten zur Geltung. Bis zur 43. Minute setzte sich die HSG auf 33:24 ab. Zwar riss bei den Hausherren in der Offensive in der Folge etwas der Faden, so dass Großwallstadt bis auf 31:35 (51.) herankam. Doch die Wetzlarer legten noch einmal nach und entschieden das Duell mit einem 4:0-Lauf zum 39:31 (56.) für sich. Was dann nicht mehr gelang, war der 40. Treffer. „Ich glaube, das lag daran, dass der Torschütze zwei Kisten Bier zahlen muss. Also haben manche schlicht verweigert“, scherzte Sigtryggsson.
Schon am Samstag steht für die Mittelhessen der nächste Test an. Um 19.30 Uhr treten die Wetzlarer in Kreuztal beim Zweitligisten TuS Ferndorf an.
Wetzlar: Pantel (ab 46.), Hendawy – Grahovac, Vistorop (1), Kirschner (12/4), Metzler, Mappes (7/2), Ahouansou (10), Akakpo (3), Schoch (3), Weimer, Müller, Löwen (1), Zacharias (2).
Großwallstadt: Nowottny (17. bis 46.), Hanemann – Klenk (2), Gempp (4), Eisenträger (3/2), Meddeb (3), Klimpke (1), Redkyn (1), Wullenweber (5), Battermann (10), Horner (2), Skaamaes (1), Zimmer, Schalles (2/1), Buchinger (1).
Schiedsrichter: Köppl/Regner (Frankfurt/Nieder-Olm) – Zeitstrafen: 8:0 Minuten


