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HSG Wetzlar will den zweiten Sieg in Serie

von HSG Wetzlar
22. November 2024
in 1. Bundesliga Männer
HSG Wetzlar will den zweiten Sieg in Serie

HSG Wetzlar 24/25 - Foto: Franziska Müller/Mediashots/HSG Wetzlar

Am Montagabend (Anpfiff: 19 Uhr/live bei Dyn) steht für die HSG Wetzlar ein wichtiges Heimspiel in der Handball-Bundesliga an. Gegen den 1. VfL Potsdam wollen die Mittelhessen den zweiten Sieg in Folge erringen, um sich im Abstiegskampf etwas Luft zu verschaffen. Doch auch wenn der Aufsteiger aus Brandenburg noch keinen Punkt auf seinem Konto hat, so wissen alle bei den Grün-Weißen, dass die Aufgabe alles andere als einfach ist. Umso mehr bauen die Domstädter auf die Unterstützung der Zuschauer.

Die Ausgangslage

Der 25:22-Triumph am vergangenen Sonntag beim HC Erlangen sorgte bei der HSG Wetzlar für Erleichterung. Wichtig war nicht nur der Erfolg an sich, sondern auch die Art und Weise, wie der dritte Saisonsieg zu Stande kam. „In der Summe der einzelnen Parameter war das unsere bislang beste Saisonleistung“, erklärte Trainer Frank Carstens. Mit den einzelnen Parametern meint der Coach die statistischen Werte, die er pro Spiel für Angriff und Abwehr erfasst – unter anderem Wurfeffektivität, technische Fehler, Ballgewinne. „Wir waren sehr stabil“, freute sich Carstens über die Punkte fünf und sechs in dieser Runde. 

Selbstverständlich weiß der 53-Jährige aber auch, dass es gerade im Angriff in einigen Situationen noch deutliches Steigerungspotenzial gibt. Deswegen lag der Fokus in dieser Trainingswoche auch wieder auf der Offensive. Zumal es gegen die Potsdamer entscheidend darauf ankommen wird, deren Abwehr zu knacken. Denn die Defensive ist der Trumpf des Aufsteigers. In neun Partien haben die Brandenburger 250 Gegentreffer kassiert. Das ist der mit Abstand beste Wert der Teams im Tabellenkeller und nur unwesentlich schwächer als etwa der SC Magdeburg mit seinen 246 Gegentoren in neun Spielen. 

„Jeder Gegner hat bislang so seine Sorgen mit der Potsdamer Deckung“, weiß Carstens. Dass der letztjährige Zweitliga-Meister noch immer keinen Punkt auf seinem Konto hat liegt also beileibe nicht an der Abwehr, sondern viel mehr am eigenen Angriff. Hier hakt es. Mit nur 23,55 Treffern pro Partie liegen die Potsdamer in der Wertung der erzielten Tore auf dem letzten Platz. Trotz allem: In einigen Partien war der Neuling, der zum ersten Mal in der Klubgeschichte in der ersten Liga spielt, nah dran am Punktgewinn oder sogar am Sieg. Etwa beim 26:28 zum Auftakt gegen Bietigheim. Oder beim 30:31 gegen den HSV. Oder beim 26:28 gegen Gummersbach. Bei der 23:27-Niederlage in Kiel war die Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic lange Zeit ebenbürtig, teilweise sogar besser, unterlag aber, weil Andreas Wolff im THW-Kasten in der zweiten Hälfte etliche Chancen stark parierte. Deswegen hebt Frank Carstens auch warnend den Zeigefinger: „Wir werden hart arbeiten müssen, um dieses Spiel zu gewinnen.“ 

Die Ticketsituation

Bis Freitagmittag waren 3100 Tickets abgesetzt. „Wir bauen wieder auf die Unterstützung der Fans und hoffen, dass einige sich noch kurzfristig entscheiden, am Montag in die Buderus Arena zu kommen. Denn diese Spiele gegen direkte Konkurrenten sind für uns sportlich überaus wichtig. Hier brauchen wir ganz besonders den Support von den Rängen, um gemeinsam die Punkte in Wetzlar zu behalten“, sagt HSG-Geschäftsleiter Tim Talhoff. Es gibt noch genügend Sitz- und Stehplatzkarten, die entweder online, in der Geschäftsstelle in der Buderus Arena oder an der Abendkasse (ab 17.30 Uhr) erworben werden können.  

Die personelle Lage bei der HSG Wetzlar

Zsolt Krakovszki, der in Erlangen wegen einer Weisheitszahn-Operation ausfiel, ist Mitte der Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und wird dabei sein. Auf Philipp Ahouansou müssen die Wetzlarer noch verzichten. 

Das sagt Trainer Frank Carstens:

„Es ist wichtig, dass wir das, was wir in Erlangen begonnen haben, fortsetzen. Da war es vor allem die Defensive, die uns Sicherheit gegeben hat. Das brauchen wir auch am Montag. Gut wäre es, wenn wir Ballgewinne nutzen, um schnell ins Angriffsspiel zu kommen. Denn die Deckung der Potsdamer ist sehr gut. Dazu haben sie drei hervorragende Torhüter. Viele Spieler des VfL sind noch nicht so bekannt in der Bundesliga, deswegen ist die Vorbereitung auf die Individualtaktik für uns wichtig. Wir wissen um die Gefährlichkeit unserer Situation. Wie stabil wir aber in Erlangen aufgetreten sind, gibt mir viel Zuversicht für das Spiel am Montag. Wir wollen das positive Erlebnis bestätigen und zum ersten Mal in dieser Saison einen zweiten Sieg in Folge feiern.“    

So kann man die Partie im Stream sehen

Dyn überträgt die Partie live aus der Buderus Arena ab 18.45 Uhr. Als Kommentatoren sind Florian Schmidt-Sommerfeld und Stefan Kretzschmar, als Moderatorin Lea Rostek vor Ort.  Den Stream kann man hier buchen.

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