Nach einem Horrorstart kämpft sich die HSG Wetzlar bei der MT Melsungen imposant zurück, verliert aber mit 32:33.
Die HSG Wetzlar hat am Sonntag ein tolles Hessenderby in der Handball-Bundesliga abgeliefert und steht am Ende doch mit leeren Händen da. Die Mittelhessen unterlagen bei der MT Melsungen mit 32:33 (18:22). Doch die Leistung sollte Mut für die kommenden Wochen machen.
Der Spielverlauf
Die Grün-Weißen, die nicht nur auf Dominik Mappes (im Aufbautraining), sondern auch auf den mindestens bis Jahresende ausfallenden Niklas Theiß (Schambeinentzündung) verzichten mussten, erwischten einen denkbar schlechten Start und lagen nach zehn Minuten mit 3:9 zurück. Doch im Anschluss zeigte das Team eine starke Reaktion und kämpfte sich imposant zurück. Justin Müller gefiel als Regisseur, Philipp Ahouansou als Torschütze und die Deckung fand endlich Zugriff. Der Lohn: In der 22. Minute erzielte Lion Zacharias per Tempogegenstoß das 14:14. Die 100 mitgereisten Fans jubelten lautstark und rauften sich wenig später die Haare, dass den Grün-Weißen in der Folge wieder ein paar Fehler zu viel unterliefen. Zudem war bis zum Pausenpfiff jeder Wurf der Hausherren ein Treffer. Also lag die HSG zur Halbzeit wieder mit vier Toren zurück (18:22).
Nach dem Seitenwechsel machten sich die Gäste das Leben zunächst weiter selbst schwer. Zwar standen sie gut in der Deckung, doch sie belohnten sich im Angriff nicht. Fast fünf Minuten warfen beide Teams keinen Treffer, erst Melsungens Mohamed Darmoul beendete die Flaute und brachte seine Mannschaft mit fünf Treffern in Front. Dieser Abstand blieb bis zum 25:20 (41.) bestehen, ehe Justin Müller auf Seiten der Grün-Weißen wieder das Kommando übernahm. Der HSG-Mittelmann war nicht zu stoppen. Entweder traf er selbst oder setzte seine Nebenleute gekonnt in Szene. Beim 29:30 (54.) durch Josip Simic waren die Mittelhessen wieder voll im Spiel. Doch die Partie kippte nicht mehr vollends. Die MT Melsungen zog den Kopf immer wieder aus der Schlinge, legte stets zwei Treffer vor und jubelte am Ende über den doch etwas glücklichen Sieg.
Das sagt Trainer Momir Ilic
„Das war eine sehr starke Vorstellung von uns. In den ersten zehn Minuten lief nicht viel zusammen, doch es war beeindruckend, wie wir zurückgekommen sind. Ich bin stolz auf das, was meine Jungs heute gezeigt haben. Wir gehen unseren Weg weiter. Ich zähle auf unsere Fans am Mittwoch zu Hause gegen Hannover.“
Der Ausblick
Schon am Mittwoch steht das nächste Heimspiel für die HSG Wetzlar an. Um 20 Uhr empfangen die Mittelhessen die TSV Hannover-Burgdorf. Es gibt noch Sitz- und Stehplatzkarten. Die sind entweder online unter tickets.hsg-wetzlar.de oder auf der HSG-Geschäftsstelle in der Buderus Arena erhältlich.
Das Stenogramm
Melsungen: Palasics (2 Paraden), Bartucz (22. bis 51./2 Paraden) – Marchan (1), Enderleit (4), Mandic (3), Sipos(1), Kristopans (4), Ignatow, Drosten (7/7), Kulesh (2), Arnarsson (3), Forsell Schefvert (1), Eickhoff, Darmoul (4), Kastening (3), Ntanzi.
Wetzlar: Suljakovic (bis 12. und bei einem Siebenmeter), Hendawy (4 Paraden) – Grahovac, Vistorop (1), Simic (4), Ahouansou (6), Akakpo (2), Schoch (2), Weimer, Müller (8), Löwen, Zacharias (3), Cavor (5), Nafea.
Schiedsrichter: Kern/Kuschel (Bellheim/Kandel) – Zuschauer: 4131 – Zeitstrafen: 2:6 Minuten.



