Nach dem zuletzt guten Auftritt zu Hause wollen sich die Mittelhessen auch im schwierigen Auswärtsspiel beim VfL Gummersbach gut präsentieren.
Für die HSG Wetzlar steht am Samstagabend (20 Uhr) eine höchst knifflige Auswärtsaufgabe an. Es gibt aktuell kaum eine schwierigere Aufgabe in der Handball-Bundesliga, als gegen den VfL Gummersbach anzutreten. Die Oberbergischen sind die Mannschaft der Stunde und präsentieren sich in bestechender Form. Beim Tabellenvierten geht es deswegen für die nach wie vor auf einem Abstiegsplatz stehenden Mittelhessen vor allem darum, den Blick auf die eigene Entwicklung zu richten: Im Saisonendspurt zählt insbesondere Konstanz.
Die aktuelle Lage bei der HSG Wetzlar
Die Leistung im jüngsten Heimspiel gegen den TVB Stuttgart (31:31) machte wieder Mut. Nach dem zuvor schwachen Auftritt bei den Rhein-Neckar Löwen zeigte die Mannschaft eine deutlich verbesserte Körpersprache und erkämpfte sich verdient einen Punkt. Vor allem in der Offensive überzeugten die Grün-Weißen mit einem sehr variablen, kreativen Spiel.
Genau an diese Leistung gilt es nun anzuknüpfen. Im Endspurt der Saison steht für die HSG Wetzlar vor allem im Fokus, endlich Konstanz in das eigene Spiel zu bringen – sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Ziel ist es, die bisherigen Leistungsschwankungen zu minimieren und ein stabiles Niveau zu etablieren, auf das die Mannschaft im weiteren Verlauf des Abstiegskampfes bauen kann. „Wenn wir immer wieder anfangen müssen, an den Grundelementen zu feilen, dann wird es noch schwieriger für uns als es ohnehin schon ist“, sagt Trainer Rúnar Sigtryggsson. „Wichtig ist, dass wir die Stabilität, die wir gegen Stuttgart gezeigt haben, nicht wieder einreißen. Natürlich würde ich am liebsten aus Gummersbach zwei Punkte mitnehmen. Aber das ist derzeit unglaublich schwierig. Deswegen wünsche ich mir, dass wir zumindest mit einem guten Gefühl aus dem Spiel gehen“, erklärt Michael Allendorf, der Geschäftsführer Sport der HSG Wetzlar.
Der Gegner: VfL Gummersbach
Der VfL Gummersbach ist aktuell das formstärkste Team der Liga. Neun Siege in Serie sprechen eine deutliche Sprache und haben die Mannschaft in eine hervorragende Ausgangsposition für den Saisonendspurt gebracht. Sogar die Qualifikation für die Champions League ist inzwischen ein realistisches Ziel. „Denen geht gerade alles leicht von der Hand“, weiß Sigtryggsson.
Die Stärke der Gummersbacher liegt in ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit. Offensiv verfügen sie über durchsetzungsstarke Eins-gegen-eins-Spieler, gleichzeitig aber auch über große Wurfgefahr aus dem Rückraum. Unter anderem durch Spieler wie Miro Schluroff und Julian Köster.
Diese Mischung macht den Altmeister extrem schwer ausrechenbar. Hinzu kommt eine stabile Defensive sowie ein ausgeprägtes Selbstverständnis, das sich die Mannschaft durch ihre Siegesserie erarbeitet hat.
Die personelle Situation bei der HSG Wetzlar
Im Vergleich zum Heimspiel gegen den TVB Stuttgart hat sich personell nichts verändert. Alle Spieler, die zuletzt im Kader standen, sind auch für die Partie in Gummersbach einsatzbereit.
Das sagt Wetzlars Trainer Rúnar Sigtryggsson
„Wir haben höchsten Respekt vor der Aufgabe. Jeder weiß, welchen Lauf die Gummersbacher haben. Für uns geht es darum, dass wir nach dem Gummersbach-Spiel nicht wieder von vorne anfangen müssen, wie wir das nach der Partie bei den Rhein-Neckar Löwen haben tun müssen. Gummersbach hat einen enorm guten Fluss im Spiel. Sie sind mit Magdeburg zusammen die Mannschaft der Stunde in der Liga.“
So kann man die Partie sehen
Der Streamingdienst Dyn überträgt die Partie ab 19:45 Uhr live und auf Abruf aus der Schwalbe-Arena. Hier kann man die Übertragung buchen: https://www.dyn.sport/event/VfL_Gummersbach_HSG_Wetzlar_101282



