Die Mittelhessen bezwingen beim Linden Cup den Schweizer Erstligisten Pfadi Winterthur mit 37:33
Die HSG Wetzlar hat beim Linden-Cup auch ihr zweites Spiel gewonnen. Nach dem 35:30 am Dienstag gegen den TV Hüttenberg setzte sich der mittelhessische Handball-Bundesligist am Donnerstagabend gegen den Schweizer Erstligisten Pfadi Winterthur mit 37:33 (18:13) durch.
Wetzlars Trainer Rúnar Sigtryggsson setzte im gesamten ersten Durchgang fast ausschließlich auf Akteure, die im Derby gegen Hüttenberg entweder gar nicht oder nur sehr kurz zum Einsatz kamen. Einzig Ahmed Nafea auf Linksaußen und abwechselnd die Spielmacher Dominik Mappes sowie Paul Kompenhans standen sowohl am Dienstag als auch zwei Tage später gegen Winterthur auf dem Feld.
Zu Beginn lief es wie am Schnürchen für die HSG, die den letztjährigen Hauptrunden-Dritten der Schweizer Elite-Liga förmlich überrannte. Mit seinem vierten Tagestreffer erzielte Linkshänder Tomas Piroch in der elften Minute das 9:4. Als Jona Schoch zum 15:9 traf (23.) lagen sechs Tore zwischen den beiden Kontrahenten.
„Ich war mit unserer Anfangsphase sehr zufrieden. Leider haben wir es nicht geschafft, mit dieser Konsequenz weiter zu spielen. Daran müssen wir arbeiten“, sagte Rúnar Sigtryggsson, der Anfang der zweiten Hälfte zunächst zufrieden feststellen konnte, dass sein Team nach der Fünf-Tore-Halbzeitführung beim 23:16 (39.) auf sieben Treffer enteilt war. Der aber sauer war, dass sich seine Schützlinge binnen 130 Sekunden vier Gegentreffer in Folge einhandelten, so dass Pfadi Winterthur bis auf 20:23 herankam. Der Vize-Pokalsieger der Schweiz witterte wieder seine Chance und erinnerte sich an den Vorabend, als er gegen Coburg einen 11:16-Pausenrückstand noch in einen Sieg umgewandelt hatte. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir nicht mehr so in die Bredouille gekommen wären“, sagte Sigtryggsson, der im Laufe der zweiten Hälfte auch Niklas Theiß, Tristan Kirschner, Nikolaj Laeso, Josip Simic und Petter Overby einsetzte.
Immerhin beendeten die Wetzlarer ihre Schwächephase schnell und verschafften sich beim 27:21 in der 46. Minute wieder einen Vorsprung von sechs Treffern, den sie dann in der Schlussphase auch nicht mehr hergaben.
Am Samstag steht um 20 Uhr für die HSG Wetzlar das letzte Spiel des Turniers gegen den Zweitligisten HSC 2000 Coburg an.
Wetzlar: Ravensbergen, Bartucz (1. bis 15. und ab 45.) – Kirschner (2), Mappes (5), Theiß (3), Simic (2), Overby (1), Piroch (5), Pehlivan (3), Akakpo (3), Schoch (1), Laeso (1), Löwen, Kompenhans (5), Nafea (6/3).




