Der Deutsche Meister hat vor über 4200 Zuschauern in der Buderus Arena leichtes Spiel und gewinnt 41:27
Mit einem Frusterlebnis ist die HSG Wetzlar in die Restrunde der Handball-Bundesliga gestartet. Die Mittelhessen unterlagen am Mittwochabend vor 4211 Zuschauern in der Buderus Arena gegen den Deutschen Meister Füchse Berlin mit 27:41 (13:21).
Der Spielverlauf
Die Partie verlief zu Beginn noch ausgeglichen. Im Angriff setzte auf Seiten der HSG Wetzlar vor allem Filip Vistorop Akzente. Mit seinem vierten Treffer erzielte der Kroate in der 14. Minute den 8:9-Anschluss. Doch was danach passierte, ließ HSG-Trainer Rúnar Sigtryggsson nach Spielende enttäuscht zurück: „Wir haben eigentlich alles vermissen lassen, was es braucht, um einen Gegner mit dieser Qualität zumindest zu ärgern “, sagte der Isländer über die zweite Hälfte des ersten Durchgangs. Natürlich ließen die Berliner ihre individuelle Klasse aufblitzen. Doch die Akteure des Deutschen Meisters hatten viel zu leichtes Spiel. Es genügten zumeist wenige gute Aktionen, um eine freie Wurfchance zu kreieren. Und die ließen sich die Gäste in der Mehrzahl auch nicht nehmen. So führte der Hauptstadtklub in der 27. Minute bereits mit 20:11. Innerhalb einer Viertelstunde hatten die Füchse mit einem 13:4-Lauf alles entschieden – genau das wollten die Hausherren vermeiden.
So geriet die zweite Hälfte zu einem Schaulaufen. Die Berliner hatten alles im Griff, bauten den Vorsprung schnell auf zwölf Treffer aus (26:14, 37.) und begannen in der Folge intensiv zu rotieren. Positiv auf Seiten der Wetzlarer waren die ersten Bundesliga-Treffer von Tristan Kirschner und die zwei Tore, die der erst am Wochenende mit einem Doppelspielrecht ausgestattete Phil Spandau erzielte. Insgesamt kam von den Grün-Weißen aber zu wenig Gegenwehr in der Deckung. Im Angriff unterliefen den Gastgebern viel zu viele leichte Fehler.
Das sagt Trainer Rúnar Sigtryggsson
„Wir hatten uns viel mehr vorgenommen als wir gezeigt haben. Wir haben in der Abwehr nur reagiert und nicht agiert. Da hat mir der Biss gefehlt. Ich weiß, dass die Füchse einen guten Handball spielen. Wir haben das Passspiel aber viel zu wenig unterbunden, haben uns zu leicht sperren lassen. Aus meiner Sicht geht das nicht, dass wir uns nicht mehr gewehrt haben als wir das heute gemacht haben. Wir müssen uns in allen Bereichen steigern.“
Der Ausblick
Schon am Samstag geht es für die HSG Wetzlar weiter. Um 19 Uhr treten die Mittelhessen bei der TSV Hannover-Burgdorf an. Die Niedersachsen sind mit einem 30:29-Sieg beim HC Erlangen in die Restrunde gestartet.
Das Stenogramm
Wetzlar: Suljakovic, Hendawy (16. bis 30.) – Grahovac (1), Vistorop (5), Kirschner (4/2), Theiß, Simic (2), Ahouansou (3), Akakpo (1), Schoch, Weimer, Müller (4), Spandau (2), Löwen, Cavor (4), Nafea (1).
Berlin: Höhler (ab 50.), Milosavljev – Darj, Prantner, Andersson (5), Arino (1), Gröndahl (11/3), Gidsel (9), Freihöfer (3), Cehte (2), Pichiri (1), Langhoff (3), Herburger, West av Teigum (1), Marsenic (4).
Schiedsrichter: Otto/Piper (Nienburg/Altenholz) – Zuschauer: 4211 – Zeitstrafen: 2:2 Minuten.



