Nach der Einkleidung geht es am Samstag zum Sommerfest des Fanclubs / Die Woche startet mit Leistungsdiagnostik, am Mittwoch öffentliches Training
Am Samstagnachmittag war es endlich soweit. Das neuformierte Team von Handball-Bundesligist HSG Wetzlar kam erstmals fast vollzählig zusammen. Im Business-Club der Buderus Arena fand die Einkleidung statt. Und während die Spieler ihre neuen Klamotten verstauten oder auch den künftigen Ausgehanzug anprobierten, fanden die ersten Gespräche untereinander statt.
Klar, die meisten kennen sich bereits. So ist das in der kleinen Handballwelt. Teilweise haben sie schon zusammengespielt, wie etwa Filip Vistorop und Nikola Grahovac, die auf eine gemeinsame Zeit in Zagreb und später bei HBW Balingen/Weilstetten blicken. Teilweise waren sie bislang auch einfach nur Gegner und haben sich auf dem Feld bekämpft. Die beiden einzigen, die noch keine Erfahrung in der Bundesliga gesammelt haben, sind der ägyptische Nationalspieler Ahemd Nafea und der erst 19-jährige Niederländer Hendrik Pantel, der als dritter Torhüter eingeplant ist. Aber egal, ob Rookie, Neuzugang oder etablierter Akteur, von jetzt an bilden sie eine grün-weiße Gemeinschaft, die in der Runde 2025/2026 möglichst erfolgreich agieren soll.
Der Startschuss für die neue Saison ist also erfolgt. Nach dem Einkleiden ging es für die Wetzlarer Profis gleich in den gemütlichen Teil über. Der „HSG Wetzlar Fanclub Grün-Weiss“ hatte die Truppe zu seinem Sommerfest eingeladen. In der Grillhütte in Schwalbach gab es Getränke und Gegrilltes und dabei dann auch die Möglichkeit, sich besser kennenzulernen. Jeder Neuzugang stellte sich kurz vor, so dass die Fans schon einmal einen ersten Eindruck bekamen. Es war ein nettes Zusammensein in gemütlicher Runde, an dem teilweise auch Familien der Spieler teilnahmen.
Dominik Mappes, Justin Müller, Jona Schoch und Lukas Becher fehlten aus privaten Gründen am Samstag noch, sind dann aber am späten Sonntagnachmittag dabei, wenn sich die Mannschaft erneut in der Buderus Arena zusammenfindet, um sich beim ersten offiziellen Teammeeting, an dem neben den Spieler und dem gesamten Trainer- und Betreuerstab auch Geschäftsführer Björn Seipp sowie der Sportliche Leiter Jasmin Camdzic teilnehmen, auf die neue Saison einzustimmen. Wie verläuft die Vorbereitung? Was wird wichtig sein? Wie lauten die Erwartungen an die Truppe? Welche Zwischenziele gibt es? Es wird ein Treffen werden, das gefüllt sein wird mit klar formulierten Botschaften ans Team. Bei einem gemeinsamen Abendessen klingt der Tag schließlich aus.
Von Montag an steht dann die Trainingsarbeit im Vordergrund. Wie in jedem Jahr finden zu Beginn die üblichen Leistungstests und Untersuchungen statt. Bei Mainkörper 360° in Gründau, der physiotherapeutischen Partnerpraxis der HSG, wird allerhand überprüft: Sprungkraft, Beweglichkeit, Maximalkraft. In der Uniklinik Gießen findet bei Dr. Pascal Bauer der internistische Check statt. Bei Dr. Bernhard Kirsten in Wetzlar werden die Zähne untersucht. Denn Entzündungen im Mundraum sind manchmal der Anfang von langwierigen Problemen an anderen Organen im Körper. Die Spiroergometrie, ein Verfahren zur Überprüfung der Belastbarkeit der Lunge und des Herz-Kreislauf-Systems, wird beim HSG-Partner „Matthias Hartmann Orthopädie und Sport“ in Dillenburg-Frohnhausen durchgeführt.
Teilweise sind diese Tests von der Handball-Bundesliga oder der Berufsgenossenschaft vorgeschrieben, teilweise werden sie zusätzlich gemacht, um dem Trainerteam bestmögliche Einblicke über den athletischen Zustand der Spieler zu geben. „Es geht ja nicht nur darum, Werte zu bekommen, sondern dann auch mit diesen Werten zu arbeiten“, erklärt Matthias Ott, der Athletiktrainer der HSG Wetzlar.
Am Mittwochnachmittag findet die erste Trainingseinheit mit Ball statt. Dauerkarteninhaberinnen und -inhaber der neuen Saison dürfen zuschauen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Gegen 16 Uhr geht es in der Sporthalle Dutenhofen los, ab 15.45 Uhr ist Einlass. Dieses Training ist dann der Startschuss für eine intensive Zeit. Freie Tage sind rar. Am 21. Juli reisen die Grün-Weißen ins Trainingslager nach Hollabrunn in Österreich und nehmen zum Abschluss am Weinviertelcup teil, ehe am Abend des 26. Juli die Rückreise ansteht. Zurück in Mittelhessen beginnt die Zeit der Testspiele (siehe unten). Am Sonntag, 24. August, stimmt sich die gesamte HSG-Familie ab 11 Uhr bei der großen Saisoneröffnungsfeier in und an der Buderus Arena auf die neue Runde ein. Das erste Saisonspiel findet schließlich in der Zeit zwischen dem 28. und 31. August statt. Die Handball-Bundesliga wird am 18. Juli die genauen Termine der ersten zehn Spieltage bekanntgeben. Wenig später startet die HSG Wetzlar dann auch den Vorverkauf der Einzelkarten.
Die wichtigsten Termine der Vorbereitung im Überblick:
16. Juli 2025, 16 Uhr: Öffentliches Training in Dutenhofen für alle Dauerkartenbesitzer*innen
21. Juli 2025 – 26. Juli 2025: Trainingslager in Hollabrunn/Österreich mit Teilnahme am Weinviertelcup (Spiele gegen TV Willstätt und UHC Hollabrunn am 25. Juli/Platzierungsspiel am 26. Juli)
30. Juli 2025, 15 Uhr: Testspiel HSG Wetzlar – Dessau-Roßlauer HV – aus organisatorischen Gründen ohne Zuschauer
2. August 2025, 12 Uhr: Testspiel HSG Wetzlar – HSC 2000 Coburg – aus organisatorischen Gründen ohne Zuschauer
ab 4. August 2025: Teilnahme am Linden-Cup mit Spielen gegen TV Hüttenberg (5. August), SC DHfK Leipzig (8. August), MT Melsungen (9. August)
13. August 2025, 18 Uhr: Testspiel HSG Wetzlar – Bergischer HC
16. August 2025, 16.30 Uhr: Freundschaftsspiel MSG Eschbach – HSG Wetzlar in Bad Homburg
20. August 2025, 18 Uhr: Testspiel VfL Gummersbach – HSG Wetzlar
24. August 2025, ab 11 Uhr: Große Saisoneröffnungsfeier in und an der Buderus Arena
ab 28. August 2025: Saisonbeginn in der Handball-Bundesliga



