Außer Dominik Mappes sind alle Mann an Bord
Die HSG Wetzlar bestreitet an diesem Donnerstag (19 Uhr) ein wichtiges Auswärtsspiel in der Handball-Bundesliga. Die Mittelhessen treten beim Tabellennachbarn TVB Stuttgart an.
Die aktuelle Lage der HSG Wetzlar
Der vergangene Spieltag lief für die HSG Wetzlar alles andere als gut. Die eigene Leistung bei der Heimniederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen war wenig erbaulich. Zudem punkteten die direkten Konkurrenten im Tabellenkeller: Der Bergische HC siegte mit 35:32 gegen den HSV Hamburg, der TVB Stuttgart holte ein 24:24 in Erlangen und Schlusslicht SC DHfK Leipzig trennte sich 27:27 von Hannover-Burgdorf. Die Grün-Weißen rutschten dadurch auf den ersten Abstiegsplatz.
„Natürlich haben wir das registriert. Das ist kein schönes Zwischenergebnis. Aber wir werden nicht hektisch. Jetzt ist es wichtig, Ruhe zu bewahren“, sagt Jasmin Camdzic, der Sportliche Leiter der HSG Wetzlar.
Nach dem Spiel gegen die Löwen ging die Mannschaft nicht einfach zur Tagesordnung über. Am Samstag fand ein langes internes Gespräch statt. „Das verlief sehr gut. Es war ein ehrlicher Austausch, bei dem jeder mal gesagt hat, was ihm auf dem Herzen liegt“, berichtet Chefcoach Momir Ilic – ohne ins Detail zu gehen. Der 43-Jährige hofft, dass seine Schützlinge aus diesem Austausch mentale Kraft schöpfen: „Wir brauchen alle, um die Trendwende zu schaffen.“
Der Gegner: TVB Stuttgart
Die Stuttgarter liegen mit zwei Punkten mehr als die HSG im Klassement knapp vor den Mittelhessen. In Erlangen sahen sie am vergangenen Freitag zur Pause wie der sichere Sieger aus und führten mit 10:5. Im zweiten Durchgang gaben sie den Vorsprung jedoch schnell aus der Hand und mussten sich am Ende mit einem Zähler begnügen.
Mit der Verpflichtung von Trainer Misha Kaufmann, der aus Eisenach kam, änderte sich im Sommer vieles beim TVB. Der Schweizer brachte seine teils revolutionäre Spielidee mit nach Stuttgart – ein Ansatz, der Zeit braucht. Zwar folgten ihm mit Simone Mengon und Ivan Snajder zwei seiner früheren Spieler von der Wartburg, doch für viele im Kader ist das System Neuland. Aber insbesondere die Mittelmänner Torben Matzken und Max Häfner sowie Routinier Kai Häfner, mit 109 Treffern bester Werfer seines Teams, kommen damit bereits gut zurecht.
Trotzdem stehen nach 13 Partien lediglich zwei Saisonsiege (gegen Minden und den Bergischen HC) zu Buche. Mit zwei Heimspielen gegen Wetzlar am Donnerstag und Leipzig am Sonntag könnten die Schwaben jedoch wertvollen Boden gutmachen.
Die personelle Situation der HSG Wetzlar
Dominik Mappes fällt weiterhin aus. Einige Spieler waren zuletzt leicht angeschlagen, sollten aber einsatzfähig sein.
Das sagt Trainer Momir Ilic
„Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die einige Parallelen aufweisen. Beide haben im Sommer ein neues Projekt begonnen. Beide haben Verletzungspech gehabt, beide hätten sich sicherlich gewünscht, den einen oder anderen Zähler mehr zu haben. Für uns ist es wichtig, dass wir eine stabile Abwehr stellen, um unsere Torhüter bestmöglich zu unterstützen und auf dieser Grundlage ins Tempospiel zu kommen. Hier sehe ich eine Chance. Die Spieler und das Trainerteam haben nach dem Löwen-Spiel lange miteinander gesprochen. Das war ein wichtiger Austausch. Wir brauchen alle, um die Trendwende zu schaffen. Es geht nur zusammen. Im Sport ist es so: Ein Tag kann alles drehen.“
So kann man die Partie sehen
Der Streamingdienst Dyn überträgt die Begegnung live und auf Abruf aus der Porsche-Arena. Die Übertragung beginnt um 18.45 Uhr. Kommentator ist Jarno Pusch.
Buchung der Übertragung: Dyn – TVB Stuttgart – HSG Wetzlar | Daikin Handball-Bundesliga | 2025/26



