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HSG Wetzlar feiert Heimsieg gegen den THW Kiel

von HSG Wetzlar
3. Mai 2026
in 1. Bundesliga Männer
HSG Wetzlar feiert Heimsieg gegen den THW Kiel

HSG Wetzlar 25/26. Foto: HSG Wetzlar/HBL

Den Mittelhessen gelingt vor ausverkaufter Kulisse ein begeisternder 33:25-Erfolg gegen den THW Kiel

Wetzlar hat am Samstag einen begeisternden Handballabend erlebt. Die HSG Wetzlar legte in der ausverkauften Buderus Arena ein Glanzstück hin und bezwang den THW Kiel mit 33:25 (16:11). Im Abstiegskampf der Bundesliga war das ein enorm wichtiger Erfolg. Denn alle Konkurrenten im Tabellenkeller gewannen an diesem 30. Spieltag ebenfalls.

Der Spielverlauf

„Durch die Siege von Leipzig und Minden war der Druck noch ein Stück größer vor dem Anpfiff“, wusste Wetzlars Sport-Geschäftsführer Michael Allendorf. Umso beeindruckender fand der 39-Jährige den Auftritt seiner Mannschaft in der Anfangsviertelstunde. Die stark ersatzgeschwächten Kieler wussten gar nicht, wie ihnen geschah. Nach dem 2:3-Rückstand in der 6. Minuten legten die Grün-Weißen einen 8:0-Lauf hin. Die Abwehr stand sehr gut, Torwart Andreas Palicka parierte dahinter bärenstark. Und nach vorne legten die Mittelhessen ein enormes Tempo hin. Alleine die beiden Außen Tristan Kirschner und Ahmed Nafea erzielten fünf dieser acht Treffer. Schon in der zwölften Minute musste THW-Trainer Filip Jicha seine zweite Auszeit nehmen. „Wir sind in eine Phase hineingeraten, in der uns unfassbar viele technische Fehler passieren und wir gar nicht in den Rückzug kommen“, ärgerte sich Jicha nach Schlusspfiff. Immer hin gestaltete seine Mannschaft die Partie danach offener. Mit Hilfe des Sieben gegen sechs kamen die Norddeutschen im Angriff zu besseren Abschlüssen und nach dem 7:14-Rückstand (23.) bis zur Pause auf 11:16 heran.

Die Partie war also noch längst nicht gelaufen. Die Hausherren, die im Gegensatz zur Anfangsphase nicht mehr ins Tempospiel kamen, zehrten aber über weite Strecken des zweiten Durchgangs von diesem Fünf-Tore-Vorsprung. Selbst, als Justin Müller zum 21:14 traf (40.), gaben die Kieler nicht auf und kamen in der 51. Minute beim 21:25 durch Domagoj Duvnjak erstmals wieder auf vier Treffer heran.  Doch die HSG Wetzlar blieb ruhig und besann sich ihrer Stärken. Im Tor war in der Schlussphase der eingewechselte Anadin Suljakovic ein starker Rückhalt und gab seinen Vorderleuten die nötige Energie. Als sich Müller vier Minuten vor Schluss unwiderstehlich durchtankte und das 30:24 bejubelte, war die Begegnung entschieden und die Fans der HSG Wetzlar aus dem Häuschen. „Ich habe immer noch Gänsehaut von dieser Atmosphäre“, gab Allenndorf nach Schlusspfiff zu. Dass es am Ende sogar ein Erfolg mit acht Treffern wurde, tat dem HSG-Torverhältnis in dem engen Kampf um den Klassenerhalt gut. Nachdem die Grün-Weißen durch den Erfolg von GWD Minden am Freitag beim TBV Lemgo für 24 Stunden wieder auf einen Abstiegsplatz gerutscht waren, kletterten sie nun – bei noch vier ausstehenden Partien – zurück auf Rang 16, der am Ende für ein weiteres Erstliga-Jahr reichen würde.       

Das sagt Wetzlars Trainer Rúnar Sigtryggsson

„Für uns war das ein ganz wichtiges Spiel angesichts der Ergebnisse der vergangenen Tage. Wir wussten, dass Kiel angeschlagen war und haben das in einer Phase im ersten Durchgang für uns ausgenutzt. Wir haben eine gute Leistung gebracht und es geschafft den zweiten Heimsieg in Folge zu feiern, weil wir zum zweiten Mal nacheinander eine gute Abwehr hingestellt haben. Und die Torhüter sind dabei. Mehr wünsche ich mir im Moment gar nicht.“   

Der Ausblick

Für die HSG Wetzlar geht es am Donnerstag mit einem Auswärtsspiel bei den derzeit formstarken Göppingern weiter. Anwurf ist um 19 Uhr. Das nächste Heimspiel findet am 23. Mai 2026 statt. Gegner in der Buderus Arena ist dann der HC Erlangen. Karten gibt es unter tickets.hsg-wetzlar.de oder auf der HSG-Geschäftsstelle.

Das Stenogramm

Wetzlar: Suljakovic (ab 44./7 Paraden), Palicka (10 Paraden) – Vistorop (n.e.), Kirschner (8), Mappes (3), Theiß (6), Simic (1), Ahouansou (6), Akakpo, Schoch (1), Müller (3), Spandau (n.e.), Löwen, Cavor (n.e.), Nafea (5).

Kiel:  Perez de Vargas (ab 44./2 Paraden), Wolff (7 Paraden) – Duvnjak (2), Reinkind, Landin (3), Överby (1), Laube (5), Ankermann (6), Dahmke (n.e.), Zerbe (5/1), Rohwer, Abdelhak (2), Pekeler, Imre (n.e.), Nacinovic (1).

Schiedsrichter: Baumgart/Dinges (Neuried/Stutensee) – Zuschauer: 4421 (ausverkauft) – Zeitstrafen: 8:0 Minuten.

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