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Ersatzgeschwächte Hamburger bieten Magdeburg zu wenig Paroli

von HSV Hamburg
10. Mai 2026
in 1. Bundesliga Männer
Ersatzgeschwächte Hamburger bieten Magdeburg zu wenig Paroli

Handball Sport Verein Hamburg 25/26. Foto: Handball Sport Verein Hamburg/HBL

Der Handball Sport Verein Hamburg kassiert beim SC Magdeburg eine klare Auswärtsniederlage. Vor 6.600 Zuschauern hieß es in der ausverkauften GETEC-Arena 28:41 (12:21) aus Sicht der ersatzgeschwächten Gäste. Den Meistertitel konnten die Gastgeber aber noch nicht feiern. Da die SG Flensburg-Handewitt am Vorabend gegen den TBV Lemgo Lippe gewonnen hatte und sich auch die Füchse Berlin am Sonntag in Kiel keine Blöße gaben, musste die Meisterschaftsparty erst einmal verschoben werden. Dennoch zeigte der Tabellenführer eine meisterliche Vorstellung. 

Vor den Augen von Alfred Gislason, dem Bundestrainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft, wollte Moritz Sauter vom Handball Sport Verein Hamburg natürlich besonders glänzen. Denn der 23-Jährige ist für die Länderspiele der DHB-Auswahl gegen Dänemark am 15. Mai (in Kopenhagen) und am 17. Mai (in Köln) nominiert worden. Daher war die Begegnung in Magdeburg eine weitere Gelegenheit, sich vor den Augen Gislasons für die anstehenden Länderspiele zu empfehlen. Und die Nummer 33 der Hamburger versuchte von Beginn an, Impulse zu setzen. Magdeburg legte zwar ein 2:0 vor, Sauter verkürzte aber auf 1:2. 

Die Gastgeber erarbeiteten sich durch den Treffer von Felix Claar schnell einen komfortablen 5:2-Vorsprung. Elvar Örn Jonsson erhöhte auf 8:3, sodass HSVH-Coach Torsten Jansen eine erste Auszeit nahm. SCM-Torhüter Sergey Hernández glückte anschließend das 10:4. Danach stellte der HSVH zeitweise mit Niklas Weller und Andreas Magaard auf zwei Kreisläufer um und gestaltete das Spielgeschehen offener. Elias Kofler, der auf der linken Seite begann – Casper U. Mortensen, Kaj Geenen und Anton Härtel fehlten verletzungsbedingt auf Links – hatte gegen den SCM einen schweren Stand. In der 26. Minute gelang ihm dennoch sein erstes Tor der Begegnung (11:17). Auch er konnte nicht verhindern, dass die Hamburger zur Halbzeit mit 12:21 zurücklagen. 

Nachdem Jansen am Ende der ersten 30 Minuten auch Toma Gadza, Xavier Apelt (Profidebüt) und – bei einem Siebenmeter – Nachwuchs-Torhüter Norwin Pein Einsatzmöglichkeiten gab, hatte in den zweiten 30 Minuten lediglich Apelt die Gelegenheit, gleich wieder auf der Platte zu stehen. Doch Omar Ingi Magnusson baute per Siebenmeter (22:12) den Vorsprung Magdeburgs aus. In der Folge begann der Champions-League-Sieger, wenn sich die Gelegenheit bot, regelrecht zu zaubern. Das tat dem Erfolg keinen Abbruch: Nach einem Tor von Matthias Musche lag der Tabellenführer der DAIKIN HBL mit zwölf Toren vorn (29:17) – und hatte noch lange nicht genug. Positiv aus HSVH-Sicht: Gadza erzielte vier Tore, Mahmoud El-Shobaky war zum ersten Mal in der Handball-Bundesliga erfolgreich. Das Endergebnis sprach aber eine deutliche Sprache: Hamburg unterlag 28:41.

Torsten Jansen sagte nach dem Spiel, dass Magdeburg jetzt gerade wieder in einer recht guten Phase sei. „Das Ding war schon in der ersten Halbzeit geklärt“, so der HSVH-Cheftrainer hinterher. „Dann ging es für uns eigentlich nur noch um Schadensbegrenzung und darum, den Jungs, die auch noch in der nächsten Saison bei uns sind, Spielanteile zu geben. Toma Gadza hat dabei gezeigt, dass wir uns – glaube ich – in der Zukunft auf ihn freuen können. Schön, dass er mit seinen jungen Jahren in Magdeburg dabei sein konnte. So gab es auch ein paar positive Dinge, die ich aus dem Spiel herausziehen kann.“ Jansen wies darauf hin, dass sich die Gastgeber zuletzt in starker Form präsentiert hätten. Jansen: „Wir waren zur falschen Zeit am falschen Ort.“ 

Statistik Hamburg: Haug (6 Paraden), Pein – Magaard (5 Tore), Andersen (4/2 Siebenmeter), Gadza (4), Jørgensen (4/2), Sauter (4), Weller (2), Kofler (2), Olafsson (1), El-Shobaky (1), Lassen (1), Botta, Apelt, Valiullin 

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