Ein Sieg und viele Emotionen
Vor 1.197 Zuschauern besiegten die TUSSIES in der Paul Horn-Arena den SV Union Halle-Neustadt mit 36:28 Toren. Da wenig später jedoch der VfL Oldenburg einen deutlichen Auswärtssieg in Neckarsulm verbuchen konnte, beenden die Pink Ladies die Premierensaison, nach dem Umzug in die Paul Horn-Arena, auf Rang sechs.
Tübingen/Metzingen. Den Traum von Platz fünf hielten die TUSSIES bis zum letzten Spieltag der Play-Offs am Leben. Doch im Fernduell mit dem VfL Oldenburg zogen die Pink Ladies am letzten Spieltag der Saison den Kürzeren und somit steht letztendlich der sechste Tabellenplatz zu Buche. Als Sechstplatzierter gibt es allerdings die Möglichkeit eine Wildcard für den Internationalen Wettbewerb zu beantragen, was die TUSSIES bereits am Samstagabend getan haben. Da vergleichbare Anträge in den vergangenen Jahren immer bewilligt wurden, ist man im Lager der Pink Ladies durchaus optimistisch, in der Saison 2026/2027 auf internationaler Bühne auftreten zu können.
Sieben der letzten acht Spiele haben die TUSSSIES im Saisonendspurt gewonnen. Sechs davon in den Play-Offs, wobei die einzige Niederlage hierbei aus dem Heimderby gegen Frisch Auf Göppingen resultiert.
Zum Spiel: Nach einer munteren Anfangsphase konnte sich das Team von Cheftrainerin Miriam Hirsch nach dem 4:4 (6.) erstmals mit zwei Treffern absetzen. Doch vermochten es die Wildcats im ersten Abschnitt dranzubleiben und so fiel sowohl beim 8:8 (13.), als auch beim 12:12 (21.) wiederholt der Ausgleich. Die Seiten wurden kurz darauf beim Stand von 16:14 gewechselt. Geprägt wurden diese ersten 30 Zeigerumdrehungen vor allem von Toren über die Außenpositionen. Selina Lindemann packte im letzten Spiel ihrer Karriere nochmal ihr komplettes Repartier aus, auf der Gegenseite waren es hingegen Lilli Röpcke und Emma Hertha die sich vermehrt in die Torschützenliste eintrugen. Einzig Sabrina Tröster hatte sich die Mehrzahl ihrer insgesamt sechs Treffer für die zweite Hälfte aufbewahrt.
Nach dem Anschlusstreffer der Hallenserinnen zogen die TUSSIES zu Beginn der zweiten Halbzeit über 18:15 auf 22:17 (37.) davon. Zudem knüpfte Sára Suba nahtlos an die gute Leistung von Marie Weiss in Halbzeit eins an. Beide Torhüterinnen der Pink Ladies brachten es am Ende auf sieben Paraden und konnten jeweils einen 7-Meter entschärfen.
Auch in der Folgezeit hielten die TUSSIES die Zügel in der Hand und spätestens als Naina Klein in der 43. Minute auf 27:20 erhöhen konnte, deutete sich die Vorentscheidung an. Gut acht Zeigerumdrehungen vor Ende erhöhte Selina Lindemann mit dem letzten Treffer ihrer Karriere auf 32:24 und dieser acht Tore Vorsprung sollte auch beim Ertönen der Schlusssirene Bestand haben.
Nach der Freude über den Sieg folgten in der Paul Horn Arena von Geschäftsführer Ferenc Rott und Christoph Kalf – begleitet von den bewegenden Worten vieler Spielerinnen – gleich sieben Verabschiedungen. Im Trainerteam werden Co-Trainerin Louisa Wolf und Torwarttrainer Maxim Stöter bei den Pink Ladies in der kommenden Saison nicht mehr an Bord sein. Hinzu kommen auf Seiten des Kaders Nele Franz (Buxtehude), Klara Schlegel (Bukarest) und Naina Klein, die es ebenfalls ins Ausland zieht. Nochmals emotionaler wurde es bei den anschließenden Verabschiedungen von Selina Lindemann – die ihre Karriere beenden wird – und Sabrina Tröster, die nach acht Jahren in Pink in der kommenden Runde für den Thüringer HC auflaufen wird.
Abschließend zog Ferenc Rott noch ein Resümee über die erste Saison der TUSSIES in der Paul Horn-Arena. Dabei dankte er dem Publikum, den Sponsoren sowie auch allen Helfern und Mitarbeitern, die diesen Umzug nach Tübingen unterstützt haben und den nicht einfachen Weg mitgegangen sind.
Endergebnis: TUSSIES Metzingen – SV Union Halle-Neustadt 36:28 (16:14)
TUSSIES: Weiss, Suba (beide Tor) – Lindemann (6),Tröster (6), Petzold, Klein (4), Franz (1) Schlegel (2), Goldammer, Sabatnig (2), Demmel (2), Bitolo (6), Schlipf, S. Hübner (3), C. Hübner (1), Cholevová (3)
SV Union Halle-Neustadt: Kruggel, Ilic (beide Tor) – Pallas (1), Marksteiner (4/1) Östlund, Wagenlader (1), Hertha (3), Gruber (2), Wipper (3), Polakova, Röppke (4), Reuthal (2), Petika (6), Kieffer, Strauchmann (2)
Siebenmeter: keine – 1/3
Zeitstrafen: 2 – 2
Trainer: Miriam Hirsch – Ines Seidler
Schiedsrichter: Markus Kauth und Andre Kolb
Zuschauer: 1.197


