Der Thüringer HC hat am Samstagabend in der heimischen Salza-Halle seine starke Form unter Beweis gestellt und sich mit einem souveränen 34:23 (19:11) Erfolg gegen den VfL Oldenburg durchgesetzt. Beste Werferin ihrer Teams waren Johanna Reichert mit 12 Treffern und Joanna Granicka mit 6 Treffern.
Beide Mannschaften starteten ausgeglichen in die Partie und überzeugten von Beginn an mit hoher Intensität in der Abwehr. Konsequentes Zugreifen und das Schließen freier Räume prägten das Geschehen auf beiden Seiten, wodurch klare Torchancen zunächst Mangelware blieben. Während die Gastgeberinnen aus Thüringen einer frühen Oldenburger Führung hinterher liefen, gelang Nathalie Hendrikse in der zehnten Minute mit dem Treffer zum 5:4 die erste THC-Führung – ein Wendepunkt im Spielverlauf. Fortan entwickelte sich ein kampfbetontes Duell, in dem die Defensivreihen weiterhin dominierten. Viele kleine Fouls, Freiwürfe und technische Fehler unterstrichen die intensive Spielweise. Zwar übte der THC zunehmend Druck auf die Gäste aus, doch gelang es den Oldenburgerinnen zunächst, den Rückstand in Grenzen zu halten. Nach zwanzig Minuten stand es 12:8 für die Thüringerinnen. Besonders stark präsentierte sich in dieser Phase Torhüterin Laura Kuske, die mit mehreren Paraden ein sicherer Rückhalt ihres Teams war. Im Angriff überzeugten die Gastgeberinnen nun durch variable Spielzüge über die Außenpositionen und erhöhten Schritt für Schritt das Tempo. Ein Drei-Tore-Lauf kurz vor der Pause sorgte schließlich für klare Verhältnisse: Mit einer verdienten 19:11-Führung ging der THC in die Kabine.
Nach Wiederanpfiff verschlief der THC kurzzeitig den Start, was die Oldenburgerinnen mit zwei schnellen Treffern bestraften. Doch die Antwort der Thüringerinnen folgte umgehend: Topscorerin Johanna Reichert setzte mit einem wuchtigen Distanzwurf unter die Latte ein klares Zeichen und stellte den alten Abstand wieder her. Trainer Herbert Müller nutzte die komfortable Führung, um sein Team breit aufzustellen und allen Spielerinnen Einsatzzeit zu geben. Besonders erfreulich: Nachwuchsspielerin Kim Ott nutzte ihre Gelegenheit eindrucksvoll und trug sich mit drei Treffern in die Torschützenliste ein. In der 48. Minute markierten die Gastgeberinnen beim 28:18 erstmals eine Zehn-Tore-Führung. In der Schlussviertelstunde ließ der THC nichts mehr anbrennen. Die Abwehr stand weiterhin stabil und auch im Angriff blieben die Gastgeberinnen konzentriert. Am Ende feierten die Thüringerinnen einen nie gefährdeten 34:23-Heimsieg, der vor allem auf einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer starken Defensivarbeit beruhte.
Statistik:
Thüringer HC: Christina Lövgren Hallberg, Laura Kuske; Nathalie Hendrikse 3, Lotta Heider, Julie Holm, Giulia Guarieiro 1, Anika Niederwieser, Luca Farago 1, Rikke Hoffbeck Petersen 1, Natsuki Aizawa 3, Kim Ott 3, Anna Szabo 7, Johanna Reichert 12, Dilayla Alarslan, Josefine Hanfland, Csenge Kuczora 3
Vfl Oldenburg: Madita Kohorst, Alexandra Humpert; Lisa Borutta 3, Lana Teiken, Toni-Luisa Reinemann 2, Jane Martens, Marie Steffen 1, Ariane Pfundstein 1, Joanna Granicka 6/5, Lotta Röpcke 1, Laurentia Wolff 3, Pam Korsten 3, Paulina Golla 2, Jenny Behrend 1, Lisa-Marie Fragge
Strafwürfe: 0/0 – 5/6
Zeitstrafen: 0 – 1
Zuschauer: 1217
Schiedsrichter: Markus Kauth, Andre Kolb
Bericht: Falk Freytag & Lena Leißring



