Testspiel: TuS Metzingen – HSG Bensheim/Auerbach 32:30 (14:16)
Die Bundesligahandballerinnen der TuS Metzingen haben am Dienstag ein Testspiel gegen die HSG Bensheim/Auerbach mit 32:30 gewonnen. Beim ersten Auftritt der neuen Trainerin Miriam Hirsch drückten die Pink Ladies vor allem in der zweiten Hälfte aufs Gaspedal und konnten einen Halbzeitrückstand drehen.
Das macht Appetit auf mehr! Wenige Tage bevor es in der Bundesliga nach der EM-Pause wieder um Punkte geht, waren gut 150 Zuschauer in die Metzinger Öschhalle gekommen um das Testspiel Vizemeister gegen Pokalsieger zu sehen. Beiden Teams war zu Beginn, als der Spielfluss noch etwas fehlte, die 4-wöchige EM-Pause anzumerken. Die Flames gingen schnell mit 0:2 in Führung, ehe Sabrina Tröster beim 3:3 erstmals den Ausgleich erzielte. In der Folge gelang es Bensheim jedoch beim 5:8 durch den fünften Treffer von Kreisläuferin Edita Nukovic, auf drei Treffer davonzuziehen.
Der Zeitpunkt für die erste Auszeitansprache von Metzingens neuer Cheftrainerin Miriam Hirsch war gekommen und damit rüttelte sie ihr Team wach. Verena Oßwald und Selina Kalmbach brachten die TUSSIES heran, Svenja Hübner sorgte beim 9:9 für den erneuten Ausgleich. Dennoch gelang es den Flames sich bis zur Pause wieder eine Zwei-Tore-Führung herauszuwerfen. Die in der Schlussphase der ersten Halbzeit eingesetzte Johanna Schmitz-Veltin verhinderte mit drei Paraden in fünf Minuten einen höheren Rückstand.
In der Halbzeitpause wurde von Fotograph Thomas Kiehl im Interview der neue TUSSIES-Kalender präsentiert, der pünktlich vor Weihnachten nun wieder bei den Spielen und über Bestellung zu haben ist.
Hirsch findet die richtigen Worte
Die erste Parade im zweiten Abschnitt gehörte erneut Youngster Schmitz-Veltin, die im TUSSIES-Gehäuse Lea Schüpbach (wurde wie Julia Behnke aufgrund der EM noch geschont) vertrat und auf insgesamt acht Paraden kam. Im Angriff ging es Schlag auf Schlag und mit einem 5:0-Lauf drehten die Pink Ladies die Partie, ehe Bensheim beim 19:17 (37.) der erste Treffer nach Wiederbeginn gelang. Metzingens Neu-Trainerin schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn auch im weiteren Spielverlauf lagen die Ermstälerinnen mit zwischenzeitlich bis zu fünf Treffern in Front (28:23/45.). Dennoch war die Partie noch nicht entschieden, denn der Vizemeister kämpfte sich zurück und schaffte beim 28:28 (54.) den Ausgleich und ging kurz darauf sogar nochmals in Führung.
Hirsch legte nochmals die Grüne Karte auf den Tisch und erneut zeigte ihre Ansprache Wirkung. Kalmbach zeigte sich mit ihrem siebten Treffer für den Gleichstand verantwortlich. Naina Klein brachte Metzingen in Führung, Marie Weiss gelang ihre siebte Parade und nach dem 30:30 (58.) machten Anna Frankova und Jana Scheib den Deckel drauf.
Im Trainerinterview mit Christoph Kalf stellte sich Miriam Hirsch nach der Begegnung erstmals dem Publikum in der Öschhalle. Dabei ging es äußerst eloquent und schlagfertig zu. „Es war noch nicht so temporeich wie ich mir das vorstelle und auch mit der Deckung bin ich nicht ganz zufrieden“ sagt die 33-Jährige und fügt nahtlos an: „aber das liegt wohl auch daran, dass ich selbst oft als Abwehrspezialistin eingesetzt wurde“. Auf ihr neues Team und das Metzinger Umfeld angesprochen sagt Hirsch: “Die Mannschaft ist total ambitioniert und das Umfeld ist in der Ansprache klar und offen. Ich mag eine direkte Kommunikation“ sagt Hirsch. Eine Bitte an die Fans in der Halle und auch an den DJ hatte sie auch noch: „Ich mag es, wenn es in der Halle laut ist und die Fans mitgehen…!“ Gut vorstellbar, dass ihr Metzingen diesen Wunsch schon sehr zeitnah erfüllen wird – es war nur ein Testspiel.
Ein Stück Leichtigkeit scheint nach Metzingen zurückgekehrt zu sein. Am kommenden Sonntag wartet auf Hirsch und ihr Team das erste gemeinsame Spiel in der Bundesliga. Dabei geht es direkt zum aktuellen Tabellenführer nach Dortmund.
TUSSIES Metzingen – HSG Bensheim Auerbach 32:30 (16:14)
TUSSIES: Schmitz-Veltin, Weiss (beide Tor) – Kalmbach (7/3), van Vliet (2), Tröster (3), Klein (4), Franz (4), Goldammer, Scheib (3), Erlingsdóttir (1), Oßwald (2), Hübner (5), Franková (1), Woth
HSG Bensheim/Auerbach: van Beurden, Wagner (beide Tor) – Berger (7), Davenport, Engel (4), Bender, Soffel (4), Agwunedu (2), Friedberger (5/1), Naidzinavicius, Nukovic (7), Ziercke (1)
Siebenmeter: 4/3 – 1/1
Zeitstrafen: 4 – 2
Schiedsrichter: Nicolas Jaros und Felix Thrun
Zuschauer: 150



