Auch der BSV Sachsen Zwickau konnte am Samstagabend den Buxtehuder SV nicht stoppen. In der Stadthalle Zwickau gewannen die Norddeutschen mit 31:30 (20:15). In einer etwas wilden zweiten Halbzeit verspielten die Buxtehuderinnen zunächst eine 5-Tore-Führung, berappelten sich aber rechtzeitig wieder. Mit dem ersten Auswärts-Sieg der Saison setzt der BSV seine Erfolgs-Serie von fünf ungeschlagenen Spielen und 8:2 Punkten fort, bevor es jetzt vier Wochen Spielpause gibt.
Der Erfolgszug des Buxtehuder SV rollt weiterhin durch die ALSCO Handball-Bundesliga. Nach zwei Unentschieden gegen Göppingen und Dortmund und zwei Heimsiegen gegen Oldenburg und Metzingen war am Samstagabend der BSV Sachsen Zwickau fällig. Wieder mal war der Sieg aber ein hartes Stück Arbeit für die Buxtehuderinnen, die sich nach einer starken ersten Halbzeit Mitte der zweiten Hälfte selbst aus dem Rhythmus brachten.
Torreich begann das Duell der beiden Teams, die vor der Partie nur ein Tabellenpunkt trennten. Nach zehn Minuten hatte Anika Hampel bereits vier Treffer auf ihrem Konto und die Gäste führten mit 7:5. Es war ein Hin und Her mit viel Tempo und kaum Positionsspiel. Immer wieder fanden die Buxtehuderinnen eine schnelle Antwort auf die Treffer des Gegners, hielten den Druck hoch und sicherten die Führung. Weil Zwickau in der Deckung immer wieder zu spät kam, hatte der BSV bis zur 00. Minute schon fünf Siebenmeter, die Anika Hampel alle sicher verwandelte.
Vor der Pause ließen die Zwickauerinnen eine Überzahlsituation ungenutzt und die Gäste hatten in Person von Teresa von Prittwitz die höhere Aufmerksamkeit. Erst vollendete sie von Aussen und nur wenige Sekunden später klaute sie dem Zwickauer Angriff den Ball, um dann selbst mit der Schlusssirene zum 20:15 zu vollenden. Überraschend waren bis zur Pause die Torhüterinnen auf beiden Seiten kaum ein Faktor und Buxtehude blieb sogar das gesamte Spiel über ohne eigenen Treffer einer Kreisläuferin.
Die zehn Minuten nach Wiederanpfiff gefielen Nicolaj Andersson überhaupt nicht und dürften auch den 20 mitgereisten Buxtehuder Fans Sorgenfalten bereitet haben. Die Schwierigkeiten im Abschluss meldeten sich zurück und die Offensive scheiterte mehrfach an Thara Sieg im Tor der Sächsinnen. Es war dann ausgerechnet die Ex-Buxtehuderin Charlotte Kähr, die in der 41. Spielminute den 24:24-Ausgleich erzielte. Doch wer den Buxtehuder SV in den letzten Wochen verfolgte, der bekam mit, dass die Mannschaft eine neue mentale Stärke entwickelt hat.


