Im Auswärtsspiel bei den Werkselfen aus Leverkusen gelang es dem Buxtehuder SV nicht den Negativ- Trend umzukehren. Nach einer echten Zitterpartie verlor man knapp mit 25:24 (11:12). BSV-Trainer Dirk Leun sprach nach der Partie davon, dass sich der Druck auf das Team nun erhöhte – immerhin ist der letzte Sieg nun schon sechs Spiele her…
Die ersten fünf Minuten gestalteten sich ausgeglichen – dann konnten die Werkselfen jedoch durch zwei 7-Meter in Folge, verwandelt von Viola Leuchter, mit 3:2 in Führung gehen. Das 4:2 ging ebenfalls auf Leuchters Konto. Im Gegenzug verwarf der BSV eine 7-Meter. Viola Leuchter nutzte wieder ihre Chance und traf zum 5:2. Maxi Mühlner brach die Schwächephase und netzte vom Kreis zum 5:3. Langsam kämpfte sich der Buxtehuder SV wieder heran. Maj Nielsen traf zum Anschlusstreffer 5:4. Der ersehnte Ausgleich ließ allerdings auf sich warten. Erst der 7-Meter von Mia Lakenmacher in der 23. Minute ließ das Team kurz aufatmen und zwang den Elfen-Trainer Petersson zu seiner ersten Auszeit (7:7). Mia Lakenmacher war es auch, die schließlich die erneute BSV-Führung markierte (10:9). Sie erhöhte direkt im nächsten Angriff auf 11:9. Zur Halbzeit trennten sich die Teams mit 11:12.
Der Beginn der zweiten Hälfte gestaltete sich für den BSV jedoch etwas schwieriger. Die Werkselfen kamen besser in die zweite Halbzeit. Mit zwei schnellen Toren gingen die Leverkusenerinnen in Führung. Wieder vergibt der BSV einen 7-Meter. Nach sieben gespielten Minuten führten die Gastgeberinnen mit 16:13. In Zahlen bedeutete das 5:1 in der zweiten Halbzeit. Dirk Leun machte Gebrauch von seiner ersten Auszeit in Hälfte zwei. Seine Worte schienen zu fruchten: Erst traf Mia Lakenmacher, dann parierte Marie Andresen und Teresa von Prittwitz traf im Tempogegenstoß zum Anschluss (16:15). Mailee Winterberg markierte mit einem Rückraum-Treffer den Ausgleich (16:16). Anschließend war es Johan Pettersson, der eine Auszeit nahm. Der BSV behielt jedoch die Oberhand – Maj Nielsen beanspruchte die erste BSV-Führung der zweiten Hälfte für sich (16:17). Die Führung wechselte jedoch wieder als Viola Leuchter ins leere Buxtehuder Tor traf (18:17). Wieder vergab der BSV einen 7-Meter. Viola Leuchter, die man lange Strecken gut unter Kontrolle hatte, nahm wieder Fahrt auf und traf vier Mal in Folge (20:17). Wieder ließ sich der BSV nicht abhängen: Maja Schönefeld traf zum 20:19, Lakenmacher traf zum 20:20. Charlotte Kähr erhöhte zum 20:21.
Die letzten fünf Minuten wurden zum echten Handball-Krimi. Sophia Cormann traf zum 23:22, Marie Andresen parierte den nächsten Versuch – doch Naina Klein erhöhte wenig später zum 24:22. 90 Sekunden vor Ende nahm Dirk Leun eine Auszeit. 50 Sekunden vor Abpfiff verwandelte Loreen Veit jedoch ihren Wurf und erhöhte auf 25:22. Der Live-Stream Moderator rief: „Das wars!“
Das sahen die Buxtehuderinnen anders: Mia Lakenmacher traf zum 25:23 und zwanzig Sekunden vor Schluss schloss Cara Hartstock zum 24:25 an. Dabei blieb es dann allerdings auch. Nach einem spannenden Spiel, in dem es 10 Mal unentschieden stand, musste sich der BSV geschlagen geben.
BSV-Trainer Dirk Leun fasste es zusammen: „Das Spiel war geprägt von besseren Phasen und schlechteren. Am Ende haben wir in der Crunchtime zu viele Bälle leichtfertig und überhastet weggeworfen.“ Man dürfe mit diesem Spiel auf keinen Fall zufrieden sein: „Wir müssen heute enttäuscht sein. Das war ein schlechtes Spiel. Die Fehlerquote war deutlich zu hoch.“
Den Buxtehuder SV plagen aktuell erhebliche Verletzungssorgen. Neben den Langzeitverletzten Johanna Heldmann, Lucia Kollmer und Sinah Hagen (alle Knieverletzungen) fehlte heute auch Tor- Garantin Isabelle Dölle. Sie zog sich im Abschluss-Training ein Nasenbeinbruch zu. Wie lange die Rückraum-Rechte ausfallen wird, ist noch nicht klar.
Nach diesem Spieltag begeben sich die Teilnehmer der Handball-Bundesliga Frauen in eine zweiwöchige Bundesliga-freie Pause. Für den Buxtehuder SV ist die nächste Partie wieder ein Heimspiel – am Samstag, 11. März, um 16 Uhr empfängt die Mannschaft die SV Union Halle-Neustadt. Karten für das Spiel gibt es online bei Ticketmaster oder im BSV-Shop (Viverstr. 2, in Buxtehude).
BSV: Ylva Tants, Marie Andresen, Liv Süchting (1), Maj Nielsen (2), Magda Kašpárková, Maxi Mühlner (2), Mailee Winterberg (3), Maja Schönefeld (2), Charlotte Kähr (4), Teresa von Prittwitz (1), Cara Hartstock (1), Mia Lakenmacher (7/1)
Quelle: Buxtehuder SV



